Die Quellen zur Prognoserückschau 2011

14 12 2011

Wie in den letzten drei Jahren möchte ich hier die Quellen für die inzwischen veröffentlichte Prognoserückschau der GWUP veröffentlichen (hier der Link zur Pressemeldung) – wie üblich mit der ein oder anderen Anmerkung.

Zum Einstieg hatte ich dieses Mal die 2011 zwei Mal durch die Medien geisternde Weltuntergangsprognose von Harold Camping aufgegriffen. Zu diesem Thema gibt es mehr als genug Quellen, und mancher erinnert sich noch gerne an die im Mai kurzzeitig im Internet kursierenden Rapturebomb-Fotospäße.

Beispiele für die – üblichen – Katastrophenprognosen finden sich in Allgeiers Astrologisches Jahresbuch 2011 zu hauf. Im Internet gibt (oder gab) es die Seiten von

Das sind natürlich nicht die einzigen, aber ich habe dieses Jahr einfach gelost welche Katastrophenpropheten ich nennen werde …

Christa Heidecke’s Auslassungen zu Fukushima waren in ihrem Blog zu finden. Nachdem sie im „Horoskop der Katastrophe“ keine Hinweise auf die selbe finden konnte nahm sie einfach ein paar andere Horoskope – bis die Sterne zur Katastrophe passten. Lächerlicher geht’s kaum.

Das hanebüchene Gelaber von Frank Felber zur Voraussagbarkeit von Erdbeben (… und warum er selbst das nicht tut!) ist zu Beginn dieses Interviews (mit dem Deutschen Anleger Fernsehen) zu hören. Kritische Rückfragen der „Redakteurin“? Fehlanzeige!

Für die Promiprognosen habe ich

zitiert. Über Winfried Noé hatte ich bereits im April etwas geschrieben. Auch andere Skeptiker hatten sich des Themas angenommen und entsprechend kommentiert. Der – wenig erstaunliche – Westerwelle-Treffer war bei Aylin Bulanik zu lesen und sorgte bei Mona Stein für ein wenig Medienpräsenz. Die Zahl der politischen Kommentatoren die damals Ähnliches prophezeiten dürfte wesentlich höher sein.

Die  Suche nach einem Nachfolger des WM-Orakels Paul hatte ich während der FrauenFußballWM begleitet, dort gibt es auch Links zu einigen Originalseiten. Das Rugby-WM-Orakel „Sonny Wool“ hat eine eigene Webseite und ist sogar auf  facebook vertreten. Die Information über die Trefferquote fand sich bei Wikipedia.

Frau Treppners Fußballprognosen stammen aus zwei ihrer Interviews mit dem Deutschen Anleger Fernsehen (7.12.2010 und 13.9.2011) und der Sonntagnächtlichen Show „Zeigler’s wunderbare Welt des Fußballs“ (leider ist die  Sendung vom 12.12.2010nicht mehr online verfügbar). Beim DAF hat sie auch die inkriminierte Börsenprognose abgesondert (7.7.2011). Vorsicht! Diese Interviews sind keine Realsatire, die Frau meint das wirklich ernst!

Frank Felber äußerte sich ebenfalls in Interviews mit dem DAF. Der Mann kennt – im Gegensatz zu Frau Treppner – die börsenüblichen Fachtermini nicht nur, er scheint sie auch richtig anzuwenden. Die Terminierung der Spanienpleite findet sich zu Beginn dieses Interviews.  Die 8000er-Riesen-Rallye im DAX entstammt  diesem Interview vom 7.12.2010 und enthält dazu noch hemmungloses Astrogeschwurbel ohne jeden Sinn. Am 17. Oktober und 17. November dieses Jahres schwenkte er auf einen DAX-Einbruch ab dem 25. November um und nannte 4000 bis 4500 Punkte.

Am Ende noch eine Erwähnung von Palmblattleser Thomas Ritter. Seine Zeitreisenprognose für 2012 ist herzallerliebst. Nicht kommentieren möchte ich seine Prognose, dass bei öffentlichen Unruhen in Rom der Papst erst fliehen können und dann doch gemeuchelt werden soll. Wie war das doch bei Nikki Pezaro mit ihrer World Prediction Nr. 14? Für „The world’s first brain transplant“ ist Ritter auch ein guter Kandidat, denn in Punkto Intelligenz kann er damit nur gewinnen.





