Mr. X kennt die richtige Uhrzeit? Glaub‘ ich nicht!

26 06 2017

Der Name Melwyn Lorenzen dürfte wirklich nur eingefleischten Fußballenthusiasten etwas sagen, oder den grünbehemdeten Fans des SV Werder Bremen, denn dort hat der junge Mann noch bis Ende Juni 2017 einen gültigen Vertrag als Fußballprofi. Fußball ist ja nicht so meins, aber der junge Mann steht gerade vor einem sehr interessanten Problem. Nach den er in der Saison 2015/16 noch 15 mal in der Bundesliga zum Einsatz kam, ja sogar ein Spiel für die Nationalmanschaft von Uganda absolvieren durfte, verlief die abgelaufene Saison weniger erfolgreich: Lorenzen kam nur noch in der 2. Mannschaft zum Einsatz. Jetzt läuft sein Vertrag aus, aber einen neuen Vertrag als Profi zu finden könnte an einem etwas eigenartigen Problem scheitern, denn der Vertrag muss irgendwie zur richtigen Uhrzeit kommen. Lorenzen behauptet:

Ich habe Angebote aus Deutschland und aus dem Ausland. Aber ich warte auf eine gute Konstellation in der Transferperiode. Es ist wichtig, zu welcher Uhrzeit man seinen Vertrag unterschreibt. Sie bestimmt über den Werdegang bei einem Verein. Ich habe Klubs schon deshalb abgesagt“ – Quelle

Konstellation? Na klar, der junge Mann ist einem Astrologen auf den Leim gegangen! Und tatsächlich, der ominöse Mr. X soll mit „Astrologie, Mathematik und Medizin“ arbeiten – ich vermute ja, dass der Mann mit der lächerlichsten Astrologievariante überhaupt, der , arbeitet, aber sicher kann ich natürlich nicht sein. Die Methode ist aber auch egal, qualitätsmäßig sind sie ja eh  Dass der unbekannt bleiben wollende Astrologe (und was immer sonst noch) die üblichen Behauptungen über seine Kundschaft auf Lager hat (Kunden aus der Politik, der Wirtschaft und der Showbranche …), geschenkt, das sagen sie doch alle. Und natürlich hätte er schon so manche Fußballwelt gerettet, wenn man ihn denn gelassen hätte

„Mr X.“ betonte derweil im Gespräch mit der „Bild“, dass Marco Reus mit seiner Hilfe niemals verletzt wäre, und dass die Bayern mit ihm das Champions-League-Finale 2012 gegen Chelsea im heimischen Stadion nicht verloren hätten.

Im Nachhinein irgend etwas zu behaupten, was niemals zu belegen ist, ist schon ziemlich frech. Ob er dem jungen mann auch vorausgesagt hat, dass er sich einen neuen Verein suchen werden muss?

 

 

 

 





Prognoseresterampe 2017 (Teil 3): Ein weiser Trump, noch ein Weltuntergang und ein paar Meisterschwurbler

9 06 2017

Der nächste Blick auf die Prognoseresterampe für 2017 beginnt mit einem Artikel aus der Huffington Post vom 16.12.2016, da durfte die Kartenlegerin Anne Benson ihre Fähigkeiten als Wahrsagerin bzw. Kartenlegerin beweisen. Ihre „Erkenntisse“ zu Donald Trump:

Die Karten sehen Trump irgendwo zwischen Narr und Hohepriester. Zum einen blauäugig und etwas größenwahnsinnig, zum anderen aber auch weise und bedacht.

Weise und bedacht„? Das dürfte bereits jetzt als absolute Fehlprognose durchgehen. Der Rest ihrer Prognose ist das übliche Blabla a la „Das Jahr bringt Veränderungen“ (welches nicht?), „2017 wird heiß“ (da sind tatsächlich die Temperaturen gemeint) oder die Feststellung, dass bei den anstehenden Wahlen viele das Falsche wählen werden. Nichts Besonderes also, auch dass eine Wahrsagerin aus München ausgerechnet dem FC Bayern die Meisterschaft prophezeit ist nicht überraschend, obwohl sie wohl irgendwie den Saisonverlauf nicht so ganz richtig vorheregesehen hat („Das Ergebnis wird zwar bis zu den letzten Spieltagen auf sich warten lassen, am Ende wird jedoch alles bleiben wie es war.„)

Bei astrologie.de gab es zum Jahreswechsel – wenig überraschend – auch den ein oder anderen Text zu 2017. Überraschend dabei auch die als Oberkatastrophenschnepfe bekannte Christiane Durer, die ihrem Ruf in dem kleinen Text zu 2017 absolut treu bleibt:

2017 wird ein sehr schlimmes Jahr werden. Vor allem für Westeuropa. Die Themen des Jahres sind Terror, Finanzkrise sowie – v.a. in Deutschland – Diktatur in all ihren Erscheinungsformen: Meinungsverbote, Zensur, Verfolgung Andersdenkender, Überwachung.

