Eine Mail vom Webhoster

23 01 2013

Heute habe ich zum ersten Mal eine Nicht-Werbe-Mail von meinem Webhoster bekommen. Und die war gar nicht nett. Mir wurde nämlich angedroht, dass meine Webseite http://www.wahrsagercheck.de gesperrt werden würde, wenn ich nicht bis zum 24. Januar … … aber der Reihe nach:

Da ich meine Webseite http://www.wahrsagercheck.de inzwischen als misslungenen Versuch mit dem Content-Tool joomla betrachten muss (… das liegt nicht an joomla sondern daran, dass ich einfach zu wenig Zeit hatte) habe ich keine Lust diese einem Update zu unterwerfen. Also liess ich sie bis vor Kurzem vor sich hin dümpeln – bis ein Bekannter mir vorschlug doch unter wahrsagercheck.de direkt auf diesen Blog zu verlinken. Da in die alten Seiten sowieso kaum noch jemand reinschaut fand ich die Idee gut und habe das tatsächlich auch so gemacht. Falls jemand die alte Seite vermisst haben sollte – ich hab nichts davon mitgekriegt. Es gab auch keine Beschwerden von irgendwelchen … … bis heute.

Da hat sich nämlich jemand beschwert, dass über die oben genannte Webadresse sein Name zugänglich sei, und der Hoster dies doch bitte unterbinden sollte. Die Begründung:

Eine solche namentliche „Anprangerung“ verstößt regelmäßig gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Genannten. Dies gilt unabhängig davon, ob die dort erhobenen Vorwürfe zutreffen oder nicht.
Wir fordern Sie daher auf, den Zugang zu persönlichkeitsrechtsverletzenden Inhalten über Ihre bei uns registrierten Domains umgehend zu beenden. Hierfür setzten wir Ihnen eine Frist bis

24.012013.

Sofern Sie unserer Aufforderung nicht nachkommen, werden wir Ihre Webseite sperren. Hierzu verweisen wir auf unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und darauf, dass nach deutschem Recht der Host-Provider selbst haftbar gemacht werden kann, wenn er Seiten, deren Inhalte die Rechte Dritter verletzen, nicht umgehend sperrt.

Nun ja, die Adresse des inkrimierten Artikels selbst beginnt mit : https://wahrsagercheck.wordpress.com/2009/10/  und endet mit .com. Der Artikel stammt also aus dem Oktober 2009, und zwar aus der ersten Hälfte. Aber klar, das Ganze ist über meine Webseite zugänglich … … bzw. „war“. Ich habe die Umleitung wieder herausgenommen, so dass man jetzt unter http://www.wahrsagercheck.de wieder die alte Seite sieht.

Ob der Hoster so reagieren muss kann ich nicht einschätzen. Dass ein selbst ernannter Hellseher nach über drei Jahren versucht Kritik an einem Zeitungsartikel über ihn und seine dort zu lesenden Aussagen finde ich durchaus bemerkenswert. Es gibt gerade im Esoterikbereich ganz offensichtlich viel häufiger gekränkte Menschen, die gegen ihre Kritiker am liebsten klagen, als solche die zumindest versuchen ihre Behauptungen zu belegen … … denn nur darum ging es ja damals …





Spam von Frau M.

23 03 2012

Am 14. März hatte ich kurz davon berichtet, dass mich eine gewisse Frau M. allerlei Gesetzesübertretungen bezichtigt weil ich es vor etwa 3 Jahren nicht nur gewagt habe, ihr Angebot zu kritisieren, sondern auch die entsprechenden (von mir kritisierten) Passagen ihrer Webseite wortwörtlich zu zitieren. Inzwischen habe ich schon 5 gleichlautende Mails von ihr bekommen (die letzte heute Nachmittag), und da sie in einer sechsten Mail nochmals betonte, dass ich – nach Meinung ihrer Webseitenagentur – definitiv gegen das Urheberrecht verstoßen habe weil ich sie vor Übernahme der Texte nicht um Erlaubnis gefragt hatte, beschloß ich heute Abend zu handeln.

Ich weiß natürlich, dass ihre Behauptungen völlig aus der Luft gegriffen sind. Natürlich darf ich aus veröffentlichten Werken zitieren. Insbesondere dann, wenn es diesen Texten einer gewissen „Schöpfungshöhe“ mangelt. So darf ich zum Beispiel das auf einer Internetseite veröffentlichte Jahreshoroskop eines Astrologen in voller Länge veröffentlichen und kommentieren (da hatte sich vor Jahren ‚mal einer beschwert und einen Rechtsanwalt auf mich gehetzt …), denn das Jahreshoroskop erfüllt das Kriterium der Schöpfungshöhe eben nicht. Schon gar nicht erfüllt ist dieses Kriterium bei reinen Werbeaussagen …

Aber sei’s drum. Wenn die Frau denn unbedingt möchte, dass ich ihre Zitate aus dem Text entferne, dann mache ich das eben …

… und ersetze die Zitate durch die entsprechenden Screenshots. Das ist – ich habe in dieser Woche zufällig ein paar in diesem Themen versierte Anwälte getroffen – selbstverständlich erlaubt. Außerdem macht das den Artikel bunter, so dass man jetzt die Palmblätter aus Mönchengladbach auch in Farbe genießen kann.








%d Bloggern gefällt das: