Bildungsgutscheine für Sternenschwurbelei, Folge 5: Ein kurzer Brief aus Berlin

21 11 2009

Was bisher geschah:

Am 18. September hatten Florian Freistetter bei den ScienceBlogs und ich fast gleichzeitig über die Werbung für eine Astrologieausbildung auf Astrologie.de berichtet, die sich dezidiert an Arbeitslose richtete und damit warb, dass diese Kurse „in Kürze“ mittels Bildungsgutscheinen der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden könnte. Für den Politblogger roch ein Tweet zu diesem Thema, das auf Basis eines Kommentars von mir auf dem GWUP-Blog verbreitet wurde stark nach urbaner Legende, was mich zu einem weiteren Kommentar veranlasste. Inzwischen ist es jedoch amtlich, eine Suche in KURSNET bietet nicht nur den von mir Ende Oktober gefundenen Astrologiekurs unter den per Bildungsgutschein finanzierbaren Fortbildungen an, wie von mir am 4. November vermutet darf man jetzt auch für die Ausbildung in höherer Schwurbelei bei der Hamburger Astropraxis von Frau Fritsch Bildungsgutscheine beantragen.

Dies alles hatte ich zum Anlass genommen, beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales anzufragen, ob die finanzielle Förderung von Astrologiekursen denn überhaupt sinnvoll sei und die Antwort erreichte mich gestern per Post. Sie war wesentlich ausführlicher als die Antwort auf eine entsprechende Anfrage bei der Bundesagentur für Arbeit, die ich am 8.10. erhielt. Hatte die BfA nur mit einem lapidaren

Der Vorgang ist bekannt und wird zur Zeit geprüft.

geantwortet, so war das Bundesministerium für Arbeit und Soziales doch weitaus „gesprächiger“:

Ihre Einwände machen es erforderlich, die Angelegenheit zu prüfen. Die Anerkennung von Maßnahmen zur Beruflichen Weiterbildung wird von privaten fachkundlichen Stellen vorgenommen. Da mir die Tatsachen im Einzelnen nicht bekannt sind, habe ich die Anerkennungsstelle bei der Bundesanstalt für Arbeit, die wiederum die Arbeit der fachkundigen Stellen überwacht, um eine Stellungnahme gebeten. Nach Eingang der Stellungnahme komme ich auf Ihre E-Mail zurück.

OK, es wird also weiter geprüft und ich bin schon mal auf die Stellungnahme bzw. die daraus resultierende Reaktion gespannt. Ansonsten war mir das Anerkennungsprozedere durchaus bekannt, und da in §6, Abs. 2 der für die Fragen nach Bildungsgutscheinen relevanten Anerkennungs- und Zulassungsverordnung auch ein Anerkennungsbeirat beschrieben wird, habe ich heute eine weitere Anfrage zum Thema abgeschickt. Dieses Mal ging’s an das Bundesministerium für Forschung und Bildung, denn ein Vertreter aus dem Verantwortungsbereich von Frau Schavan müsste ja diesem Beirat angehört haben, und da würde mich eine Meinung aus dem Ministerium schon interessieren …

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Die Homöopathen kneifen (bis jetzt)!

18 11 2009

Komisch, da gibt man den Homöopathen die Möglichkeit per doppelblindem Selbstversuch die Wirkung ihrer Glaubuli zu zeigen, und was machen die: sie kneifen! Oder noch schlimmer: sie schimpfen ein wenig oder reden sich heraus. Auf meine Aufforderung habe ich nämlich drei Mails bekommen, und darin sind vermeintliche Gründe dafür zu finden, warum man nicht an diesem Selbstversuch teilnehmen möchte bzw. warum ein solcher Selbstversuch nicht sinnvoll sein können soll.  Die Begründungen im Einzelnen:

  1. Warum sollte ich ein Homöopathikum nehmen, wenn ich es doch gar nicht brauche? Und wenn ich krank bin, dann möchte ich natürlich mit dem richtigen Mittel behandelt werden.
  2. Natürlich könnte ich ein Homöopathikum an Hand seiner Wirkung erkennen, aber ich vertraue ihnen nicht!
  3. Ein solcher Versuch kann nicht funktionieren, da hier auf die Anamnese verzichtet wird.

