Schlechtes Omen für 2017: Blutwunder in Neapel bleibt aus!

31 12 2016

Auch das noch! Aus Italien kommt die Nachricht, dass das alljährliche Blutwunder des San Gennaro in Neapel in diesem Jahr ausgefallen ist. Das gilt als schlechtes Omen für das nächste Jahr, wurde der Ausfall dieses „Wunders“ doch in der Vergangenheit mit allerlei schlimmen Begebenheiten in Verbindung gebracht. Um was geht es bei dem Blutwunder? Wikipedia hilft:

Unter Katholiken sehr bekannt ist der Heilige durch die im Dom von Neapel aufbewahrten, fest verschlossenen Ampullen, die angeblich das getrocknete Blut des Märtyrers, eine rötlich-braune Substanz, enthalten. Wenn die Ampullen zum Fest der Translation am 1. Mai bzw. am Samstag davor, am Festtag des Heiligen am 19. September sowie am 16. Dezember, dem Gedächtnistag der Warnung vor dem Vesuvausbruch im Jahr 1631, in die Nähe des Hauptes gebracht und dort gedreht und gewendet werden, erscheint das getrocknete Blut flüssig.

Das Blutwunder live erlebt hat übrigens im Jahre 2004 Mark Benecke, der seine Erfahrungen mit dem Blutwunder – und den Medien -für den Skeptiker dokumentiert hat – und aus einfachen Materialien selbst ein Blutwunder herstellen konnte. Die Zutaten (Wasser, Eierschalen und Eisen-Drei-Chlorid) sind seit langer Zeit bekannt und verfügbar und wurden bei anderen, ähnlichen Blutwundern ebenfalls verwendet. Das auch von Ketchupflaschen bekannte Phänomen der Thixotropie (so heißt es, wenn ein Stoff durch Schütteln verflüssigt werden kann) ist also gar nicht soooo wunderbar. Aber wie bei der Ketchupflasche kann es eben auch beim Blutwunder sein, dass nicht genug geschüttelt wird – und dann bleibt das Zeugs eben fest (bzw. der Ketchup in der Flasche).

Auf dieser italienischen Webseite wird das Ergebnis des Blutwunders über die Jahrhunderte genauer beleuchtet, und es fällt auf, dass das Wunder besonders im Dezember verhältnismäßig häufig ausbleibt, bzw. auch das optimale Ergebnis des Blutwunders nur sehr selten im Dezember zu sehen ist (5%). Als Laie könnte man vermuten, dass hier auch die Temperatur wohl einen gewissen Einfluß hat …

Nun aber zurück zum schlechten Omen für 2017: Was könnte nun passieren? Ich vermute, egal was passiert, man kann nachher natürlich immer sagen, das Blutwunder hätte es angezeigt. Die Auswahl an „schlechten Dingen“, die in der Folge eines ausbleibenden Blutwunders passierten ist aber wirklich sehr vielfältig:

22 epidemics, 11 revolutions, three droughts, 14 archbishops death (within a 30-day period), nine dead popes (over a period of a few weeks), four wars, 19 earthquakes, and three religious persecutions

Warten wir also einfach mal ab, was dem ausgebliebenen Wunder 2017 in die Schuhe geschoben werden wird …

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