Am Mittwoch soll die Erde beben …

25 09 2011

… und zwar in Neuseeland, genauer in Christchurch. Herausgefunden haben will das eine gewisse Kathy Robinson, der das genaue Datum, also der 28. September, von einer dünnen Stimme eingeflüstert wurde. Die Stimme war natürlich die ihres Gottes, und der scheint sich öfter mit ihr zu unterhalten, sogar während profaner Alltagstätigkeiten:

Then a few days later, while I was doing the ironing and talking to the Lord He spoke to me that there would be water and drownings.

Ob das jetzt auf einen Tsunami hindeuten soll? Die Voraussage scheint zumindest unter dortigen Hardcorechristen so weit zu zirkulieren, dass sich ein Pastor aus Christchurch zu einer Antwort genötigt sah. Seine Ablehnung dieser Prophezeiung begründet er auf vier Seiten unter anderem so:

It is very unusual for God to give a specific date or time in a prophecy.

Äh, ja – einfach zu schreiben, dass diese Kathy R. offensichtlich einen an der Klatsche hat wäre zu einfach gewesen.





Drei Siege, drei Unentschieden und drei -ste Ausreden

12 09 2011

Es kommt ja selten vor, dass AstrologINNen sich zu halbwegs exakten Prognosen versteigen, aber heute ist es tatsächlich passiert. Iris Treppner, (laut Bild) blondbezopfte Oberschwurbelfee mit Prozentrechenschwäche und Fußballfaible (Mönchengladbach ist übrigens nicht abgestiegen, Frau Treppner!) durfte ‚mal wieder im Deutschen Anleger Fernsehen bei der einschlägig vorbelasteten Frau Thonak ein Interview geben.

Frau Treppner, die es auch bei der Atomkatastrophe von Fukushima schaffte sinnloses Fußballblabla unterzubringen, weiß es dieses Mal wirklich ganz genau:

… so wie es aussieht werden sie wohl am Dienstag gleich gegen Arsenal gewinnen … (0:22)

… insgesamt, im Verlauf der Vorrunde mit drei Siegen und drei Unentschieden (0:27)

So genau waren ihre Prognosen selten, aber was war mit ihrer Dezemberprognose? Da hatte sie ja aus den Sternen gelesen, dass Dortmund eben nicht Meister werden wird … … überraschenderweise wagt Frau Thonak dieses Mal eine wirklich kritische Frage:

C. Thonak: Sie hatten ‚mal angesprochen, dass Jürgen Klopp als Trainer nicht so richtig zu Dortmund passt. Hat sich das mittlerweile geändert?

Iris Treppner antwortet:

Also diese Erkenntnis hatte ich ja vor allen Dingen an der Aktie fest gemacht, und nicht am Verein, das ist Unterschied. Und der Verein und Jürgen Klopp haben zusammen eine Negativkonstellation, das hat sich nicht geändert. Ich hab‘ auch an der Aktie einen Erfolg oder Mißerfolg in der Meisterschaft zum Beispiel festgemacht, denn unlogischerweise ist der BVB Meister geworden und im gleichen Monat ist die Aktie des BVB nach unten gegangen. Diesen Zusammenhang habe ich nicht begriffen, und diesen Zusammenhang werde ich auch nie begreifen.

Ein Blick in den Chart der Aktie zeigt, dass Frau Treppner offensichtlich keine Ahnung hat. Die Aktie lag zwischen Ende 2008 und Ende 2010 immer so zwischen 1,00 und 1,20 Euro, jetzt aber bei über 2 Euro – und vorher gab es auch einiges an Bewegung (2006 lag der Kurs ebenfalls über 2 Euro). Der Standard-DAX-Anleger wäre über eine solche Performance wohl doch eher begeistert gewesen. Und wenn sie den Vergleich zwischen Jürgen Klopp und Verein nicht gemacht haben will (sagt sie bei 1:44), warum hat sie dann im Dezember vollmundig Schwachsinn herausposaunt? Damals gab sie sich recht sicher, aber bei Astrologen soind solch dreiste Ausreden durchaus üblich. Dann rät sie den Dortmundern noch, sich beim Verkauf von Fanartikeln am FC St. Pauli zu orientieren, insbesondere am „inoffiziellen Bereich“, den sie damals auch angesprochen haben will. Ob sie damit diese beiden Zitate aus dem Dezemberinterview meint?

