Weitere WM-Prognosen und Zahlenspielereien

17 06 2010

Das südafrikanische Summermärchen (kein Tippfehler) ist ja bereits voll im Gange, aber hin und wieder gibt es noch neue Prognosen zum Ausgang der WM. So hat sich der Mannheimer Wahrsager Emanuell Charis bei seiner Favoritenprognose auf die üblichen Verdächtigen „festgelegt“ – und sieht Deutschland als Vizeweltmeister. Einzelne Astrologen versuchen sogar so ziemlich jedes Spiel irgendwie vorherzusagen – bin mal gespannt, ob sie das bis zum Ende durchhalten, und ob die Ergebnisse dann in irgend einer Form überraschend sind.

Ist es nicht viel lustiger, beim kenntnisfreien Herumschwafeln mit Freunden eigene Prognosen zu erstellen und mit der Realität abzugleichen? Auch ohne tiefer gehende Fußballkenntnisse habe ich letzten Sonntag beim gemeinsamen Deutschland-Spiel-Kucken eine solche gewagt – das Ergebnis erinnerte dann allerdings  eher an folgendes Video:

Der damit beworbene Goal-Predictor ist eine wirklich nette Spielerei. Die von den Machern vorbelegten „Stärkepunkte“ in Angriff, Abwehr und 11m-Treffsicherheit kann man dort für alle Länder auf einer Skala von 0-9 beliebig ändern und ein Programm berechnet dann eine – jeweils neue – Ergebnisprognose für das gesamte Turnier (unter Berücksichtigung der aktuellen Ergebnisse). Wie das verwendete „Gaussian mathematical model for football match simulation“ genau funktioniert wird leider nicht verraten, aber mit ein wenig Manipulation habe ich folgende Ergebnisprognosen für Halbfinale und Finale gebastelt:

OK, das war jetzt natürlich völlig unrealistisch – zumindest was die einzelnen Spielergebnisse angeht. Noch unrealistischer ist freilich diese – wohl lustig gemeinte –  „Prognose“ des YouTube-Users „EpicClown“: bei ihm siegt Nordkorea im Finale gegen Neuseeland …

Auch die im Spiegel ewähnten Zahlenspielereien sind nicht ernst zu nehmen, denn hier geht es lediglich darum mit irgendwelchen obskuren Rechenexempeln den nächsten WM-Titel für die deutschen Balltreter irgendwie auf das Jahr 2010 zu rechnen … … oder – falls es dann doch nicht klappt – eben auf 2014. Ebenfalls im Spiegel begründet der FDP-Mann Dirk Niebel, warum der vierte deutsche WM-Titel – im Gegensatz zu 2006 – dieses Mal nicht zu vermeiden sei: Weil die FDP – wie bei den Titelgewinnen zuvor – mit in der Regierung sitzt! OK, die FDP saß auch während der Weltmeisterschaften 1998, 1994, 1986, 1982 und 1978 in der Regierung – also doch eher ein schlechtes Omen?

Derweil haben sich übrigens die Weltmeisterwahrscheinlichkeiten im bereits erwähntenWorld-Cup-Predictor“ nach der ersten Spielrunde in Südafrika verändert: Brasilien liegt noch immer vorne (22,0% statt 23,4%), dahinter folgen aber jetzt die Niederlande (16,2% statt 9,8%), England (10,4% statt 10,3%), Spanien (10,2% statt 17,0%), Deutschland (9,2% statt 5,7%) und Argentinien (9,0% statt 7,5%) – in etwas veränderter Reihenfolge.

Wahrscheinlichkeiten, Sternenschwurbel, mehr oder weniger lustige Raterei – es wird auch dieses Mal sein wie immer: Irgendjemand wird mit seiner Prognose Recht gehabt haben …


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