Ein schlimmes Jahr also, wieder einmal (außer für die Schweiz, dort wohnt sie übrigens)! Dabei scheint nach Meinung von Frau Durer der amerikaische Präsident volkommen unschuldig an den Problemen zu sein, sie schreibt hier:

Aber in Wirklichkeit artikuliert Trump lediglich den ideologischen Krieg den andere führen – er persönlich hat überhaupt kein Interesse an Krieg.

Trump möchte wirklich ein neues Paradies errichten. Doch leider wird es eher zur Vertreibung aus dem Paradies kommen.

Soll Letzteres als Prognose auf ein Impeachment des amerikanischen Präsidenten deuten? Immerhin sagt sie an anderer Stelle noch Folgendes zu Trump’s Mauerbaugelüsten:

Wenn die Hintergrundfrequenz einer Epoche die Auflösung der Mauern anzeigt – wie das bei dem heute am 26.1.2017 beginnenden 26. Septar der großen Konjunktion von 1842 der Fall ist – dann wird derjenige, der die Mauer trotzdem baut, ein Schicksal erleben, das die Mauer wieder wegschwemmt, z.B. als reale Überschwemmung oder Erdbeben, Erdrutsch o.ä

Da ist sie wieder, die Katastrophenschnepfe!

Auch bei astrologie.de schreibt bisweilen Werner Held – unter anderem wohl um auf seine monatliche Radiosendung bei rockradio.de mit dem Titel „Kosmos & Psyche“ hinzuweisen (hier kann man das Nachhören – wenn man sehr viel Zeit hat). Die Beschreibung seiner zweistündigen Sendung vom 13.12.2016 zum Thema „Eine Vorschau auf die Jahreshoroskope, Finsternisse und Langsamläuferzyklen – Ein Schwerpunkt: der Kampf um die Köpfe“ ist ein Schwurbeltext par excellence – hier ein kleines Beispiel:

Das Abschottungszwang-Großkreuz (Jupiter Opposition Uranus / Eris und Pluto Opposition Vesta) des Frühjahrs 2017 und die letzte, äußerst wirkmächtige Uranus-Eris-Konjunktion am 17.03.2017 (Dauer bis 2106) und der u.a. manipulative bzw. glaubenskriegerische jupiter-plutonische Widderingress am 20.03.2017 und das den Neuumbruchsimpuls des Jahres anzeigende Wassermann-Oktilogramm (Wessel) am 03.02.2017 haben allesamt spannungsreich wandelnden Achsenbezug in Berlin: der schockbedingte Wechsel (aus Angst vor den ausländischen Eingriffen und inneren Unruhen) zur nationalen Abgrenzungsentwicklung und Wertebehauptung Deutschlands und die mitunter zur anerkannten Autorität aufsteigenden Radikalkarrieristen bzw. empörten Wutbürger (die Saturn-Ixion-Konjunktionen 2017) – wobei der Waage-Jupiter die Pole meist in Balance hält.

Viel klarer wird das Ganze durch seine Stimme auch nicht …. … aber nach 20:32 erfährt man immerhin etwas ganz Neues: „Vor dem Internet war Neptun Pluto.“ Die Astronomen werden da sicher vehement widersprechen …

Nicht ganz so viel geschwurbelt wird im Feenstadl von Karin Mayer, aber viel exakter wird es dadurch nicht.  Am Exaktesten scheint sie noch in den Monat August ehen zu können, denn das mit der Sonnenfinsternis in den USA stimmt ja schon mal:

Es ist also gut möglich, dass in dieser Zeit jemand oder gar mehrere die politische Bühne betreten, die sich mit Weitsicht und Toleranz für mehr Gerechtigkeit einsetzen. Wir haben aber auch ein weiteres Jupiter Pluto Quadrat und eine Sonnenfinsternis, sowie rückläufigen Merkur im August. Dies wird also ein sehr „heißer Monat“. Die Sonnenfinsternis wird in den USA sichtbar sein und findet in direkter Konjunktion zum
AC und Mars von Trump statt. !!wirds da schon finster um ihn…sinkt sein Stern?

Zum Schluß noch eine weitere Weltuntergangsprognose, für alle die sich nach der letzten Weltuntergangspleite (13. Mai)  wieder neu fürchten wollen, und die – wie ich – die hier genannte Prognose für den 31. Mai verpasst haben: Nehmen wir doch jetzt einfach den 23. September, wie in diesem Video vorhergesagt.

 

(Das waren  Nummer 26 bis 31 der Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2017)





Prognoseresterampe 2017 (Teil 2): Noch mehr Blabla mit einer ganz kleinen Prise Trump

5 04 2017

Im 2. Teil der Prognoseresterampe fange ich mit der Seite annabelle.ch an, dort durfte bereits Mitte Dezember letzten Jahres die Astrologin Nicole von Bredow einen Blick auf das kommende Jahr mit dem Titel „2017 wird ein gutes Jahr zur Selbstfindung“ werfen. Viel scheint sie allerdings nicht gesehen zu haben, denn auf die Einstiegsfrage …

Was für ein Jahr! Politische Donnerschläge wie der Brexit oder die Wahl Donald Trumps, aber auch überraschende Todesfälle und Trennungen sorgten 2016 für Aufregung. Dürfen wir 2017 mehr Ruhe erwarten?