Würden die mit Artikeln aus der Sexbranche Geld verdienen wollen, damit hätten sie Erfolg! (2:48)

Sexy Trainer oder sexy Unterwäsche, damit hätten sie Erfolg. (3:03)

Am Ende spekuliert Frau Treppner noch über den Jungstar Mario Götze und will genau wissen, dass dieser in 2 Jahren seinen Verein wechseln wird – bzw., sollte er das schon vorher tun, dann dann eben nochmal.

Der bekannte Spruch über den Herrn, der Hirn herunterwerfen soll, dürfte bei Frau Treppner schon lange sinnlos sein – ob es an den blonden Zöpfen liegt, dass sie gegen Denken immun scheint, darüber möchte ich nicht spekulieren. Das Deutsche Anleger Fernsehen möchte sich aber offensichtlich weiter mit solchen Schwachsinnsinterviews lächerlich machen …





Meine börsenastrologischen Lieblinge …

7 08 2011

… lagen angesichts der aktuellen Turbulenzen auf dem weltweiten Börsenparkett so weit daneben, dass man fast schon Mitleid kriegen könnte. So sieht zum Beispiel ganz aktuell die Auswertung des seit vielen Jahren laufenden „Experiments“ des Astrologen Karsten Kröncke aus, der für jeden Handelstag aus den Sternen vorab ermittelt ob der DAX steigen oder fallen wird (auf dem Link ganz unten auf EXPERIMENT Tagesprognosen für DAX klicken, der Rest ist ein lahmer Aufguss seiner alten Grobprognosen):

Immerhin gibt er ehrlich seine früheren Trefferquoten an  (das war nicht immer so), so dass sich die Leser ihren Teil denken können: Mit einem Münzwurf fährt man bei einem Prognoseexperiment dieser Art ebenso gut.

Bei Iris Treppner ist man Fehlprognosen ja gewohnt. Anfang Juli prophezeite sie einen 3-monatigen Aufwärtstrend für den DAX und sah den Index bei 8000 Punkten (… und den Dow Jones zum Jahresende bei 14000). OK, das kann ja theoretisch noch kommen – aber nachdem sie sich beim Erdbeben in Japan damit rausgeredet hat, dass sie das Beben vorher deswegen nicht gesehen hat, weil sie den NIKKEI nicht betrachtet, zieht eine solch fadenscheinige Ausrede jetzt nicht. Ob die Leute vom Deutschen Anleger Fernsehen jetzt endlich aufhören, dieser Dame regelmäßig Werbezeit einzuräumen?

Dank an Bernd Harder, der im GWUP-Blog auf die „Zürich-Axiome“ (“Die wahren Gesetze der Geldanlage”) von Max Gunther hinwies, die auch explizit einen Abschnitt zum Thema Übersinnliches beinhalten. Den dort zu findenden Sätzen zur Börsenastrologie ist eigentlich nichts hinzuzufügen:

Dazu meint das Traders Journal:

Gunthers sinnvoller Rat: Schauen Sie sich die ganzen Astrologen, Tarotkartenleger, Gurus etc. an – sind diese Leute reich? Oder jedenfalls deutlich wohlhabender als der Durchschnitt?

Natürlich nicht. Wenn es um Geld geht, tappen sie genauso im Dunkeln wie andere.

Die Verfechter der mystischen Lehren wissen natürlich immer wieder blendende Beispiele ihrer „Erfolge“ zu nennen, ohne die zahllosen Reinfälle zu erwähnen. Das beweist nichts, außer dass jeder mal richtig liegt.”





