Die Prognoserückschau 2013 – mit Quellen und Kommentaren

12 12 2013

Wie in den Vorjahren auch werde ich hier die Quellen zur Prognoserückschau offen legen und auch den ein oder anderen Kommentar loswerden.

2013 war zumindest für mich ein schlechtes Prognosenjahr. Irgendwie fehlten die knalligen Nonsensprognosen, so dass die Gammablitze von Rosalinde Haller und – wie so oft – eine völlig schräge Prognose von Nikki Pezaro in die Überschrift drängten:

Gammablitze fielen aus und Audrey bleibt verschollen

Stromausfälle durch Gammablitze und Sonneneruptionen sowie die Entdeckung einer Pflanze, die wie „Audrey“ in dem Kino- und Musicalklassiker „Der kleine Horrorladen“ ganze Menschen verspeisen kann – wenn die Hellseherinnen Rosalinde Haller und Nikki Pezaro mit diesen Voraussagen für 2013 richtig gelegen hätten, wäre dies der Öffentlichkeit kaum verborgen geblieben. Aber wie in den Vorjahren lagen Hellseher, Wahrsager und Astrologen mit ihren Prognosen auch 2013 überwiegend daneben.

 Die Quellen für diese beiden Prognosen hatte ich schon hier und hier verlinkt.

Die jährliche Auswertung esoterischer Zukunftsprognosen durch die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) zeigte auch 2013, dass Astrologen, Hellsehern und Wahrsagern keineswegs in die Zukunft sehen können – mit ihren Prognosen versagten sie auch 2013 auf ganzer Linie. Daran können auch einzelne Treffer nichts ändern. So hatte die Wiener Hellseherin Rosalinde Haller tatsächlich vorhergesehen, dass sich der ägyptische Präsident Mursi nicht halten können würde – für den Mainzer Mathematiker Michael Kunkel, der seit Jahren diese Prognosen auswertet, ein reiner Glückstreffer: „Wenn man – wie Frau Haller – sehr viele Prognosen formuliert, dann sind einzelne Treffer praktisch unvermeidlich. Ansonsten lag Frau Haller mit ihrem Sammelsurium an Katastrophenprognosen durchweg daneben.“ So hatte sie neben den erwähnten Stromausfällen auch einen 2. Atom-Unfall in Japan oder einen Vulkanausbruch in den USA vorhergesehen.

 Zu Frau Haller verweise ich wieder auf obigen Link.

Katastrophen aller Art sind sowieso das Lieblingsthema aller Prognostiker. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Stürme, verheerende Waldbrände, Tsunamis, Terroranschläge und nukleare Unfälle – auch in den Prognosen von Christiane Durer, Elizabeth Teissier, Christine Schoppa, Kurt Allgeier und Nikki Pezaro blieben solche Szenarien nicht unerwähnt. Allerdings fehlten jeweils genaue Hinweise, wann und wo die jeweilige Katastrophe hätte eintreffen sollen, die Prognosen sind damit wertlos. „Wenn tatsächlich genauere Daten genannt werden, dann erweisen sich diese als falsch“ erläutert Kunkel und verweist darauf, dass zum Beispiel Nikki Pezaro für 2013 Terroranschläge in New York, Washington, London und Frankfurt vorausgesagt hatte.

In die Liste der Katastrophenpropheten hätte ich noch mehr namen aufnehmen können, aber ich denke diese kleine Auswahl reicht. Die Damen Durer, Teissier und Pezaro hatte ich ja mit einem Artikel geehrt, Herr Allgeier und Frau Schoppa durften sich hier äußern …

Dabei gab es 2013 zwei Ereignisse, deren Voraussage sogar einen Skeptiker wie Kunkel zumindest verblüfft hätte. Aber weder der Rücktritt des Papstes noch der spektakuläre Meteoritenabsturz bei Tcheljabinsk fand sich in den Prognosen der Auguren wieder. Zwar raunte die bereits erwähnte Katastrophenprognostikerin Christiane Durer von Gefahren aus dem All (Weltraumschrott oder ein Meteorit), terminierte dies aber auf einen Zeitraum zwischen dem 28. Dezember 2013 und dem 4. Januar 2014 und wollte auch nicht verraten, wo dies denn stattfinden sollte.

Die übliche Frage, was denn Besonderes die Auguren nicht vorausgesagt haben, habe ich dieses Mal gleich in die Pressemeldung gepackt. Der Papstrücktritt wäre eine Prognose gewesen, die ich immerhin bemerkenswert gefunden hätte  -wenn sie denn irgendwo aufgetaucht wäre. Bei dem Meteoriten von Tcheljabinsk wäre ich über eine halbwegs genaue Zeit- und Ortsangabe (z.B. Frühjahr in Russland) schon zufrieden gewesen. Frau Durer (hier die Quelle) hat zwar eine (falsche) Zeitangabe geliefert, war sich aber ansonsten auch offensichtlich unsicher, denn Weltraumschrott unterscheidet sich von einem Meteoriten ja doch ein wenig (… und das hatte sie nicht ausgeschlossen).

Mit der Deutung der Sterne scheiterten auch der Wiener Astrologe Manfred Zimmel und sein Kollege Karsten F. Kröncke bei Prognosen zur Zukunft der Aktienmärkte. Während Krönckes Trefferquote bei der monatlichen Voraussage des Steigens bzw. Fallens wichtiger Börsenindizes problemlos durch einen einfachen Münzwurf hätte erzielt werden können, lag Zimmel mit seiner Crashprognose vollständig daneben. Er hatte für die Jahresmitte 2013 einen Börsencrash mit folgender Depression wie in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts prognostiziert – ein Horrorszenario, das glücklicherweise ausblieb. Rosalinde Haller sagte für 2013 sowohl Inflation als auch Deflation voraus – Szenarien, die sich definitiv gegenseitig ausschließen.

Die astrologischen Börsenprognosen waren in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen, deswegen in diesem Jahr ein wenig mehr dazu. Herr Zimmel hat sich ja mit seiner Prognose völlig blamiert, die Katastrophe blieb aus. Herr Kröncke ist immerhin so ehrlich, dass er seine Treffer und Nieten auf seiner Webseite ordentlich dokumentiert.

Das erste rein deutsche Champions-League-Finale sorgte zumindest einige Tage lang für ein tierisches Orakelspektakel. Unter den Orakeltieren – normalerweise nur zu fußballerischen Großereignissen im Einsatz – gab es bei der Voraussage nur eines einzigen Ergebnisses gleich mehrere „Sieger“. Allerdings hatte die Mehrheit der tierischen Zufallsgeneratoren mit einem Sieg der Dortmunder gerechnet und befand sich somit in guter Gesellschaft: Mit Thomas Georgiev, Christian Kraut und Sally Kirkman lagen auch alle drei zu diesem Thema überprüften Astrologen mit ihren Voraussagen daneben. Ob bei der Fußball-WM in Brasilien wieder ein Orakelzoo im Einsatz sein wird, bleibt abzuwarten. Fußballfans hierzulande werden jedoch gerne lesen, dass ausgerechnet eine brasilianische Wahrsagerin der Löw-Truppe bereits vor einigen Tagen den Titel vorhergesagt hat. Ob hiesige Hellseher und Astrologen sich zu ähnlich mutigen Prognosen hinreißen lassen?