… antwortet sie zunächst mit …

Leider nein. 2016 war das Mars-Jahr. Der Mars ist bekannt dafür, Spannungen zu erzeugen und den Kampfgeist zu wecken. Dieser Einfluss ist zwar im nächsten Jahr vorbei, doch Ruhe kehrt nicht ein. Denn 2017 steht im Zeichen der Sonne.

… um dann das Ganze aber doch irgendwie „friedlicher“ enden zu lassen:

Die Sonne steht für Selbstdarstellung. In der Astrologie ist die Sonne der wichtigste «Planet» in einem Horoskop. Nach uralter Tradition herrschen die Himmelskörper im Turnus von sieben Jahren jeweils zwölf Monate lang und färben das Jahr mit ihrer Energie ein. Bei der Sonne heisst das, dass sich die Menschen weniger auf Konflikte mit anderen und mehr auf sich selber konzentriert. Es wird also etwas friedlicher als das vergangene Jahr.

Nachdem sie einem Jahr der Liebe eine Absage erteilt hat („Die Sonne ist kein Liebesplanet“ – beim Astrogipfel las sich das aber ganz anders …) erklärt sie das offensichtlich von ihr erfundene „Gummistiefelprinzip“, das bei google als ersten Treffer genau das verlinkte Interview auflistet:

Frauen in Gummistiefeln, die in sich ruhen und selbstbewusst sind, können viel anziehender sein als Frauen, die gestylt, aber unsicher in Highheels herumstolzieren.

Aha! Gilt dann für Frauen, die in sich ruhen und sicher in Highheels laufen das Highheelsprinzip? Und was ist mit dem Flipflopprinzip oder dem Weißetennissockeninsandalenprinzip? Ach, egal – immerhin äußert sich die Dame sogar zu Donald Trump:

Einerseits hilft das Sonnenjahr Egomanen wie Putin und Trump, die jetzt noch mehr bestärkt werden und im Licht stehen. Aber wir können darauf hoffen, dass Trump die Flügel etwas gestutzt bekommt. Das ist auch an seinem Horoskop ablesbar.

… und „präzisiert“ dann noch:

Trump wird im Januar an seine persönlichen Grenzen stossen. Der Widerstand, den er erfährt, wird ihm Mühe bereiten, und seine Freiheiten, die er sich erhofft hat, werden stark begrenzt sein.

Ach ja, diese Begrenzung nennt sich übrigens amerikanische Verfassung …

Der Freiburger Astrologe Winfried Henke sieht sich als Protagonist einer „spirituellen Astrologie“ und reißt in seinem Text für 2017 gleich mal das vermeintliche Fundament der Astrologie („wie oben, so unten“) ein, denn nachdem er das zunächst so fabuliert …

Wie oben so unten, die schöpferische Ordnung des Himmels spiegelt sich auf Erden wieder. Sie gibt uns Orientierung und Lebenshilfe. Der kreative Tanz der Gestirne stimmt uns auf die Harmonie des Universums ein.

… fährt er mit Folgendem fort:

Wenn oben nicht mehr wie unten ist, wenn der Himmel sich immer weniger schöpferisch und kreativ sondern immer mehr disharmonisch und destruktiv auf Erden spiegelt, dann ist es wieder so weit. In der aktuellen Weltsituation geraten immer mehr Menschen und Systeme aus der himmlischen Ordnung und in irdische Unordnung.

Und wie will er erkennen, ob für seinen nächsten Kunden dann wirklich das „wie oben, so unten“ gilt bzw. ob sich bei diesem Menschen der Himmel dann doch eher negativ „spiegelt“? Egal, denn auch zu Trump wird im leztzten Abschnitt erwähnt:

Der Schicksalsplanet Saturn wird 2017 im Galaktische Zentrum bei ca. 21°-28°Schütze hin und her pendeln und das evolutionäre Gewissen der Menschheit und jedes Einzelnen prüfen. Beispielsweise steht Donald Trumps Zwillings-Sonne in herausfordernder Opposition dazu. Und Angela Merkels Schütze-Mars steht dazu in harter Konjunktion. Diese beiden Weltpolitiker werden somit von Saturn, dem Meister des Schicksals im Galaktischen Zentrum geprüft und herausgefordert…

Evolutionäres Gewissen? Politiker werden geprüft und herausgefordert? Wenn wir schon „spirituell argumentieren“ wollen dann möchte ich den Herrn Henke an einen Bibelspruch erinnern (Mathäus 5,37): Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel. – ich möchte ergänzen: vielleicht nicht von Übel aber von Blabla!