OK, zu 1.  Bei einem homöopathischen Arzneimitteltest machen die Leute doch fast genau das Gleiche! Mit dem Unterschied, dass es dann nicht verblindet ist und – noch schlimmer! – der Globuligeber ja noch gar nicht weiß, was das von ihm verabreichte Mittel beim Einnehmenden bewirken kann. Bei meiner Versuchsanordnung hat der Testteilnehmer die freie Wahl des Mittels und sollte sich ja gerade ein Mittel aussuchen, dessen Wirkung er selbst genau kennt!

Zu 2. Mag sein, dass die Homöopathen einem Skeptiker nicht trauen, aber der Versuchsaufbau ist so gestaltet, dass ich überhaupt keinen Kontakt zu den Homöopathika habe: Sie werden von einem Apotheker abgefüllt und verblindet und meine einzige Tätigkeit würde darin bestehen, die verpackten Globuli an die Testteilnehmer zu adressieren und die Ergebnisse zu dokumentieren. Auch das könnte natürlich noch an Freiwillige ausgelagert werden bzw. wenn ein Homöopath da mitwirken und kontrollieren will: Bitte! Freiwillige Meldungen werden gerne entgegengenommen.

Zu 3.: Nach dem Motto „wer lesen kann ist klar im Vorteil“ kann ich zu dieser Antwort nur sagen, dass sich mein Aufruf genau aus diesem Grund ja ganz dezidiert an erfahrene Homöopathiepraktiker wendete. Diese sollten doch in der Lage sein ihre Lieblingsglobuli an Hand der Wirkung zu erkennen …

OK, nochmals der Versuchsaufbau:

  1. Freiwillige melden sich und geben ein Homöopathikum an, das sie an Hand der Wirkung erkennen zu können glauben. Angeben müssen sie noch, wie viele Globuli und wie viel Zeit sie brauchen, um die Wirkung zu erkennen.
  2. Der Versuchsleiter vergibt an jede Testperson eine „Nummer“ und gibt den Namen des Homöopathikums an einen Apotheker weiter.
  3. Der Apothker besorgt das Homöopathikum und gleich aussehende, bzw. gleich schmeckende „leere“ Globuli (die gibt es im Versandhandel). Der Apotheker kennt nur die „Nummer“ des Testteilnehmers.
  4. Der Apotheker nimmt nun 2 geeignete Behältnisse (die lediglich numeriert sind), füllt in eines das Homöopathikum und in das andere die gleiche Anzahl „leerer Globuli“. Selbstverständlich wird dokumentiert, in welchem Gefäß das Homöopathikum und in welchem die leeren Globuli sind und natürlich werden ggf. notwendige Vorsichtsmaßnahmen beim Umfüllen (die nach Meinung der Homöopathen die Wirksamkeit beeinflußen können) beachtet.
  5. Der Apotheker gibt die beiden Gefäße (die lediglich nummeriert sind) an den Versuchsleiter zurück (und nennt natürlich die Nummer der Testperson).
  6. Der Versuchsleiter schickt nun auf Basis der Nummer der Testperson die beiden Gefäße an diese Testperson.
  7. Die Testpersonen erhalten nun beide Gefäße und müssen binnen eines – von ihnen selbst vorab – festzulegenden Zeitraums entscheiden, in welchem Gefäß ihrer Meinung nach die echten Globuli sind. Sie müssen also lediglich zurückmelden, dass in Gefäß Nr. X Globuli zu finden waren und in Nr. Y nicht.
  8. Danach wird ausgewertet, in wieviel Prozent der Fälle die Homöopathiefraktion die „echten“ Globuli erkannt hat und natürlich auch, ob dieses Ergebnis auf einem Signifikanzniveau von 5% signifikant ist (das hängt ja auch von der Anzahl der Teilnehmer ab).