Mein Orakeltierartikel mit Astrologenbeteiligung zum Champions-League-Finale musste natürlich auch noch verbraten werden – und der prognostizierte deutsche Titelgewinn bei der Fußball-WM in Brasilien …

Auch mit ihren Prognosen zur Bundestagswahl hat sich die Augurenzunft weitgehend blamiert. Müssten die Sterne nicht allen Astrologen das gleiche Ergebnis anzeigen? Immerhin waren sich die Astrologen und Hellseher im Jahr 2013 weitgehend einig, dass Angela Merkel Kanzlerin bleiben würde, und auch eine große Koalition wurde nicht ausgeschlossen. Das war 2011 noch anders, denn damals hatte der Astrologe Manfred Gregor noch eine „Kanzlerinnendämmerung“ für die Wahl 2013 aus den Sternen gelesen. Die Prognose im  Online-Astrologie-Journal „Loop“, sah die FDP im Bundestag (falsch) aber nicht mehr in der Regierung (richtig) sowie ein überraschend gutes Ergebnis der Linkspartei (ob das bei -3,3% als Treffer zu werten ist?)[IH1] . Auch die guten Chancen der Grünen auf 15% der Stimmen (Christiane Durer) dürfte man ebenso zu den Prognosenieten zählen wie die Aussage der Astrologin Ruth Brummund, die eine Fortsetzung der früheren Regierungskoalition aus den Sternen las. Ihr Kollege Wolfgang Held schaffte es in einer fast 90-minütigen Internet-Radiosendung zur Bundestagswahl wortreich jede Art einer auch nur halbwegs prüfbaren Prognose zu vermeiden – so kann er zwar nicht daneben liegen, aber auch keinen Prognosetreffer verbuchen. Nicht unerwähnt soll auch die Astrologin Karin Mayer bleiben, deren Wahlprognose tatsächlich weitgehend richtig war – allerdings war eine solche Prognose kurz vor dem Wahltermin angesichts der veröffentlichten Meinungsumfragen nicht so unwahrscheinlich und nicht wenige politische Kommentatoren hatten auch ohne astrologische Analyse Ähnliches erwartet.

Zur Bundestagswahl hatte ich seinerzeit auch schon die Prognosen zusammengefasst

Für 2014 erwartet Kunkel die üblichen Warnungen vor Börsen- und Naturkatastrophen sowie die ein oder andere Prognose zur Fußball-WM. Allerdings nur dann, wenn die Voraussage eines Herrn Wagner nicht doch noch zutreffen sollte. Dieser erwartet für den ersten Weihnachtsfeiertag eine Kollision zwischen Jupiter und einem schwarzen Loch, durch das in der Folge der Jupitermond Europa auf die Erde zurasen und gigantische Erdbeben verursachen soll. Kunkel beruhigt: „Noch nie hat eines der Jahr für Jahr vorausgesagten Weltuntergangsszenarien stattgefunden. Ich sage voraus, dass die Erde auch von diesem Horrorszenario verschont bleiben und das Jahr 2014 nach ausgiebigen Silvesterfeiern mit dem Neujahrstag beginnen wird.“

Bleibt noch Herr Wagner, der seine Katastrophenprognose tatsächlich unter anderem damit begründet, dass seine Teilnehmernummer bei Bohlen’s Supertalentshow exakt gleich der Gewinnlosnummer bei der spanischen Weihnachtslotterie „El Gordo“ war … … über den Rest der „Begründungen“ schweige ich jetzt lieber ‚mal.





Weltuntergangsupdate

7 11 2013

Am letzten Dienstag, also am 5. November, war mal wieder Weltuntergang und niemand hat’s gemerkt. OK, ich gebe zu, dass das nur den Leuten aufgefallen sein könnte, die für den für das letzten Jahr angekündigten Maya-Kalender-Weltuntergang eine kleine App namens WeltuntergangsCountdown heruntergeladen hatten. Diese lieferte im letzten Jahr auch pünktlich ein kleines Katastrophenvideo mit explodierender Erde – und startete dann einen neuen Countdown, der eben in dieser Woche endete. Woher dieses Datum kam war mir schon im letzten Dezember unklar, und ob auch dieses Mal wieder das kleine Katastrophenvideo lief weiß ich auch nicht, weil ich den Termin doch glatt verpaßt habe. Aber egal, war ja eh nichts.

Für die nahe Zukunft haben einige Verstörte aber schon mal mit neuen Weltuntergängen nachgelegt. Denn natürlich wird das für Anfang Dezember zu erwartende Himmelsspektakel keinesfalls von einem Kometen namens ISON veranstaltet werden! Es wäre doch wirklich viel zu einfach, wenn mal wieder ein Komet sichtbar wäre, nein, es handelt sich (wieder einmal) um den legendären Planeten Nibiru (… oder vielleicht doch ein Raumschiff?), das dann … … klar! Weltuntergang!

Falls das doch ein Komet sein sollte, dann sieht diese Webseite noch die Gefahr einer Kollission zwischen Jupiter und einem schwarzen Loch, in deren Folge dann auch unser unscheinbarer Planet … … klar! Weltuntergang! Und das noch an Weihnachten, aber immerhin, das soll am 25.12 stattfinden, also nach der Bescherung! Über die physikalischen Wahrscheinlichkeiten solcher Prognosen wollen wir dann lieber doch nicht nachdenken.

Falls wir auch das überstehen gibt es den nächsten Weltuntergang im Juni 2014, zumindest nach dieser Meldung. Jetzt soll also eine ominöse Weltraumwolke die Erde zerstören. Echte Astronomen dürften angesichts solcher Unsinnsmeldungen die wenigen noch vorhandenen Haare raufen, denn solch lächerlichen Nonsens zu kommentieren lohnt einerseits nicht, andererseits gibt man dadurch den abgehobenen Wissenschaftler, der den Unwissenden seine Erkenntnisse vorenthält. OK, ich bin zwar kein Astronom, aber dieser ganze Quatsch ist schlicht und einfach – nun ja – Quatsch, Unsinn, Schwachsinn …

Falls sich jemand tatsächlich wegen dieser neuen Weltuntergänge ängstigen sollte – immer daran denken, dass bisher restlos alle Weltuntergänge ausgefallen sind. Und auch die oben beschriebene App zum Weltuntergangscountdown kann zumindest die ärgsten Ängste ein wenig kurieren. Aktuell läuft der Countdown nämlich noch bis zum 25. Juni 2017 – und dann darf man sich gerne an den 5. November 2013 erinnern, denn da lag die App ja auch falsch.





Astrologie und Bundestagswahl: Wen wählen die Sterne?