Bei Astroschmid liegt die Blabla-Dichte bei beinahe 100%. Beispiele gefällig? Bitteschön:

  • die sozialen und ökologischen Errungenschaften, auch z.B. in der Gesundheitsversorgung (Chiron) [haben] eine Tendenz zum „Verdunsten“
  • im Weltgeschehen [gilt es] Schwierigkeiten (Saturn) mit Recht und Gerechtigkeit (Schütze) zu überstehen
  • man [stellt] sich auf der Welt wieder mehr der Frage der Verantwortung
  • Gerechtigkeit (Jupiter) durch Diplomatie (Waage) [hat] gute Chancen

Nach Astroschmid jetzt der „Astro-Uranus„, der neben einem Jahreshoroskop für die einzelnen Sternzeichen auch ein wenig allgemeinen Text auf Lager hat. Es gibt also ein „verheißungsvolles Omen„, es soll „Überraschendes“ geschehen (was wird natürlich nicht verraten) und zwei Prognoseklassiker aus der Binsenweisheitensektion:

  • Es wird ein Jahr des Umbruchs und der Erneuerung sein.
  • Altes muss etwas Neuem weichen, das besser sein muss.

Ein wenig konkreter wird es erst am Ende der Seite, wobei das Wort „wenig“ noch weit übertrieben erscheint. Auch hierfür ein paar Beispiele:

  • Diese allerdings ist weit weniger gut konstelliert und ein kritisches Datum, an dem sich keine neuen guten Aktivitäten in Gang bringen lassen, doch zerstörerische Aktivitäten begünstigt sind. Zwillinge, Jungfrau und Schützen wissen jetzt alles besser. Jetzt Genussgifte meiden, lieber Füße baden und Blattgemüse und Kresse säen!
  • Am 6. September erwartet uns ein Vollmond voller Mitgefühl in den Fischen, und wenn über den Leermond vom 20.9 in Waage eine Jupiter-Uranus-Opposition bis zum 28.9. zunimmt, an dem Tag exakt wird, an dem auch Pluto wieder voranzulaufen beginnt, also stark wird, dann möge Gott uns gnädig sein.
  • Der 1. Adventssonntag am 3. 12. Bringt einen Vollmond in den Zwillingen. Der Merkur wird rückläufig und Neptun hat das Wort. Also Vorsicht beim Einkauf. 2 Wochen später ist Neumond im Steinbock, da wird man realistischer einkaufen, falls noch möglich.

Noch mehr inhaltsloses Blabla also …

Bei Gabriele Moog gibt es zu den Themen Politik, Finanzen, Partnerschaft und Gesundheit jeweils sehr kurze Texte, die inhaltlich aus einem inhaltsleeren Phrasengenerator stammen könnten.

Mal sehen ob das nächste Paket der Prognosenresterampe ein wenig mehr konkrete Prognosen liefert …

(Das waren  Nummer 20 bis 24 der Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2017)





Prognoseresterampe 2017 (Teil 1): Viel Blabla und Katastrophengeraune beim alljährlichen Astro-Gipfel

28 03 2017

Schon Ende März, also höchste Zeit sich endlich mit den gesammelten Prognosen für das bereits seit fast drei Monaten laufende Jahr zu beschäftigen. Als Erstes ein Blick auf den alljährlichen „Astrogipfel“ aus der Astrowoche:

Wie üblich gab es bei den dieses Mal fünf Zukunftsdeutern überwiegend Belangloses zu lesen. So schrieb der Astrologe Erich Bauer folgendes zum Weltgeschehen:

Im Sonnenjahr 2017 stehen Uranus und Pluto zusammen gegen Jupiter. Das hat Auswirkungen auf bestehende Konflikte, aber auch auf Partnerschaft und Liebe. […] Mit der Sonne als Dirigent werden zuallererst einmal die Eigenschaften der einzelnen Tierkreiszeichen verstärkt – und zwar die positiven genauso wie die negativen. Es kommt dann auf jeden einzelnen an, in welche Richtung er sich bewegt, wohin er sich treiben lässt, ob mehr in die positive oder die negative Richtung.

Das gilt natürlich auch für diejenigen, die ganz oben sind, also unsere Regenten. In diesem Zusammenhang kann es leicht passieren, dass so mancher das Sonnenjahr dahingehend missbraucht, um wie allzumal der Sonnenkönig von Frankreich seine ohnehin ausgeprägten Vorstellungen einer Regentschaft noch maßlos auszubauen. Dass dann in seinem „Orchester“ noch ein Uranus im Widder und ein Pluto im Steinbock mitmischen, macht das Ganze noch bedrohlicher. Uranus würde sich nämlich gegen jegliche Tyrannei auflehnen, Widerstand, vielleicht sogar einen Aufstand anzetteln. Saturn, der im Zeichen Schütze steht, würde dafür die ideologische Legitimität abgeben.