Ich bin ja mal gespannt, ob die Homöopathen weiter kneifen, oder ob sie sich diesem einfachen Selbstversuch stellen … … es gilt weiter: einfach per Mail melden. Sobald genug Teilnehmer zusammen sind, kann’s losgehen!





(Nur astrologisch) Vermischtes: Vielen Dank, keine Gewinner und Krankenzusatzversicherungen

12 11 2009

Als Erstes:

Vielen, vielen Dank an alle, die auf meinen Aufruf geanwortet haben. Und vielen Dank an die Twitter-Fraktion, die den Aufruf auch noch weiter verbreitet hat!

Ich hab‘ jetzt schon eine ganze Menge an Daten, allerdings reichen die Daten noch nicht aus um den Test zu beginnen. Dafür brauche ich jetzt nur noch ein paar Testpersonen (und deren Geburtsdatum), bei denen ein Auge um 2 Dioptrie besser ist als das andere (und ich muss wissen, welches Auge, genau das möchte ja der Astrologe hrausfinden – kurze  Mail genügt!). Bis nächste Woche solte es doch möglich sein, genug Testpersonen zu finden. Gibt es eigentlich keine twitternden Augenärzte oder Optiker?

Die von mir zur Verlosung angebotene Astrologie-CD wird bis auf Weiteres in meinem Besitz bleiben. Der Grund ist einfach: Das Ding wollte niemand haben. OK, dann wird die Blechdose samt CD eben im Schrank Umzugskarton verstaut, und sollte ich einmal arbeitslos werden, dann könnte ich ja immer noch selbst … … obwohl: Barnumtexte kriege ich auch ohne diese Software hin, Beispiele habe ich genug in meinem Archiv gesammelter Horoskope.

Dass die öffentlichen und obligatorischen Krankenkassen in der Schweiz über steigende Kosten stöhnen ist – ebenso wie in Deutschland – ein gefundenes Fressen für die private Konkurrenz, also die Anbieter verschiedener Zusatztarife. Um herauszufinden, welcher Zusatztarif für einen Menschen passt, bietet ein schweizer Finanzdienstleistungsportal allen Interessierten ein Astrologisches Profil, basierend auf der modernen Astrologielehre“, dessen Auswertung dann einen Hinweis auf die möglicherweise abzuschließende Zusatzversicherung bieten soll. Hmm, wenn die Tipps beim Thema Finanzdienstleistungen ebenso modern sind, dann wird den potentiellen Anlegern wahrscheinlich die Investition in Tulpenzwiebeln empfohlen.

Immerhin kann ich mit der Klassifizierung meiner Person nicht ganz unzufrieden sein: Einfühlsamer Kosmopolit hört sich doch gar nicht mal schlecht an! Der Rest ist das übliche Barnumblabla. Ich frage mich nur, welches Geburtsdatum man haben muss, damit einem auf diesem Portal nicht dazu geraten wird, eine „Spital- und ambulante Zusatzversicherung“ abzuschließen. Klar, solche Produkte sind selbstverständlich sinnvoll,  aber es fällt schon auf, dass außer kleinen Abweichungen in den Prozentwerten die Ergebnisse der „astrologischen Analyse“ doch sehr sehr ähnlich sind, egal welche Daten man eingibt. Ob das daran liegt,  dass die kombinierte Zusatzversicherung einfach mehr Umsatz bringt als eine der beiden alleine? Und was sagen eigentlich Astrologen dazu, wenn ihr Steckenpferd auf diese Weise für schnöde Werbezwecke missbraucht wird?





Astrologietest: Brillenträger/Kontaktlinsenträger gesucht!

10 11 2009

Für einen Astrologietest suche ich Daten von Menschen, die unterschiedlich „gute“ Augen haben. Insbesondere solche, bei denen ein Auge signifikant besser ist als das andere. Für den Test habe ich mich mit dem Astrologen auf einen Unterschied von mindestens 2 Dioptrie geeinigt. Dazu brauche ich noch das Geburtsdatum – Geburtszeit bzw. Geburtsort sind nicht notwendig. Natürlich nehme ich auch Daten von Personen an, bei denen beide Augen „gleich gut“ sind (Unterschied kleiner 0,5 Dioptrie), allerdings sind die sowieso leichter zu bekommen.