21 09 2013

Gar nicht, muss man sagen, denn „die Sterne“ sind bekanntlich nicht wahlberechtigt. Aber manche Astrologen schauen eben gerne einmal in ihre bunten Horoskopbildchen und versuchen  Aussagen über die Zukunft zu treffen. Bundestagswahlen sind da ein dankbares Prognoseziel, weil es in der Regel nicht allzu viele mögliche Ergebnisse gibt, wenn man eher allgemein die zukünftige Kanzlerschaft oder die Regierungskoalition im Voraus prognostiziert. Und wenn’s dann gestimmt hat, dann kann man brav die Astrologie an sich und die eigene Deutungskunst im Besonderen loben. Wenn nicht findet man in der Standardausrede „die Sterne zwingen nicht …“ oder im Eingeständnis der eigenen, unzureichenden Deutung (etwa so: „… hatte ich den fördernden / negativen Einfluß des Planeten Bethselamin doch etwas unterschätzt, und die eindeutige Wirkung des kommenden Transits von Golgafrincham über die Radixsonne in gradgenauer Opposition zu Oglarun übersehen … „) eine vom gläubigen Publikum gerne angenommene Ausrede. Aber nun los, die vermeintlichen Prognosen wollen protokolliert werden …

Ohne Namen im Impressum schrieb eine Astrologin am 11. Januar 2013 hier über das Wahljahr in Deutschland. Eine echte Prognose ist das allerdings nicht, denn die Angabe eines astrologischen „Siegers“ findet der Leser nicht. Und auch das zwei Tage zuvor gepostete Steinbrück-Horoskop hat außer vielen Allgemeinplätzen nichts zu bieten. OK, Steinbrück soll wohl nicht Kanzler werden, aber das ist auch wieder in einen wunderschönen Konjunktiv mit ganz breiter Hintertür verpackt:

Transit-Jupiter steht in Opposition zu Sonne/Mars/Merkur. Große Worte werden vor der Wahl immer gemacht. Transit-Uranus bildet ein Quadrat zu Merkur. Der Kopf ist voller Ideen, Reform- und Verbesserungsvorschlägen.  Transit-Mars geht über Radix-Saturn und Pluto. Das feuert noch einmal den Macht- und Führungsanspruch an. Die Angelegenehit könnte allerdings verbissen und frustrierend werden, wenn es für Steinbrück nicht rund läuft.

Tja, aber wie wird es denn nun laufen? Sagen die Sterne denn gar nichts?

[…} die Kanzlerin steht in der Gunst der Öffentlichkeit weit vorn. Sie hat den Ruf,  eine souveräne Führungspersönlichkeit zu sein. Viele Wähler halten sie in Umfragen für eine kompetente und mächtige Politikerin. Dennoch ist die Mehrheit der Wähler mit der gegenwärtigen Regierung unzufrieden und wünscht sich insgeheim – Neptun steht im 12. Haus und bildet ein Sextil zum MC –  wenn es nur irgendwie ginge,  eine andere Konstellation. Schwarz-gelb würden die meisten am liebsten abwählen. Der Sonne-Uranus-Aspekt könnte also für Überraschungen im Polit-Theater gut sein.

Aha! „Überraschungen im Polittheater“! Aber welche? Sagen das die Sterne denn nicht? Wenn sie das nicht können, dann lohnt ein Blick doch gar nicht …

Im Blog „starshoch2“ von Kirsten und Manfred Gregor war bereits am 23.Januar 2011 etwas von einer Merkeldämmerung zu lesen. Damals deuteten die Sterne laut den Autoren auf Folgendes hin:

Wenn wir uns daran erinnern, dass Uranus auch Revolutionen beschreiben kann, dann muss man astrologisch festhalten, dass unsere Bundeskanzlerin ihre Kernaufgabe bisher verfehlt hat. Und genau dies ist der Schwachpunkt für den kommenden Wahltermin 2013. Selbst wenn Angela Merkel nach den Umfragetiefs jetzt wieder an Popularität zulegen kann, gerät sie dennoch 2013 unter massiven saturnalen Druck. Eine ähnliche Konstellation ließ 2005 Gerhard Schröder scheitern. Hinzu kommt – der nicht genutzte – Uranus ins Spiel, der urplötzlich die politische Landschaft in Deutschland verändern und die Machtfestung Angela Merkel erschüttern kann. Ich jedenfalls würde nicht auf eine Wiederwahl wetten.

Soll das heißen, dass Merkel nicht wieder gewählt wird? Irgendwie klingt das so.

Aus dem „Feenstadl“ der Astrologin Karin Mayer habe ich mal ihre Prognose kopiert:

fee01Nun ja, die FDP unter 5%, das ist immerhin eine Prognose, die man prüfen kann, aber insgesamt scheinen die Sterne bei den Umfrageergebnissen der letzten Wochen gespickt zu haben. Ob sie jetzt Schwarz/Rot oder Schwarz/Grün aus den Sternen gelesen hat wird nicht so ganz klar.

Auch in diesem Blog gibt es einen astrologischen Artikel zur Bundestagswahl. Auch hier gibt es mal wieder kein Impressum, aber der erstaunlich kurze Text enthält sogar ein paar Aussagen:

Fazit: Die CDU wird stärkste Partei, muss sich allerdings einen neuen Koalitionspartner suchen.

Nun gut, sonst noch was? Aber ja:

Merkur in der Waage bildet ein Trigon zum Wassermann-Aszendent, damit werden auch neuartige Elemente begünstigt, d.h. ich sehe hier sehr gute Chancen für die AfD in den Bundestag gewählt zu werden.

Gute Chancen? Die Sterne raunen mal wieder sehr undeutlich, aber für den/die Autor/in gilt noch der Satz „Wie gesagt, ein Experiment.„, so dass man natürlich gar nicht falsch liegen kann (siehe oben).

Auch in diesem Text wird die Bundestagswahl erwähnt …

Dies ist auch im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl in Deutschland interessant. Im Neumond-Horoskop für die Zeit vom 5.9. bis 5.10. steht Merkur am MC und hebt u.a. die Bereiche Kommunikation, Vermittlung, Information und Wissen hervor. Hierdurch bekommen z. B. Bildungseinrichtungen, das Internet und vor allem die Medien eine besondere Bedeutung.

… aber inhaltlich ist das ja doch sehr armselig. Das gilt auch für den Text hier, aber das ist kein Wunder, denn es ist genau der selbe Quatsch (hier auch). Immerhin wird die Autorin erwähnt: Mona Riegger!

Eine wenig tiefschürfende Erkenntnis zur Bundestagswahl findet sich auch in diesem Beitrag:

Hinsichtlich der bevorstehenden Bundestagswahl in Deutschland dürfte sich das Streben nach Machterhalt oder Machtwechsel in Form sehr großzügiger Versprechungen zeigen — bekanntlich ist Jupiter beim Verkünden solcher Versprechen aber freigiebiger als bei deren Einhaltung.

Es werden also vor der Wahl Versprechungen gemacht – ob man dafür einen Blick in die Sterne gebraucht hätte?

Warum dieser Text mit „Bundestagswahl“ getaggt ist erschließt sich mir nicht, den das Thema kommt dort überhaupt nur in folgendem Satz vor:

Stress, Anspannung wird von Ende August an spürbarer sein, besonders in dieser Vorzeit der Deutschen Bundestagswahl am 22. September 2013. Ein überaus kritischer Monat für eine Wahl.

Und was bedeutet das jetzt? Egal, immerhin hat der Mann noch lustige physikalische Vergleiche im Text, die ich Niemanden vorenthalten möchte:

Die Gravitation auf dem Saturn ist in etwa 91 mal höher als auf der Erde.

Das bedeutet, an der Oberfläche des Saturns beträgt die Gravitationsbeschleunigung 9,0 m/s2, oder etwa 91,8% des Wertes auf der Erdoberfläche.

Ein Objekt, das 1 kg auf Saturn wiegt, würde 91,80 kg auf der Erde wiegen. Übertragen wir dieses Gewicht auf unseren blauen Planeten z.B auf Fußballschuhe, würde sich hier sicherlich kein Fußballer der Welt mehr vom Fleck bewegen können.