Dem Himmel sei Dank existiert auch Jupiter. Er befindet sich bis in den Oktober hinein im Zeichen Waage. Er macht Hoffnung. Er ist 2017 der Prophet für Frieden. Solange dieser Planet in der Waage steht, bleibt es bei kleineren Scharmützeln und beim Säbelgerassel der verschiedenen selbst ernannten Sonnenkönige und -königinnen. Dieser Jupiter zieht dann im Herbst in das Zeichen Skorpion. Davor wird mir Angst und Bange. Dieser Jupiter scheut sich nicht vor einem größeren Konflikt. Es kommt also voll und ganz darauf an, ob es diesem Jupiter, solange er im Tierkreiszeichen Waage steht, gelingt, die Bereitschaft zum Frieden dermaßen zu stärken, dass er auch die Zeit überlebt, in der Jupiter durch den Skorpion wandert.

Aha, nichts Konkretes wieder einmal, aber genug Gefasel das Bauer dann irgendwie auf aktuelle Situationen irgendwo in der Welt deuteln kann. Ansonsten erwartet er „dass zerstrittene Beziehungen wieder Frieden finden“, ja sogar  dass „solche Partner, die eine Scheidung hinter sich haben, können jetzt durch eine erneute Heirat von vorne beginnen“ könnten … … nicht nur bei mir liegt er damit schon mal völlig falsch. Ach ja, und 2017 sollen sich außerdem mehr Menschen als sonst unsterblich verlieben – ich gönne das ja jedem, aber als Prognose ist das wenig brauchbar.

Ruth Siegenthalers Jahresprognose liefert nur Belanglosigkeiten a la

„In das Kapitel von Neptun und Chiron in den Fischen gehören auch erlittene Verletzungen in dieser und in früheren Inkarnationen. Dies kann sich so äußern, dass wir wegen eines unbedeutenden Ereignisses auf die Barrikaden gehen. Fehlt die Bereitschaft, unsere Reaktionen zu beobachten und vernünftig zu entscheiden, was der Vergangenheit angehört und was nicht, laufen wir Gefahr, unnötige Dramen zu produzieren.“

Blablabla …

Nur wenig konkreter ist Christine Schoppa, die für 2017 erwartet dass „Großfamilien entstehen“ und das Ganze mit dem üblichen Sternengelaber garniert. Ein klein wenig Katstrophengeraune gibt es noch dazu:

„In der Wirtschaft kann das starke finanzielle Einbußen zur Folge haben. Aber nicht nur diese eine Komponente hat dieser Aspekt zu bieten, ich sehe ihn auch als Übeltäter im Bereich Wetter- und Umweltkatastrophen, hier ist alles möglich, von starken Stürmen bis hin zu Erdbeben. Hinzu kommt dann Ende März noch das Quadrat von Jupiter und Pluto, was das ganze noch verstärkt. Jupiter zeigt sich also in den ersten drei Monaten diesmal nicht von seiner Glücksseite.“

Aha, wir haben also gerade jetzt mit Stürmen und Erdbeben zu rechnen …

Auch Gabriele Sperzel übt sich in allgemeinem Katastrophengeraune:

Das schon aus den Jahren 2012 bis 2015 bekannte Quadrat zwischen Uranus und Pluto erlebt von Januar bis März 2017 eine Wiederbelebung. Diese Konstellation ist aus astrologischer Sicht verantwortlich für die weltweiten Umstürze und Naturkatastrophen. Der Aspekt bleibt auch weiterhin latent vorhanden.

Dazu wird eine Finanzkrise bis „ca. 2020“ vorausgesagt, für die irgendwelche Planeten verantwortlich gemacht werden. Also das übliche Gelaber …

Fehlt noch der unvermeidliche Michael Allgeier, der als Herausgeber von Allgeiers Astrologischem Jahreskalender später noch einem eigenen Artikel hier erhalten wird, und der hier nur eine Kurzversion seiner Jahresprognose zum „Besten“ geben darf. Es fängt aber recht positiv an:

Die Welt ist zerrissen, es gibt so viele Brandherde wie noch nie. Und ja, auch 2017 wird es Krisen geben. Aber, die schlimmen, lang anhaltenden Aspekte fehlen nahezu völlig.

Ach wirklich? Und warum?

Saturn und Neptun, die im Vorjahr für so viele Krisen verantwortlich waren, haben sich aufgelöst.

Upps! Die Planeten haben sich aufgelöst? Das hätte ich wahrscheinlich irgendwo gelesen … . Und es gibt das übliche Katastrophengeraune:

Ein kritisches Quadrat bildet Jupiter allerdings zu Pluto zwischen dem 23. März und 6. April sowie zwischen dem 29. Juli und 10. August. In diesen Phasen regiert die Gier. Es ist der Aspekt des Reichtums, der nie genug bekommen kann. Auch Katastrophen wie größere Erdbeben sind unter dieser Spannung zu erwarten.

Ansonsten wird allerdings alles gut, zumindest wenn man Herrn Allgeier glauben will. Und sensationelle Tipps hat er auch noch auf Lager:

Das sind Phasen, in denen wir mit Klugheit und Umsicht unsere berufliche Zukunft planen sollten und in denen wir mit Bedacht Geld in größere Anschaffungen wie Autos oder Immobilien erfolgreich investieren sollten.

