Zufriedene Kunden halfen nicht: Wahrsagebetrüger zu 20 Monaten verurteilt

15 01 2009

Wie der „Standard“ berichtet wurde ein Ehepaar, dass auf Esoterikmessen die Leute um mindestens 80.000 Euro erleichterte, jetzt zu 20 Monaten Haft verurteilt. Ob die anderen Angebote der jeweiligen Esoterikmessen weniger Betrug waren hat das Gericht natürlich nicht untersucht – interessant ist jedoch, dass eine Kundin, die dem Hartz-IV-Pärchen 17.000 Euro bezahlt hat trotz der Geständnisse dabei blebt, dass ihr geholfen wurde: Seit der Behandlung seien viele ihrer Probleme gelöst, Schmerzen von Verwandten seien verschwunden. „Der Familienfluch ist beseitigt.“ – Da fragt man sich ernsthaft, was denn noch passieren muss, damit die Kundin merkt dass sie ihr Geld schlicht zum Fenster hinaus geworfen hat. Hoffentlich geht es ihr nicht so wie der Frau, über die die FAZ bereits im Oktober 2007 berichtete: diese hatte ihre gesamten Ersparnisse und einen – extra dafür aufgenommenen – Kredit an „liebevolle esoterische Berater“ vertelefoniert …

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16 01 2009
Elke

Hallo Michael,

Es ist keine Seltenheit mehr, dass sich in der Szene Opfer mit den Tätern solidarisieren. Es ist natürlich Selbstbetrug, lässt sich jedoch dadurch erklären, dass man eine Rechtfertigung braucht, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass man einen großen Fehler gemacht hat, dass man zu dumm war den Betrug zu erkennen und dass man deswegen sehr viel Geld verloren hat, quasi ohne jegliche Gegenleistung zu erhalten.

Gruß,

Elke

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