Nun ja, das ist natürlich vollkomener Quatsch. Ein wenig googlen bei der ESA hätte genügt um heraus zu finden, dass z.B. das Gewicht auf Saturn nur 1,13 mal so hoch wäre wie auf der Erde …

In diesem Text auf dem Blog zur Uranischen Astrologie (nach Ruth Brummund) wird ein Horoskop „auf den Wahltag am 22.9.2013 um 19 Uhr in Berlin“ gedeutet. Warum gerade dieser Zeitpunkt gewählt wird bleibt im Dunkeln, aber es gibt immerhin eine Art Prognose:

Die Gegenüberstellung zeigt, dass die kosmischen Tendenzen auf die Fortsetzung dieser Regierung bauen.

Aha, die kosmischen Tendenzen bauen also auf irgend etwas – wissen die eigentlich überhaupt davon?

In diesem wirren, von allerlei – auch bräunlich schimmernden – Verschwörungsgeblubber triefenden Artikel steht auch etwas zur Bundestagswahl:

Zur Bundestagswahl möchte ich nicht viel sagen. Es ist damit zu rechnen, daß traditionell gewählt wird (Stiermond am 22.), und daß das Ergebnis für das Volk frustrierend sein dürfte (Mond Opp. Saturn zulaufend). Innerhalb dieses Systems wird wahrscheinlich keine Partei echte Veränderungen durchbringen (auch nicht die AfD), das sollte klar sein. Außerdem ist das Wahlrecht immer noch ungültig, da hilft es auch nicht, wenn die Regierung mehr Stühle in den Bundestag stellt. Nach reiflicher Überlegung habe ich entschieden, das erste Mal in meinem Leben den Wahlzettel durchzustreichen, und oben drüber „ungültiges Wahlgesetz“ zu schreiben. Ich warte darauf, daß das Volk aufsteht – aber das wird wohl erst nächstes Jahr geschehen. Trotz allem, laßt euch die Freude nicht nehmen, denn sie ist der wahre Grund, hier zu sein!

Hier sieht es also für die AfD schlecht aus  – aber was das mit dem ungültigen Wahlrecht soll erschließt sich wohl nur Hardcore-Verschwörungstheoretikern.

Der Astrologe Werner Held darf unter dem Titel Astropsychologie im Internetradio “Kosmos & Psyche” fast 100 Minuten lang zur Bundestagswahl faseln. Der Anfang ist Slapstick pur („ich hör‘ nix“ – aber der Hörer hört), und danach gibt es wirres Astrogeblubber über vergangene Wahlperioden. Erst nach etwa 53 Minuten gibt es eine Aussage zur aktuellen Bundestagswahl (Transskript):

„… die neuen Bundesländer sind ziemlich stark durch das Wiederverinigungshoroskop vom 3.11.1990 bestimmt und da hätte er [Steinbrück] das ganz gut beerben können. Das hätte ich als Chance gesehen -äh – ergriffen; wir werden sehen, ob die Linken – sozusagen – eine wichtige Rolle spielen, das Horoskop der Linken sieht nämlich ziemlich gut aus für die Wahl, während das Horoskop von Peer Steinbrück für die Wahl wohl nicht ganz so optimal aussieht.“

Nach ungefähr einer Stunde folgt die – überraschende – Prognose, dass Merkel wieder Kanzlerin werden wird. danach wird wild weiter geschwurbelt, denn Held lässt auch unpolitische Profanitäten nicht aus (Transskript):

„… Jupiter ist immer das, wo einem der Kosmos sich zuneigt, wo einen eigentlich alle mögen. Man sieht immer wieder, wenn man zum Beispiel Eurovisionssendungen anschaut, und dann die Länder wo dann die Jupiterlinien sind, dann sieht man ganz genau welches Lied dann auch gewinnt, welches Lied dann von allen gemocht wird, die Jupiterlinien sind dann tatschlich immer die Gewinnereinflüsse …“

OK, Herr Held wird hiermit aufgefordert die nächsten zehn Gewinner des Eurovision Song Contest vorherzusagen – die Jupiterlinie wird sein Astrologieprogramm wohl doch locker liefern können. Nachdem Merkels weitere Kanzlerschaft wortreich – und vollkommen sinnfrei – besprochen wird wendet sich Held der FDP zu. Auch hier weiß er nicht so genau was die Sterne denn jetzt aussagen wollen (Transskript):

„… auf jeden Fall ist es so – die FDP hatte die Uranus-Pluto-Quadratur auf dem Jupiter drauf gehabt und da hat’s dann tatsächlich auch deren Chancen verdunkelt. Da sind sie der Sündenbock geworden. Da haben sie ganz schlechte – da waren sie kurz vor der Auflösung. Das heißt, das könnte vielleicht sein, dass der Jupiter entweder MC-Herrscher ist, also um 12:30 Uhr eben, oder eben vielleicht Aszendentenherrscher ist, weil es so doch deutlich mit der karrieristischen Thematik zu tun hat und der allgemeinen Anerkennung, die die FDP immer hat. Es ist ja die Partei der Industrie und der Wirtschaft und so. Jetzt ist es so, dass Pluto da jetzt in der Halbsumme steht zwischen Mars und Uranus, Mars und Jupiter – das ist wie gesagt eine Facette wo die Krise tatsächlich noch Wirkung haben kann oder tatsächlich noch wieder ein Stückchen Macht verleiht. Leider kann man es nicht 100%ig sagen, wie sich die Planeten zeigen, ich denke, es könnte sein, dass die Krise ein Stückchen vorbei ist und die reinkommen …“

Na was denn jetzt? Krise oder Macht? Nun ja, Held hofft darauf, dass die FDP jetzt eine Pause kriegt, aber können ihm das die Sterne nicht sagen???? Weiter sieht Held gute Chancen für die Piraten und ist sich sicher, dass die Linke zulegen wird. Für die AfD sieht er – wegen Jupiter – kaum Chancen auf den Einzug ins Parlament. Danach überascht er noch mit der „Erkenntnis“, dass Merkels Horoskop besser zur SPD als zur CDU passt und dass Merkel nach außen hin „SPD-Politik“ betreibt aber dann doch „knallharte“ CDU-Politik betreibt.

In meiner Lieblings-Astrologie-Zeitung gibt es jetzt auch eine ausführliche – aber wenig mutige und zum Teil widersprüchliche – Wahlprognose. Dort ist zu den einzelnen Parteien folgendes zu lesen:

Die CDU erzielt zwar ein passables Ergebnis, liegt aber deutlich unterhalb des eigenen Erwartungshorizonts. Natürlich darf sich Angela Merkel über das beste Ergebnis aller Parteien freuen, aber mit wem sie regieren kann, wird und muss, bleibt vorerst offen.

Die FDP wird nicht mehr Teil einer zukünftigen Schwarz-Gelben Regierung sein. Da andere Optionen kaum zur Verfügung stehen (mangels Willigen), ist sie also raus aus dem politischen Tagesgeschäft. Sie schafft den Einzug in den Bundestag, spielt da aber nur noch eine Nebenrolle. Und damit ist auch klar – Schwarz-Gelb ist abgewählt, eine Neuauflage findet nicht statt.