Krake oder Elefant: 2 Kandidatinnen für Pauls Nachfolge (Update)

1 07 2011

Im Orakelwettbewerb der acht SeaLife-Kraken steht nach dem Sieg der deutschen Fußballdamen gegen Nigeria nur noch Ophira aus Berlin auf der Liste der Oktopoden, die wirklich in Paul’s FußTentakelstapfen treten können. Sie hat es als einzige geschafft, zwei Mal den richtigen Spielausgang vorauszusagen – um als legitime Nachfolgerin Pauls zu gelten fehlen zwar noch ein paar richtige Tipps, aber der Rest der SeaLife-Konkurrenz hat ja noch nicht einmal diese beiden Treffer erzielt. Man kann darüber streiten, ob man den drei Kraken, die immerhin ein Mal richtig lagen, noch eine Chance geben mag – immerhin war die Wahrscheinlichkeit eines Treffers bei diesen Prognosen eine etwas andere (irgendwie können ja auch Unentschieden vorausgesagt werden), so dass die Wahrscheinlichkeit für 2 Treffer in Folge mit 1/9 (gegenüber 1/4) doch weit geringer war als bei Paul.

Im Rennen um den Titel des erfolgreichsten Frauen-WM-Prognosetieres hat sich inzwischen eine weitere Kandidatin aufgedrängt: Nelly, die kickende Elefantendame aus dem Serengetipark Hodenhagen hat den deutschen Kickerinnen schon zwei Mal vorgemacht wie’s geht und  einen Ball in das mit der Fahne der jeweils anderen Mannschaft geschmückten Tores geschossen. Ob sie nächsten Dienstag das Tor mit der Trikolore trifft?

Update 5.7.:

Nach dem Sieg der deutschen Kickerinnen gegen Frankreich bleiben Ophira und Nelly weiterhin fehlerfrei bei ihren Prognosen. Überraschend auch, dass die Tipps der 8 SeaLife-Prognosekraken dieses Mal weit weniger „gestreut“ haben als bei den beiden vorherigen Spielen. 5 mal wurde auf Deutschland und 3 mal auf Unentschieden getippt – ob das jetzt wirklich reiner Zufall war? Oder haben die SeaLife-Leute da ein wenig nachgeholfen? Oder liegt es vielleicht  daran, dass die Kraken durch die regelmäßigen Prognoseübungen besser werden? Gilt Lezteres, dann müsste das ja bei den nächsten Spielen leicht zu erkennen sein.





Acht Kandidaten: SeaLife sucht das neue Krakenorakel

24 06 2011

Nach dem großen Erfolg der Oberhausener Wahrsagerkrake Paul bei der Männerfußball-WM im letzten Jahr (8 Prognosen – 8 Treffer) versuchen die hiesigen SeaLife-Aquarien auch bei der Frauenfußball-WM mit ihren Tieren die Medien zu interessieren. Versuchten es einzelne Dependancen im letzten Jahr noch mit anderen Tieren – z.B. Seepferdchen oder Langusten –  setzen die SeaLife-Werbestrategen in diesem Jahr voll auf die achtarmigen Meeresbewohner. Lola, Otti, Ophira, Sammy, Uli, Stöpsel, Paul (natürlich der II., das Original ist im Oktober letzten Jahres verstorbenen) und Paula heißen laut dieser Meldung die Kandidaten für die Nachfolge der inzwischen sogar mit einem eigenen Denkmal geehrten Orakellegende aus Oberhausen.

Ich sage schon mal voraus, dass sich die mediale Begeisterung für das Orakelteam auf keinen Fall in Paulschen Dimensionen bewegen wird und dass – auch wenn die ein oder andere Krake mehrfach richtig liegt – kaum Kamerateams aus der ganzen Welt vor irgend ein Aquarium pilgern um zu beobachten aus welchem Näpfchen das jeweilige Tier sein Leckerchen holt. Bei 8 Kandidaten ist es übrigens nicht unwahrscheinlich, dass mindestens ein Tier die 3 Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft richtig voraussagt – soweit es kein Unentschieden gibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgend ein Oktopus bei allen drei Spielen richtig liegt beträgt knapp 40%, für zwei immerhin noch 20% (dafür, dass kein einziger Oktopus bei allen drei Spielen richtig liegt beträgt die Wahrscheinlichkeit ca. 35%).