Benötigt werden also folgende Daten:

Geburtsdatum, Dioptriezahl linkes Auge, Dioptriezahl rechtes Auge

Aus den mir per Mail zugesandten Daten wähle ich jeweils die gleiche Anzahl von Datensätzen für die möglichen Ergebnisse „rechts besser als links“, „links besser als rechts“ und „beide Augen gleich gut“ aus (per Los) und schicke dann die Geburtsdaten – natürlich anonym – an den Astrologen. Dieser versucht an Hand der Geburtsdaten herauszufinden, ob und falls ja welches Auge denn besser ist.

Das Ergebnis wird dann natürlich hier veröffentlicht werden …

Vielen Dank schon Mal im Voraus!





Marshmallow-Folter

5 11 2009

Ach wie grausam kann Wissenschaft sein! Da foltert man wissentlich unschuldige Marshmallows, nur weil man herausfinden will, ob bzw. welche Blagen in der Lage sind, sich ‚mal für ein paar Minuten zu beherrschen. Walter Mischel heißt der „Erfinder“ dieser grausamen Praxis, die sich auch noch als psychologische Untersuchung über das – was für ein Wort! – Belohnungsaufschubsparadigma tarnt. Auf YouTube wird das Ganze mit lustiger Musik garniert und dem schaulustigen Pöbel zur Erbauung vorgeführt – und niemand scheint sich über das Leiden der Marshmallows aufzuregen. Nur das Mädel ganz am Ende hat ein Herz für die weichen Süßspeisen und verkürzt beherzt deren Leidenszeit …

… dafür dürfte sie allerdings im Erwachsenenalter „von anderen Menschen als stur auf etwas beharrend, schnell frustriert und neidisch beschrieben“ werden. Die Marshmallow-Folterer hingegen kommen viel besser weg, sie „konnten mehr Stress vertragen, hatten eine größere soziale Kompetenz und waren selbstbestimmter, vertrauenswürdiger, zuverlässiger und akademisch erfolgreicher„. Behaupten zumindest Psychologen (wie der bekannte Prof. Philip Zimbardo) und haben deshalb weiter gefoltert: Hier mal ziemlich nackisch, da mit Kindergesang oder dort mit Psychologen-Tipps für die Kindererziehung. Wenig überraschend ist, dass Glaubensfanatiker solche Folterer gerne als positive Beispiele vorstellen.





Verlosung: 1 x Astrologieausbildung (für arbeitslose Hamburger) und 1 x Schwurbifex-Starter-Kit (für alle)

4 11 2009

Noch gibt es nur einen einzigen Astrologie-Kurs im Fortbildungsverzeichnis KURSNET der Bundesagentur für Arbeit, der mittels Bildungsgutschein finanziert werden kann. Ich vermute aber, dass sich das bald ändert, und auch die Kurse der Astro-Praxis aus Hamburg diese höheren Weihen erhalten werden (nicht weil die Dame es schon Mitte September angedroht hat, sondern weil man hier – wie das Beispiel aus Köln zeigt – nicht auf die Vernunft der Genehmigungsbehörden setzen kann). Bis dahin hat Frau Fritsch* eine andere Idee, um einem armen Arbeitslosen eine neue berufliche Zukunft zu ermöglichen:

+++NEU+++NEU+++ Verlosung eines kostenfreien Studienplatzes für einen arbeitslosen Interessenten, dem unsere Astrologie-Weiterbildung in Seminaren (Hamburg) als Wiedereingliederung ins Berufsleben sicher dienen würde. Mehr Infos dazu: 040-280-509-50.

Ja, diese Ausbildung dient „sicher“ zur Wiedereingliederung ins Berufsleben, denn man kann sich ja auf so viele verschiedene Arten danach beruflich etablieren (wie auf dieser Seite* nachzulesen ist):

  1. als psychologischer Astrologe mit eigener Praxis in Heil- und Sozialberufen
  2. als Ausbilder in Astrologie- und HP-Schulen als Mentor im Astrologie-Fernunterricht
  3. als Moderator in astrologischen Foren und Blogs
  4. in der Medienbranche als Autor
  5. als Texter für die Esoterik-Branche
  6. als Astrologe in Radio- und Fernsehsendungen
  7. als Layouter für Astro-Fachzeitschriften
  8. als Astro-Coach für Unternehmen
  9. in Internet-Portalen als astrologischer Berater
  10. als Programmierer für Astro-Programme
  11. als Unterhalter in der Freizeitindustrie
  12. im Event- und Entertainmentbereich.

Ich fasse mal kurz zusammen: Der Kurs bei der Hamburger Astropraxis scheint also folgende Ausbildungen mit einzuschliessen:

  • Heilpraktiker / Arzt oder Ähnliches (siehe 1 – Heilberufe sind in diesem Lande ja reglementiert und ein Astrologiekurs alleine reicht da nicht!)
  • Sozialpädagogik oder Ähnliches (siehe 1 – hier oder da findet man keinerlei Hinweis auf Astrologie, also müsste die Ausbildung der Astro-Praxis den Leuten zusätzlich noch das nötige „Handwerkszeug“ beibringen)
  • Grafik / Design (siehe 7 – als Layouter sollte man ja eine entsprechende Ausbildung haben …)
  • BWL (siehe 9 – als Firmencoach wären gewisse BWL-Kenntnisse auch nicht von Nachteil, denn wie will man coachen was man nicht kennt?)
  • Informatik (siehe 10 – die Sterne programmieren sich ja nicht selbst …)

Dazu erwirbt man mit Sicherheit die Fähigkeit sich auf Zuruf deutungsschwangeren Astro-Blablas mittels einer Tastatur (5) oder – mit oder ohne Kamera – eines Mikrofon (6) zu entäußern. Ob man sich nach dieser Ausbildung auch vor Publikum zum Affen machen (11, 12) oder  im Internet (3) oder als Autor (4) blamieren will, das müssen die Seminarteilnehmer natürlich selbst wissen. Ausbilder in einer bestehenden Astrologie-Schule (2) würde ich übrigens nicht empfehlen – es dürfte finanziell ergiebiger sein eine eigene Astrologieschule zu gründen. Mein Tipp: Einfach irgend einen obskuren Planetoiden oder Asteroiden für wichtig und gefährlich erklären und dann immer ganz viel Unsinn schreiben (am besten ‚mal mit dem Stichwort „Orcus“ bei Astrologix rumstöbern – da findet man wirklich Unfassbares … … so viele Links kann man hier gar nicht reinquetschen, dieses Beispiel ist das harmloseste) und so langsam eine Anhängerschar gewinnen Diese kann man dann natürlich weltexklusiv in der neuen Astrologieform ausbilden und da man ja zunächst als Einzige/r dieses obskure Objekt „astrologisch benutzt“ ist natürlich alles erlaubt (… ein obskurer Name wie Nr. 11949 „Kagayayutaka“ hilft da vielleicht, oder man erkläre einfach Nr. 3834** zum für musikalische Genialität und abseitigen Humor zuständigen astrologischen Objekt – bei den Astronomen gibt’s übrigens eine Riesenauswahl mit noch viel mehr ganz tollen Namen!).

Die Verlosung ist eine Superidee von der AstroPraxis! Wirklich! Wenigstens kostenlos – obwohl: ob’s dieses Angebot auch gäbe, wenn im gerade begonnenen Kurs (Preis: 1380 €) nicht noch (mindestens) zwei Plätze frei* wären?

Die Ausbildung/Weiterbildung hat gerade begonnen. Es sind aber noch zwei Plätze frei für einen Quereinstieg. Im Privatunterricht wird der Inhalte der ersten Sitzung problemlos und ohne Preisaufschlag nachgeholt. Außerdem verlosen wir einen kostenfreien Ausbildungsplatz für einen Arbeitslosen-Teilnehmer. Mehr Infos hier: Tel. 040- 280 509 50.