Die SPD erzielt ein respektables Ergebnis gemessen am letzten Wahl-Fiasko, aber einen Kanzler Steinbrück wird es nicht geben, somit im Umkehrschluss also auch keine Neuauflage von Rot-Grün.

Kurz und gut: die Stimmungslage bei den Grünen dürfte gemischt sein, alles nicht ganz so schlimm, wie befürchtet, aber leider auch das eigentliche Wahlziel verfehlt, denn Rot-Grün hat definitiv keine eigene Mehrheit, das große Wunder bleibt aus.

Die Linke schneidet überraschend gut ab, ist höchstwahrscheinlich tatsächlich das Zünglein an der Waage, das eine Neuauflage von Schwarz-Gelb verhindert.

Was ist ein „passables Ergebnis“ für die CDU? Wieso soll die FDP nicht mehr Teil einer zukünftigen Schwarz-Gelben Regierung sein, wenn Schwarz-Gelb doch auf die FDP hin deutet? Was ist ein „respektables Ergebnis“ für die SPD? Und wieviel % sind ein „überraschend gutes“ Ergebnis der Linken?

Fazit:

Zumindest die hier zitierten Astrologen und Astrologinnen verharren in – durch die Demoskopie bekannten – Allgemeinplätzen und trauen sich kaum richtig aussagefähige Prognosen für die Bundestagswahl zu stellen. Halbwegs prüfbare Aussagen werden mit dem Konjunktiv abgeschwächt – oder mit fehlenden bzw. unklaren Daten. Aber natürlich werden sich alle (da bin ich sicher) am Sonntag Abend für ihre richtige Prognose feiern lassen (wollen). Als Skeptiker bleibt da nur einfaches Abwarten – und natürlich der eigene Gang zur Wahlurne.





Astrologie für ein Flugzeug (… und Peer Steinbrück)

18 06 2013

Auf meine Twitterfollower ist Verlass. Kaum findet eine/einer eine „interessante“ Prognose, schon kriege ich Nachricht. Dieses Mal geht es um Rolf Liefeld, einen Astrologen aus München, und seine Astrologische Untersuchung zum Jungfernflug des A350. Dass man als Astrologe tatsächlich auf die absurde Idee kommt den Zeitpunkt des Jungfernflugs eines Flugzeugs für eine astrologische Analyse zu nutzen, das wundert mich überhaupt nicht, das machen diese Leute ja des Öfteren. Und – wie nicht anders zu erwarten – kann der Mann mit wirklich tollen Prognosen zu diesem neuen Flugzeugmodell aufwarten. Das liest sich dann so:

Chiron im 8. Haus im Quinkunx zum Aszendenten, der noch dazu sehr exakt ist (nur drei Gradminuten), lässt allerdings eine Fehlerquelle oder ein späteres Unglück vermuten, das dem A350 sehr zu schaffen machen wird, jedoch ist dies nicht der hauptsächliche Eindruck, dieser bleibt positiv.

… oder …

Die Sonne in den Zwillingen, noch dazu im 11. Haus, scheint zu rufen: „Hinaus in die weite Welt, ich will überall hin und alles kennenlernen“. Angst davor, dass der A350 ein Ladenhüter bleibt, braucht man bei dieser Konstellation nicht zu haben.

… oder …

Nessus im Sextil zu Mond/MC deutet auf ein sehr ernstes Problem hin, das mit dem Flieger verknüpft ist, und das wohl derzeit noch nicht bekannt sein dürfte. Jedoch wird Airbus die Kraft haben, dieses Problem so zu lösen, dass hierdurch kein großer Imageschaden entstehen dürfte.

… oder …

Insbesondere bei Konjunktionen zu Chiron durch Langsamläufer, oder durch Mars, wenn gleichzeitig schwierige Langsamläuferaspekte exakt sind, kann zu einer schmerzhaften Katastrophe mit dem Airbus führen.

Ein grandioses Sammelsurium von Konjunktiven – und neben Katastrophen, Unglücken und Problemen immer mal wieder der Hinweis auf den Erfolg des neuen Fliegers: der sprichwörtliche Hahn auf dem Mist hätte es nicht besser ausdrücken können.

OK, ob der neue Airbus ein Erfolg wird, das wird sich erst später zeigen, aber der Mann hat auch eine Prognose für 2013 auf Lager. Es geht um die Bundestagswahl im Dezember, und Herr Liefeld fragt: Hat Peer Steinbrück eine Chance gegen Angela Merkel?

Und was fand er (der Artikel datiert vom 28. April 2013)? Analog der damals aktuellen Umfragen sieht sein Fazit für den SPD-Vorsitzenden düster aus:

Aus Sicht der bekannten Progressionen lässt sich sagen: Der wird es ganz bestimmt nicht. Es müssten schon starke Aspekte zu Aszendent oder Medium coeli, die ja leider nicht bekannt sind, vorhanden sein, um Steinbrück hier noch einen Wahlsieg prophezeihen zu können. In Hinblick auf die Transite wird der Wahlabend für ihn unangenehm bis belanglos.

Nun ja, selbst wenn er Recht hätte wäre diese Prognose kaum geeignet um irgend jemanden hinter dem Ofen hervor zu locken. Aber immerhin hab‘ ich jetzt eine weitere Seite, die man in regelmäßigen Abständen nach Prognosen durchsuchen kann.

(Das war Nummer 36 Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2013)





Astrologische Schönrechnerei

4 06 2013

Die Seite astrax.de beobachte ich schon seit vielen Jahren. Der Autor hatte 2001 bis 2004 immer wieder Tage definiert, ab denen die Börse nach unten gehen sollte und sich eine Trefferquote von 84% bescheinigt, die sich bei näherem Hinsehen allerdings als eher lächerlich entpuppte – dass seine Trefferquote genau der Zufallserwartung entsprach, konnte man leicht zeigen.

Später dann hatte ich eine Zeit lang ganz konsequent sein Experiment verfolgt, mit dem er – immer einen Monat im Voraus – prognostiziert ob der DAX an einem Handelstag steigt oder fällt. Immerhin, das Vorgehen ist hier aus wissenschaftlicher Sicht vollkommen in Ordnung. Treffer sind eindeutig definiert, und das Berechnen der Trefferquote ist wirklich sehr leicht. Es war wieder einmal leicht zu zeigen, dass dieses Experiment eben keine auffälligen Trefferquoten lieferte, und auch in diesem Jahr sieht es bei diesem Experiment eher mau aus. Wobei ich die Tatsache, dass seine Trefferquote in 2013 im Moment gerade mal bei 46% liegt, als normale statistsche Schwankung ansehe.