Dass dies nur für einen kleinen Teil des Jahres gelten soll wundert mich allerdings schon, sorgen die Sterne dafür, dass man zu den anderen Zeiten im Jahr das nicht tun sollten? Und am Ende wird den Lesern noch eine riesige Portion Honig  ums Maul geschmiert:

In der Waage macht uns Jupiter liebevoller, schöner, reicher und glücklicher. Alle Beziehungen, ob persönlich, geschäftlich oder politisch, werden von diesem Einfluss profitieren können. Dieser Jupiter kündigt nicht zuletzt ein Jahr der großen Liebe an, es ist der Hochzeitsstern schlechthin. Beruflich und geschäftlich fördert er Zusammenschlüsse und Kooperationen.

Ach ja, alles wird gut und zwar für ausnahmslos alle Menschen! Das mag manchen Menschen eine trügerische Hoffnung geben, ist wohl nett gemeint, aber als „Jahresvorschau“ völliger Blödsinn.

Auf jeden Fall fällt auf, dass der Name Trump bei keiner Prognose auftaucht – das kann natürlich daran liegen, dass diese Texte vor der US-Wahl geschrieben und nachher nicht mehr redigiert wurden …

(Das waren  Nummer 15 bis 19 der Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2017)





Skeptikerkritik am ZDF sorgt für Chefastrologen-Mimimi

30 01 2017

Klemens Ludwig ist aktuell der Vorsitzende des DAV, des Deutschen Astrologen Verbands, und er war in den Wochen um den Jahreswechsel ziemlich aktiv. Unter anderem hatte er auch heute.de ein Interview gegeben (auch dem hessischen Rundfunk, verschiedenen Zeitungen und schon 2015 der FAZ), und der GWUP-Blog hatte ebenso wie der hpd auf dieses Interview mit deutlicher Kritik am ZDF reagiert. Soweit so gut – das alljährliche Spielchen, obwohl man sich selbstverständlich schon fragen darf warum heute.de, als Teil unserer öffentlich-rechtlicher Medien mit Bildungsauftrag, dem Herren ein solches, vollkommen unkritisches Interview schenken muss. Seine Reaktion ist ein großes Mimimi bei Huffingtonpost.de.

Ein Dorn im Auge ist ihm schon der alljährliche Prognoserückblick und sein Argument ist amüsant:

Dass dabei vor allem die Prognosen herangezogen werden, die in das Weltbild der Skeptiker passen, liegt auf der Hand.

Als Autor der jährlichen Prognoserückschau muss ich dem Mann vehement widersprechen, denn ich nehme jede auf esoterischem Gedankengut fußende Prognose die ich finden kann in die Auswahl auf. Dass viele davon von Astrologen gemacht werden, dafür kann ich aber nichts.  Warum kritisiert Herr Ludwig nicht diese Astrologen? Die sind es doch, die mit ihren Prognosen das Bild der Sterndeutung in der Öffentlichkeit prägen! Wenn kein Astrologe solche Prognosen machen würde, dann könnte man wegen der Prognosen auch keine kritisieren. Ist doch ganz einfach …

Nach ein wenig herumnörgeln am hpd (weil dieser die dauerlachende Binsenweisheitenschleuder namens Dalai Lama recht kritisch sieht) zeigt Ludwig erstaunliche Wissenslücken bei seinem eigenen Fachgebiet.

Zu den ominösen „unterschiedlichen empirischen Studien“ fällt mir nur das Winston Churchill zugeschriebene Zitat ein: „Ich glaube nur Statistiken, die ich selbst gefälscht habe“. Ich komme später noch einmal darauf zurück.

Aha, die Studien zu seinem ureigenen Fachgebiet kennt er also gar nicht? Oder interessiert er sich einfach nicht dafür? Und dann noch den falschen Churchill-Spruch … Argumente lesen sich anders. Mal sehen ob er nochmal darauf zurückkommt. Zuerst aber wirft er den Skeptikern Intoleranz vor und beruft sich dabei auf einen Kommentator bei heute.de. Weder weiß Herr Ludwig wer da kommentiert hat, noch ob diese Person irgendetwas mit der GWUP oder dem hpd zu tun hat – aber diese Kritik am Umgang mit den Fernsehgebühren (auch wenn der Artikel „nur“ online war, der Journalist wurde vom ZDF bezahlt) zeigt natürlich ganz genau … … dass Herr Ludwig es beim Thema Dünnhäutigkeit mit dem aktuellen amerikanischen Präsidenten aufnehmen könnte.

Es folgt eines der liebsten Argumente aller Astrologen:

Was die Astrologie-Kritiker angeht, so bin ich fest davon überzeugt, dass nur eine verschwindend geringe Minderheit unter ihnen sich jemals auf ein persönliches Horoskop eingelassen hat. Das ist das gewichtigste Argument für die Astrologie, die seriöse Astrologie.