Blöd ist allerdings, dass diese Ausbildung ein ganzes Jahr dauern soll.  Ok, für die oben dargestellten, von mir auf Grund der versprochenen Berufsperspektiven vermuteten, Inhalte ist das wirklich sehr kurz; wahrscheinlich lernen die Leute als erstes diejenigen Termine astrologisch zu bestimmen, an denen man die Lerninhalte ratzfatz in die – von wissenschaftlichem Wissensbalast offensichtlich vollständig entleerte – Birne reinkriegt. Trotzdem – das dauert alles viel zu lange … … deswegen habe ich mich entschlossen auch etwas zu verlosen, und damit kann die glückliche Gewinnerin oder der glückliche Gewinner quasi sofort in eine neue, erfolgreiche berufliche Zukunft in dieser Branche starten:

Am 11.11. verlose ich einen vollständigen Schwurbifex-Starter-Kit, bestehend aus einer hübschen Metalldose, ein wenig Papier und einer CD. Wer gewinnen will muss mir nur glaubhaft machen, dass dieser Schritt in eine erfolgreiche berufliche Zukunft in der Esoterikbranche nicht nur dringend notwendig ist sondern weder von wissenschaftlichen Kenntnissen oder gesundem Menschenverstand noch von irgendwelchen Skrupeln behindert wird. Bewerbungen werden gerne hier in den Kommentaren entgegengenommen – notfalls entscheidet natürlich das Los!

Hier kann man schon mal einen Blick darauf werfen:

Software

Und übrigens: Nicht nur Sternenschwurbelei geht mit dieser Software, auch für Kartenlegen, Runendeuten, Namensanalyse und Biorhythmus sind Programme dabei! Ob man dafür eine eigene Praxis eröffnen möchte ist sicherlich Geschmacksache, aber für ein breit gefächertes Angebot in einem kleinen Onlineshop ist das der ideale Start. Nur schnell die Software-Pakete installiert, eine Webseite für die einzelnen Angebote zusammengefaselt und schon kann’s losgehen. Und ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass alle Analysen zu mindestens 100% richtig sind – sogar wenn man das falsche Geburtsdatum oder den falschen Namen eingibt. Doch! Das funktioniert tatsächlich! (… natürlich nur gegen Vorkasse!)

Möchte jemand die Qualität der Software vorab testen? Gegen einen kleinen, selbst zu wählenden (jeder gebe so viel wie möglich), mindestens dreistelligen Energieausgleich (natürlich nur in Euro – und ohne Komma, führende Nullen oder Minuszeichen … … auf vermeintlich lustige Kasperlegebote der Art 0,02 € oder -1000€ reagiere ich nicht! Und klar: Vorkasse!) erstelle ich selbstverständlich gerne eine Komplettanalyse, damit ich die horrende Summe, die ich für diese Software ausgerechnet bei Saturn (!!!!) lassen musste, auch bald wieder einspielen kann:

Preis

*auf Grund meiner bisherigen Erfahrung mit den öfter mal wechselnden Inhalten auf den Webseiten der Astropraxis bin ich dazu übergegangen die Seiten auf WebCite zu archivieren …

** für alle Faulpelze, die nicht bei den Asteroidensuchern nach Nr. 3834 suchen wollen hier der Name des Steinbrockens: „Zappafrank“ (… und die Empfehlung an die PKHF™)





Fantasieanregende Piepserei

3 11 2009

Richard Wiseman hat heute morgen ein wundervolles Video aus der Sesamstraße in seinem Blog gepostet … … bei dem die eingestreuten Piepser ein Grinsen auf das Gesicht des Hörers zeichnen können (auch wenn man weiß, von welcher Tätigkeit das Lied ohne Piepser eigentlich handelt):

Richard Wiseman fragt zurecht, ob man solche Lieder kleinen Kindern vorspielen sollte …








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