Herr K. macht aber seit 2011 noch eine weitere Vorhersage, und um die soll es jetzt gehen. Was er da prognostiziert klingt so:

Wann geht die Börse runter? Psychologische Stimmung, Grundhaltung:
Jahresprognose (veröffentlicht am 09.01.2013) Börse weltweit in 2013

Dieses Mal versucht er also eine Art psychologische Stimmung astrologisch zu beurteilen – und er „misst“ seinen „Erfolg“ an Hand der Börsenindices DAX und DowJones. Mal sehen wie gut das bisher geklappt hat und wie gut seine Trefferquote ist. Beginnen wir im Jahr 2011 (auf der Webseite unter „Börse / Rückblick“ zu finden):

Januar:        anfangs unruhig, auf und ab, ab 13. abwärts, ab 25. aufwärts
DAX: 6990 -> 7077 • DOW: 11.671 -> 11.879 richtig

OK, das Häkchen soll also einen Treffer anzeigen. Aber war das wirklich so? Man kann ja die historischen Indexstände zum Beispiel bei yahoo-Finanzen einsehen, was ich natürlich auch gleich getan habe. Besonders unruhig war der Börsenmonat ja nicht, irgendwie „auf und ab“ geht es immer, dass es ab dem 13. Januar abwärts ging war nicht so ganz richtig und das mit dem „aufwärts“ ab dem 25. Januar ebenfalls nicht (DAX: am 13.1. 7075; am 25.1. 7059 und am 31.1. 7077; DowJones am 13.1. 11731; am 25.1. 11977 und am 31.1. 11891). Dass die Märkte über den Monat hin steigen hatte er nirgends vorausgesagt – wofür also das Häkchen? Aber weiter zum Februar:

Februar:       ein „schwarzer Monat“
DAX: 7184 -> 7272 • DOW: 12.040 -> 12.187
Der „schwarze Monat“: 21.02.-18.03.2011, DAX verlor 9 %, DOW 4 % richtig

Das am Ende der letzten Zeile zu findende Häkchen ist eine absolute Frechheit! Wie man an den Daten sieht war der Februar eben kein „schwarzer Monat“ – beide Indices sind leicht gestiegen …

März:           Erholung
DAX: 7223 -> 7041 • DOW: 12.058 -> 12.320 richtig

Und wieder ein Häkchen … … obwohl es beim DAX einen Verlust von über 2,5% gab. Bestenfalls ein halbes Häkchen wäre angebracht gewesen – und zwar für die bisherigen drei Monate. Während sich in der Logik des astrologischen Prognostikers also quasi bereits 3:0 Treffer ergeben haben sieht der gesunde Menschenverstands bestenfalls das Verhältnis 0,5:2,5. Von April bis November kann ich dem Herrn sogar zustimmen, bei 5 von 8 Monaten gestehe auch ihn ihm Treffer zu, dazu 3 Nieten – fehlt nur noch der Dezember:

Dezember:    unstet, instabil, auf und ab, seitwärts
DAX: 6036 ->5898 • DOW: 12.020 -> 12.218 richtig falsch

Hmmm – wenn der DAX also um etwa 2% fällt ist das „seitwärts“, wenn der DOW um weniger als 2% steigt ist das nicht seitwärts???? Und wie war das im Mai?Weniger als 2% Verlust im DOW waren ein Beleg für „abwärts“? Also irgendwie sind die Trefferdefinitionen doch sehr widersprüchlich. Mehr als 50% Trefferquote kann man ihm für 2011 nicht zugestehen.

Und 2012? Da geht es eigentlich genau so weiter. Immerhin gibt er jetzt auch eine Gesamtperformance an:

Monatsprognosen: 2 x unentschieden, 3 x falsch, 7 x richtig = 70 % richtig.

Na ja, die 2* Unentschieden addieren sich zu 8 aus 12 statt 7 aus 10 – dann wären es also nur 66%. Aber die einzelnen „Treffer“ sind auch ein wenig zweifelhaft, insbesondere wenn man sie mit denen aus dem letzten Jahr vergleicht. So hatte er sich im April einen „Abwärts-Treffer“ auch für den DOW gutgeschrieen, obwohl der Index nur um etwas mehr als 0,3% fiel (im Jahr vorher fiel das noch unter „seitwärts“). Änliches ist das im Dezember (da fiel der DOW um weniger als 0,2%) und auch der vermeintliche DAX-Aufwärtstreffer im November ist mit weniger als 1% eher zweifelhaft.

Aber das zeigt schon das Hauptproblem dieser Prognosen. Eine genaue Definition von „aufwärts“, „abwärts“ oder „seitwärts“ sucht man vergebens und die von Herrn K. selbst getroffenen Abgrenzungen sind widersprüchlich. Sow erden seine vermeintlichen Treffer einfach nur noch lächerlich.

Und für 2012 macht der Mann genau so weiter:

Januar:        unruhig, abwärts
DAX: 7779 -> 7776 • DOW: 13.332 -> 13.861 richtig/ falsch

Eine Differenz von ganzen 3 Punkten beim DAX ist also ein Beleg für „abwärts“?

März:           ruhig, aufwärts
DAX: 7742 -> 7795 • DOW: 14.054 -> 14.579 richtig

Eine Differenz von weniger als einem Prozent beim DAX ist also ein Beleg für „aufwärts“? Nicht doch „seitwärts“?

Nein, so kann man nicht zeigen, dass irgendwelche astrologischen Analysen sich für die Voraussage von Aktienmärkten eignen. Dafür müsste Herr K. sich schon vorher ein wenig genauer dazu äußern, was denn nun als Treffer für seine Prognosen anzusehen ist – und was eben nicht!





Mehrheit der Orakeltiere setzt auf schwarz-gelb (drei Astrologen auch) – mit neuen Updates!

22 05 2013

Zum anstehenden Champions-League-Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München durften wieder mal ein paar Viecher das ergebnis voraussagen – und wahrscheinlich werden bis Samstag noch ein paar dazu kommen. Dabei war die Meldung aus dem Handelsblatt wohl etwas voreilig, denn dass sich alle Orakeltiere einig wären, davon kann keine Rede sein. OK, Orang-Utan Walter (aus dem Dortmunder Zoo, wenn der auf die Bayern setzt kriegt er keine bananen mehr), Schabrackentapir-Baby Baru aus dem Leipziger Zoo und die Zwergotter Ferret und Mörmel aus dem Tierpark Aue haben tatsächlich auf einen Sieg des BVB gesetzt, aber das aus den Vorjahren bekannte Trötorakel Nelly aus dem Serengetipark Hodenhagen war da anderer „Meinung“ und kickte eindeutig ins Dortmunder Tor (war auch bei der ARD in „brisant“ zu sehen).

Auf youtube gibt es noch weitere Orakeltiere, deren Prognosen wie folgt ausfallen:

  • beim Hunderennen laufen beide Tiere ins Münchner Tor, das soll auf ein 2:0 für Dortmund hin deuten (allerdings wurden mindestens ein Hund von einem offensichtlichen BVB-Fan vom Dortmunder Tor weg gescheucht) Update: Ich hab erst jetzt gemerkt, dass diese Glanzleistung der Prognostik aus dem ZDF-Fernsehgarten stammt …)
  • drei von vier Schnecken futtern den Salat bei den Bayern-Bierdeckeln: 3:0 für Dortmund
  • das „Cocorakel“ vom Trostberger Tagblatt frißt aus dem Bayernschälchen, also Sieg für Bayern!

Warum sich die wahrscheinlich bayrischen Besitzer so freuen, dass ihr Hund aus dem Dortmunder Schälchen frißt weiß ich allerdings nicht – sie finden es einfach gut, dass das Tier überhaupt das Futter findet, und deuten diese „Prognose“ gleich gar nicht. Ebenso ist das bei Katze Lena, die sich auch von furchtbarer Musik nicht davon abhalten lässt ihre Brekkies aus dem Schälchen neben dem Bild mit den Dortmunder Spielern zu knurpsen. Aber ob das jetzt wie bei den klassischen Tierorakeln auf einen Sieg von Dortmund hinweist, oder ob sich deshalb – wie beim oben erwähnten Schneckenorakel – die Bayernfans mehr Hoffnung machen können (wenn sie dann an so einen Unsinn glauben wollen), das ist nicht so ganz klar. Nach den bisher eindeutigen Prognosen liegt Dortmund mit 5:2 vorne, also genau dem Ergebnis des letztjährigen DFB-Pokalfinales.