Jetzt heißt es erstmal abwarten. Zum einen werden  in den nächsten Stunden die ersten Prognosen auf der SeaLife-Seite veröffentlicht und zum anderen könnten ja auch – wie im letzten Jahr – noch weitere Tierorakel auftauchen. Ob der Tierpark in Chemnitz wieder mitspielt? Oder 1Live mit einem Prognosehamster? Nur die Astrologen und Wahrsager scheinen sich nicht für das Thema zu interessieren – irgendwelche Prognosen habe ich von dieser Seite jedenfalls noch nicht gefunden.

Update:

Die Orakelkraken scheinen seit Paul ein wenig Wahrscheinlichkeitsrechnung gelernt zu haben. 3 mal Sieg für unsere Mädels, 3 mal Unentschieden und 2 mal Sieg für Kanada – sieht verdächtig nach Würfeln aus …





Superterroranschlagsprognose: 26. Juni, 19:00 Uhr, Berlin (Frauenfußball-WM!)

7 06 2011

Genaue, und damit leicht prüfbare, Prognosen sind selten in der Welt der Astrologen, Wahrsager und Hellseher. Nur bei den Weltuntergängen werden – wie erst kürzlich – immer mal wieder genaue Daten genannt. In dieser Hinsicht hatten schon die – natürlich falschen – Terrorprognosen meines Lieblingspalmblattschwaflers (hier oder da) Seltenheitswert, denn sie nannten Orte und zumindest die Kalenderwoche der zu befürchtenden Anschläge. Von ganz anderer, noch viel besserer „Qualität“ ist die Prognose, die sich vor ein paar Tagen auf der Seite extremnews finden liess. Garniert mit einem halbstündigen YouTube-Video führt wildwüste Zahlenmystik in den ersten 6-7 Minuten zu einem Anschlagstermin am 26.6.2011, 19:00 Uhr. Dass danach auch noch die Simpsons (so ab ca. 8:30 min) als Belege für dieses Datum herhalten ist nur der Anfang eines lächerlichen Sammelsuriums von Filmausschnitten, das irgendwie interpretiert als eine Art Prognose durchgehen soll:

Demnach könnte, wenn die Aussagen des Videos richtig interpretiert sind und tatsächlich Hinweise in eben diesen Hollywoodproduktionen versteckt worden sind, am 26.6.2011 ein Terroranschlag gigantischen Ausmaßes in Berlin das Eröffnungsspiel der Frauen-Fußball-WM zum Ziel haben. Dieser könnte die Anschläge des 11. September 2001 noch übertreffen und sogar durch eine Atombombe ausgelöst werden.

Tja, wenn! Und eine Person scheint ja mindestens darauf hereingefallen zu sein. Ein Rechtsanwalt aus Essen hat wegen diesem Terrorgeblubber eine einstweilige Verfügung beantragt:

In der außerordentlich umfassenden Antragsschrift [Anm.: fast 40MB, 409 Seiten] des Rechtsanwaltes Torsten van Geest sind die meisten Indizien aufgeführt. Diese als Ganzes betrachtet ergeben ein äußerst erschreckendes Bild. Laut van Geest scheint ein sogenannter staatsterroristischer „Anschlag unter falscher Flagge“ („false flag operation“) das Olympiastadion in Berlin am 26.06.2011 zum Ziel zu haben. Die Planung gehe wahrscheinlich von ausländischen Geheimdiensten aus, um „diesen Anschlag als weiteren Akt islamistischen Terrors darzustellen und auf diese Weise in den Bevölkerungen der von dem Anschlag betroffenen Nationen die Akzeptanz weiterer Maßnahmen im internationalen Krieg gegen den Terror („war on terror“) herbeizuführen“.

Wer sich von der Größe der pdf-Datei nicht abschrecken lässt erhält übrigens einen hervorragenden Überblick über die abgedrehtesten Verschwörungstheorien der Szene. Und das Schöne daran ist, wenn an diesem Tag nichts passiert, dann war das mit Sicherheit auf die Intervention dieses Rechtsanwalts zurückzuführen. Dieser fordert nämlich die Behörden auf, rechtzeitig zu intervenieren, damit es eben nicht passiert … … nur war dann die „Prognose“ falsch und die ganze Rechnerei umsonst.








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