Tja hier liegt Herr Ludwig bei mir (und einigen anderen GWUP-Kollegen) vollkommen falsch. Ich zum Beispiel habe etwa zwei Dutzend Horoskope zu meiner echten Geburtszeit gelesen, davor oder danach mit einigen der erstellenden Astrologen gesprochen und mein Fazit ist ein ganz anderes: Genau das, was die Studien eben auch zeigen. Und natürlich darf ich das verbreiten, mache ich ja auch – genau so wie Herr Ludwig für die Astrologie Werbung machen darf, ist es mein Recht darauf hinweisen, was die Wissenschaft über astrologische Behauptungen so herausgefunden hat: Bringt Nix! Bestenfalls unterhaltsam!

Aber natürlich hat Herr Ludwig seine eigenen Beweise:

Insofern beweist sich Astrologie im praktischen Alltag, und ich kann aus meiner eigenen Erfahrung zahllose Menschen nennen, die durch eine astrologische Beratung Orientierung und Perspektive erhalten haben. Das ist der Beweis für die Astrologie, keine fragwürdigen Untersuchungen oder Statistiken.

Nein, das ist kein Beweis für die Astrologie! Das ist vielleicht ein Hinweis darauf, dass Herr Ludwig ein netter, freundlicher und empathischer Mensch ist, als Beleg für die Astrologie (welche eigentlich? Es gibt ja so viele verschiedene „Schulen“ …) taugt das nichts. Aber immerhin schreibt er auch noch folgendes:

Ich kann keinen Skeptiker ernst nehmen, der sich nicht auf die individuelle Deutung seines eigenen Horoskops eingelassen hat. Nur über den Weg kann Sinn und Unsinn der Astrologie erfasst werden.

Dann muss er mich ja jetzt richtig ernst nehmen …

Und dabei stehen die Astrologen ausgesprochen gut da.

Nein, tun sie nicht. Wie stand es so schön zum Jahreswechsel im Spiegel?

Eine historische Studie, 1985 in „Nature“ publiziert, hat zweifelsfrei und unter aktiver Mitwirkung von Astrologen gezeigt, dass Astrologen – entgegen ihren eigenen Vorhersagen – anhand des Geburtsdatums keinerlei über den Zufall hinausgehende valide Aussagen über die Persönlichkeit einer Testperson machen können. Obwohl der Autor Shawn Carlson alle Wünsche von Astrologen hinsichtlich des Studiendesigns und der Auswertung umgesetzt hatte. Natürlich gibt es trotzdem Astrologen, die die Resultate bis heute anzweifeln.

Umgekehrt sind Testpersonen nicht in der Lage, aus einer Reihe von astrologischen Persönlichkeitsprofilen das für sie erstellte herauszufinden. Besonders anschaulich zeigte das der französische Psychologe und Astrologe Michel Gauquelin in den späten Sechzigerjahren: Er schickte an 150 Versuchspersonen ein angeblich persönliches Horoskop und fragte sie, wie sehr der Text auf sie persönlich zutreffe. Über 90 Prozent fanden sich darin wieder. Tatsächlich handelte es sich bei dem Text um ein echtes, von einem Astrologen erstelltes Horoskop – aber das zum Geburtsdatum des französischen Serienmörders Marcel Petiot.

Herr Ludwig kann natürlich jederzeit einen Vorschlag machen, wie man seine Behauptung testen kann …

Und übrigens: Wie ein ernsthafter Dialog zwischen Astrologen und Skeptikern (darunter ehemalige Astrologen) aussieht könnte er hier (über 80 Seiten lang) nachlesen.

 





Die Hamburger Morgenpost und der Wahrsager-König

29 01 2017

Die Hamburger Morgenpost hat auf ihrer Webpräsenz folgende Überschrift zu bieten:

chp_mopo

Es geht um Craig Hamilton-Parker, einen britischen Wahrsager, der 2016 bei einigen Themen richtig gelegen haben soll (Trump, Brexit, Terroranschlag in Nizza – die dazugehörigen Prognosen habe ich leider nicht gefunden),  der aber auch schon in früheren Jahren mit Horrorprognosen aufgefallen ist. So hatte er für 2014 unter anderem vorausgesagt:

  • Syrien wird in 2 Länder aufgeteilt und Assad versteckt sich irgendwo
  • Japan baut ene Atombombe
  • Großbrand in Mexico-City
  • Flutkatastrophe in New Orleans

Die falschen Prognosen (das waren längst nicht alle) werden in der Morgenpost natürlich nicht erwähnt, dafür aber die folgenden fünf Prognosen für 2017. Fangen wir mit Nummer eins an:

Es soll eine Krise in der Euro-Zone geben, nachdem Dänemark und Italien den Verbund verlassen.

Das ist sehr interessant, denn Dänemark gehört zwar zur EU, aber nicht zur Euro-Zone. Nummer zwei ist dann wieder schönstes Katastrophengeraune:

 Ein giftiger Bio-Gas-Angriff soll auf eine Schule in Europa verübt werden.