Ob es für die BVB-Fans ein gutes Omen ist, dass auch ein Astrologe ihr Team im Vorteil sieht? Laut Thomas Georgievsieht es für den frisch gebackenen deutschen Meister im Stundenhoroskop ziemlich düster aus„. Ich vermute ‚mal, dass es bis Samstag noch weitere Prognosen geben wird – sei es tierische oder astrologische. Wenn ich noch etwas finde werde ich Updates nachreichen.

Update 23.5.:

Wie erwartet wurden noch weitere tierischen Champions-League-Final-Orakel entdeckt, und wenn man den Tieren glauben darf, dann siehts für die Bayern wirklich schlecht aus. Fangen wir mit den Tentakelträgern an: Ein Krake namens Paul aus dem Sealife in Oberhausen (wer erinnert sich nicht?) hat nach über 73 Minuten auf Dortmund gesetzt, seine Artgenossin, die Krakendame Rosi aus Rosenheim ist sich schon nach knapp 6 Minuten sicher: Bayern gewinnt.

In dieser kleinen Fotoserie haben sich gleich 5 tierische Prognostiker verewigt. Zwei davon schickt der Dortmunder Radiosender 91.2 ins Rennen, und klar, dass Kaninchen „Drops“  auf Dortmund setzte. Der Sender hatte außerdem noch die superwitzige Idee zwei Katzen zwischen Futterschälchen (BVB) und Kaktus (FCB) wählen zu lassen. Das Ergebnis war wenig überraschend. Die Präferenz für das Dortmunder Logo teilen auch eine Amsel (Futterwahl) und ein Hund aus dem Chiemgau (dieser hinterlässt dort allerdings sein Häufchen). Da fällt Hund Paula, der den Bayern-Fressnapf wählt, kaum mehr ins Gewicht.

Noch eindeutiger ist die Präferenz für Dortmund bei den Astrologen. Neben dem oben erwähnten Herrn Georgiev setzen auch Christian Kraut ( in seinem Capriquaricorn Blog) und die Britin Sally Kirkman auf den BVB.

Und noch ein Votum für die Dortmunder findet sich: Das FirstAffair Erotik Orakel sieht die Dortmunder ebenfalls im Vorteil – aber ob ein Erotikranking wirklich etwas über das Ergebnis eines Fußballspiels aussagen kann? Ich weiß ja nicht …

Update 2 (6 Stunden vor dem Finale):

Und hier die letzten tierischen Orakel zum Champions League Finale:

Es bliebt also bei der Mehrheit für schwarz-gelb (auch wenn diese Samlung natürlich – wie immer – keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt).

Und auch von Astrologenseite gibt es noch etwas: Bei der Astrologiezeitung Loop! wird schon jetzt irgendwie der Spielverlauf beschrieben – auf eine Nennung des Siegers alerdings verzichtet. Dafür gibt es ein paar Uhrzeiten, an denen etwas passieren könnte. Also irgend etwas, irgendwie ist das alles schon wieder sehr kryptisch, denn es liest sich zum Beispiel so:

Mars am DC (20:05 h bzw. 21:05 h MESZ) :  Das ist ein erster Paukenschlag. Mars als Symbol für einen Angriff, der eventuell Folgen hat. Steht ein Planet genau auf einer der Hauptachsen wird in der zu erzählenden Geschichte ein Marker gesetzt. Jetzt findet etwas Wichtiges statt, die Geschichte bekommt eine einschneidende Wendung.

OK, eine Wendung kann man in alles hineindefinieren … … aber was ist damit:

Alleine dieser Umstand schreibt einen Teil unserer Geschichte fest: in der Zeit zwischen 20:02 h und 20:12 h wird dieses Spiel einen Ereignishöhepunkt erreichen. Der Umstand, dass als Auslöser Mars fungiert weist tatsächlich auch auf ein mögliches Tor (evtl. sogar zwei in kurzem Abstand) hin. Nimmt man nun das Gesamtbild drängt sich einem der Eindruck auf, dass Jupp Heynckes der Nutznießer dieses Moments sein müsste, denn zumindest der Uranus von Klopp steht schwer unter mundanem „Aspektbeschuß“. Merkur und Venus sind kurz davor ein exaktes Quadrat zu bilden, nimmt man jetzt all das zusammen, würde man als klassischer Wald- und Wiesenastrologe Omas Klein-Häuschen darauf verwetten, dass die Bayern jetzt in Führung gehen.

Oh, eine klare Aussage? Nein, natürlich nicht:

Allerdings könnte das Häuschen dann auch schnell weg sein, denn ganz so einfach lässt sich der Kosmos dann doch nicht in die Zeitkarten schauen. Das etwas passieren wird und das Spiel einen Höhepunkt erreicht, ist sicher. Um heraus zu finden, wer der wahre Nutznießer sein wird, bedarf es aber mehr als nur der Zusammenfügung einzelner, gängiger Faktoren. Denn Kloppo hat Uranus und Merkur in seinem Radix im Sextil zueinander stehen, unter solchen Voraussetzungen kann ein Quadrat dann manchmal auch nur formgebend für etwas Positives sein.

Und wieder scheut der Autor eine klare Aussage, außer der, dass zwischen ungefähr der 17. und der 27. Spielminute (die Zeitanagben entsprechen der Londoner Zeit) irgendetwas Wichtiges passieren wird. Es werden natürlich noch weitere Zeitpunkte genannt, aber statt des ganzen Textes hätte mich viel mehr eine halbwegs exakte Prognose interessiert … … war aber wieder ‚mal nichts.





Katastrophenschnepfe auf Zeitreise

9 05 2013

Eigentlich wollte ich mich ja schon im Januar mit der zweiten der beiden Katastrophenschnepfen aus den Vorjahren beschäftigen, mit Christiane Durer. Ihre peinlichen Schwurbeleien für 2013 hatte ich mir schon damals als pdf heruntergeladen, aber es hat eben ein wenig gedauert. Dabei vermeldet sie schon auf Seite 1 Sensationelles:

Dies war meiner ersten Reise ins Jahr 2013 etwa im Oktober 2012.

Die Frau hat in diesem Satz zwar leichte grammatikalische Schwierigkeiten, behauptet aber in der Zeit reisen zu können. Sensationell! Bleibt natürlich die Frage wieso sie uns dann in den letzten Jahren immer so viel Unsinn erzählt hat … aber egal. Mal schauen, was sie auf ihrer Reise so gefunden hat

Das Jahr 2013 – für Europa und die Welt

OK, das Jahr zu finden war nicht schwer, aber was wird passieren?

Das Jahr 2013 wird ein bedrückendes Jahr. Vorbei der Jahr-­2012-­Untergangs-­Hype. Vorbei das adrenalingesteuerte Warten auf den Weltuntergang.

Richtig! Das mit dem Weltuntergangshype ist tatsächlich vorbei! Aber das wußten wir doch alle schon, denn das war ja 2012 …

Die Welt vieler Menschen ist untergegangen. Nicht nur in Griechenland, Spanien oder Italien.

Ähhh, und wieso jetzt? Hab‘ ich da etwas verpasst?

2013 gleicht einem Erwachen in der Realität.

Echt? Sind wir vorher nicht in der Realität erwacht?

Die Welt hat sich total verändert, unmerklich, so wie der Neptun es versprochen hat. Und es ist noch lange nicht zu Ende.

Soooo total verändert hat sich die Welt ja nun doch nicht. Auch wenn es dieser Neptun ja irgendwie versprochen zu haben scheint.

Wir befinden uns in der Phase, in der die EU-­Wirtschafts-­Diktatur errichtet wird. Wir befinden uns mitten im Paradigmenwechsel.

Klingt ja furchtbar! Eine Wirtschaftsdiktatur!

Das Ganze endet innerhalb weniger Jahre in einer feudalistischen Diktatur.

Ja was denn nun? Wirtschaftsdiktatur oder feudalistische Diktatur? Kann sich die Frau nicht entscheiden?

Danach wendet sie sich dem Wetter zu, und heute kann man – rückschauend – sogar so eine Ahnung einer richtigen Prognose erkennen:

Der Winter 2012/13 wird in Europa nicht nur sehr kalt und schneereich

Doch, kalt wars, Schnee gab’s auch, aber davon …

es kommt auch immer wieder zu Stromausfällen

… habe ich irgendwie nichts mitgekriegt. Nach dem kühlen Frühjahr macht sie den Sonnenhungrigen für den Sommer wenig Hoffnung:

Sogar der Sommer 2013 wird kalt

Wenigstens wird aus ihrer Sicht eines nicht passieren:

doch es handelt sich nicht um den Kältesommer, der den von Irlmaier u.a. prognostizierten Russen-Überfall vorausgeht.

Die fünf Seiten sinnloses – und von keinerlei Fachwissen tangiertes – Börsengelaber kommentiere ich jetzt nicht, denn was danach kommt müssten wir doch eigentlich längst in der Tagesschau sehen können:

Doch die Konstellation beschreibt die Zeit, kurz bevor massive Gewalt beginnt. Im April/Mai/Juni erleben wir in Europa Gewalt, Armut,
Bürgerkrieg und Zerstörung.

Blablabla … … und so gehts noch seitenweise weiter. Wobei der Text insgesamt gar nicht so lang ist, denn Frau Durer schafft es zum Beispiel den folgende Satz auf 4 Zeilen zu dehnen:

Unmittelbar nach der Bundestagswahl wird die Bundesrepublik Deutschland massiv attackiert werden und eine ihrer größten Krisen seit ihrem Bestehen stürzen, oder gestürzt werden.

Wir wüssten natürlich schon gerne, wer da das Land attakiert und wie, aber scheinbar war Frau Durer bei ihrer Zeitreise nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte, so dass sie sich an die Details nicht mehr erinnern kann. Dafür hat sie noch Prognosen für einzelne Länder auf Lager:

In Spanien und Griechenland bringt der Uranus ab Frühjahr Revolutionen.

OK, vielleicht ist der Uranus mit der Bahn unterwegs und hat Verspätung, bisher war da jedenfalls nix mit Revolution.

Portugal erlebt eine Auflösung der Regierung und die Auflösung verschiedener Gesetze sowie eine schleichende Verarmung.

Eine Auflösung von Gesetzen? Was soll das denn sein?

China In China ist mit Aufständen zu rechnen. Diese enden sehr unerfreulich.

Unerfreulich für wen?

Dazu kommt noch mehr Gefasel übr die USA, Russland, Iran, Schweiz, „United Kingdom“ – irgendwie wird’s überall schlimmer, aber was will man von den Prognosen einer ausgewiesenen Katastrophenschnepfe auch anderes erwarten … … ach ja, natürlich, die üblichen Katastrophen:

Die extremen Wetterphänomene, die sich seit einigen Jahren häufen, werden noch öfter und intensiver auftreten. Extreme Hitze und noch extremere Kälte wechseln sich ab. Viele Menschen in einst warmen Ländern erleben Schnee und Eis, und erfrieren, weil sie keine Heizung
haben.
Es ist tatsächlich so, dass all die Katastrophen von Jahr zu Jahr immer häufiger und extremer auftreten. Es wird noch mehr Überschwemmungen und Erdbeben geben als 2011 und 2012. Außerdem kommt es erneut zu Vulkanausbrüchen und Umweltkatastrophen, evtl. sogar zu einer Nuklearkatastrophe.

Darüber hinaus wird die Erde von einem (kleinen!) Meteoriten oder Asteroiden (o.ä. … es könnte auch Weltraumschrott sein) getroffen. Die extremsten Konstellationen finden sich zwischen dem 29. Dezember 2013 bis 4.Januar2014.
Das Jahr 2013 wird ein Jahr der Unglücke. Viele meinen dann, dies hätte mit der Zahl 13 zu tun, doch dem ist natürlich nicht so. Es wird mehr Unglücke geben denn je. Auch Flugzeugkatastrophen, Zugunglücke, Umweltkatastrophen, Naturkatastrophen usw.

Immerhin äußert sie sich auch zu einem Ereignis, auf dessen Ergebnis man wirklich schon gespannt ist, zur Bundestagswahl:

Die Bundestagswahl in Deutschland

Derzeit ist auf jeden Fall erkennbar, dass Angela Merkel ihren unbedingten Machtwillen auch 2013 durchsetzen wird. Sie wird zwar gemobbt werden … aber sie hat jetzt auch wieder viel Glück und Erfolg.
Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD, wird 2013 mit noch massiveren Attacken zu kämpfen haben als 2012.

Die Grünen möchten gerne 15% erreichen. An der Spitze steht derzeit Jürgen Trittin. Er kann den Grünen tatsächlich zu diesem angepeilten Erfolg verhelfen. 2013 wird er bei den Deutschen außerordentlich beliebt werden und in vielen Talkshows und anderen öffentlichen Veranstaltungen mit großem Erfolg seine Ideen verkünden.
Für die FDP steht noch kein Spitzenkandidat fest. Falls dies Philipp Rösler mit seiner Sonne Neptun Konstellation sein sollte, wird die FDP 2013 wohl nicht mehr in den Deutschen Bundestag einziehen.

Aha, also Merkel bleibt an der Macht, die Grünen kriegen 15% und die FDP kommt in den Bundestag (Rösler ist ja nicht Spitzenkandidat – aber wieso hat Frau Durer das eigentlich nicht gesehen?). Durchaus möglich, aber als Prognose wirklich sehr sparsam.

Es soll ja vorkommen, dass Frauen sich auf einer Reise einen anzwitschern, und irgendwie scheint Frau Durer sich auf ihrer Reise ins Jahr 2013 auch ganz schön einen angetüdelt zu haben. Wie sonst sollte man erklären, dass sie sich eigentlich an gar nichts mehr so genau erinnern kann? Ansonsten müsste man ja annehmen, dass sie gar keine Zeitreise unternommen hat! Ach nein, dann würde sie ja ihre Leser und Kunden irgendwie betrügen – und das würde man ja niemals behaupten mögen wollen …

(Das war Nummer 35 Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2013)








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