Die restlichen drei Prognosen kommen mir irgendwie bekannt vor, sie wurden in ähnlicher Form schon Nostradamus in die Schuhe geschoben:

  • Nord- und Südkorea sollen zu einem Land werden und Kim Jung-un gestürzt werden.
  • In den USA sollen bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen.
  • Außerdem sagt Hamilton-Parker einen versuchten Mord-Anschlag auf den Papst im Vatikan voraus.

Schaut man auf die Webseite von Hamilton-Parker findet man noch viel mehr Prognosen, und der Mann reiht sich locker in die lange Liste der Katastrophenprognostiker ein. Hier ein paar seiner weiteren Prognosen für 2017 – und wenn Manches davon irgendwie bekannt scheint, dann liegt das wohl daran, dass die Wahrsager und Hellseher wohl gerne voneinander abschreiben:

  • USA experiences a serious drought during the summer of 2017 while Europe has floods.
  • Large fire at the UK Houses of Parliament
  • New War spills into Afghanistan as revolution erupts in Uzbekistan
  • Ancient Giant Squid makes the news – found frozen in ice.
  • Volcanic eruption in Iceland causes toxic gas cloud over Norway
  • Conflicts between China and USA as satellite computers are hacked.
  • Japan initiates an arms race in the Far East after provocation from China and North Korea.
  • Kim Jong-un will be fall from power later in the year – maybe December 2017 or January 2018
  • Serious threat of escalating conflict between China and India over northern border of Kashmir.
  • Sample of Shakespeare’s bones exhumed and show that he was poisoned. Clues to a new play found in his grave.
  • Terrorists make toxic or biological attack on school in Europe.
  • Alliance between Russia and USA partitions Syria. Syria is left like a wasteland.
  • August 21, 2017 eclipse over America coincides with huge stock market fall and long-term inflation.
  • December 2017 – possibly into mid 2018 – there will be a world-wide flu like epidemic from a strange disease that attacks the immune system and will kill many in the third world.

Immerhin sind prüfbare Prognosen dabei, und netterweise „prüft“ der Mann auch selbst seine Prognosen – bzw. er sucht Belege, dass seine Prognosen irgendwie zutreffend waren. Ein Beispiel für 2017 hat er schon, und zwar bei dieser Prognose:

It could happen in 2017. My feeling is volcanic problems around Italy, around the area of Vesuvius and maybe the Island of Ischia and Naples itself. There’s problems there.

Das Erdbeben in Mittelitalien vom 19. Januar ist zwar kein Vulkanausbruch, aber immerhin … … es war etwas in Italien …

(Hamilton-Parker ist die Nummer 14 der Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2017)





Orakelzooende und ein Treffer des Sportastrologen

8 07 2016

Aus und vorbei, der Orakelzoo schließt auch bei dieser EM ohne dass ein würdiger Nachfolger des legendären Orakelkraken Paul gefunden werden konnte. Vielleicht gibt es in zwei Jahren bei der nächsten WM ja wieder irgendwelche Anwärter, oder die Öffentlichkeit verliert die Lust an diesen Spielchen. Der große Hype um Orakeltiere scheint jedenfalls vorbei zu sein.

Einen Prognosetreffer feiert aktuell in seinem Blog der Sportastrologe, denn er hatte tatsächlich ein Finale Frankreich gegen Portugal (mit Sieg für Frankreich) vorausgesagt und stellt sich folgende rhetorische Frage:

Ich lasse diesen erstaunlichen Tipp einfach mal so stehen und jeder kann sich dann seinen Teil dazu denken. Glück oder Können?

Die Antwort ist einfach, und ergibt sich aus seiner gesamten EM-Prognose, die ich hier gerne nochmal im Detail vorstelle. Dies sollte das Ergebnis der Gruppenphase sein:

end01 end02Sage und schreibe drei Positionen aus der Gruppenphase (Frankreich, Rumänien und Irland) waren richtig vorausgesagt, der Rest schlicht und einfach falsch – wirklich eine sensationelle Prognoseleistung! Drei späteren Gruppensiegern (Ungarn, Italien und Wales) hatte der Sportastrologe gar das sofortige Ausscheiden als Gruppenletzter prophezeit – kann man eigentlich noch weiter daneben liegen?

Die Spiele in der vom Sportastrologen vorausgesagten KO-Runde hatten dann natürlich gar nichts mit der Realität zu tun, obwohl er erstaunlicherweise auch Island erst im Viertelfinale ausscheiden sah: end04 end05Von den acht Viertelfinalisten des Sportastrologen waren drei (Spanien, England und Österreich) zu diesem Zeitpunkt längst zu Hause. Und im Halbfinale hätte Deutschland ja gegen Portugal ausscheiden sollen …

Alles in Allem eine wahre Meisterleistung des Sportastrologen der sein vermeintliches „Können“ mit dem prognostizierten Vorrundenergebnis eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Aber klar, die Prognose für das Finale war richtig, und wenn Frankreich gewinnt, dann gratuliere ich ihm gerne für diesen einen richtigen Tipp. Den fast völlig falschen Rest sollte man aber auch nicht vergessen …








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