Donnerstagsvideos (2)

13 02 2014

Auch diesen Donnerstag gibt es ein Video, und wieder ist es ein Vortrag vom TAM2013. Dan Arielly’s redet über seine Forschungen zum alltäglichen Lügen – einfach klasse und sehr unterhaltsam:

Viel Spaß!





Donnerstagsvideos

6 02 2014

Jeden Donnerstag sitze ich ein paar Stunden im Zug und habe dank des mobilen Hotspots der Telekom Zeit mir einige Videos auf youtube anzuschauen. Selbst wenn es den ein oder anderen Streckenabschnitt gibt, an dem die Verbindung regelmäßig für einen – meist – kurzen Zeitraum verschwindet, insgesamt finde ich das mit dem mobilen Hotspot im Zug eine super Idee. Ich habe mir überlegt, dass ich das ein oder andere Video ja einfach mal hier teilen kann, und fange auch gleich damit an.

Zum Start gibt es zwei Vorträge vom TAM2013 …

Sanal Edamaruku erzählt über seine Erlebnisse als Skeptiker in Indien:

In ihrem Vortrag “Fighting the Fakers – and Failing” erzählt Susan Blackmore vom Test esoterischer Behauptungen – und warum das meistens sinnlos ist: die Esoteriker finden im Nachhinein immer neue Ausreden für ihr Scheitern oder deuten sogar krachende Niederlagen in gefühlte Siege um:

Viel Spaß!





Noch mehr Berichte vom TAM2013

4 08 2013

Ich war natürlich nicht der einzige, der vom TAM2013 berichtete, auch Skeptiker aus anderen Ländern berichteten – überwiegend begeistert – von den Tagen in Las Vegas. Im Folgenden eine kleine Auswahl:

Beim Skeptic Ink Network hat der Bericht den schönen Titel „Taking a vacation from unreason„, und diese Überschrift passt wirklich genau auf die Tage in Las Vegas. Es war tatsächlich eine Art Urlaub von der Unvernunft, die einen aus den Medien immer wieder erreicht und zum Kopfschütteln bringt.

Bei den „skeptical humanities“ (mit dem sehr schönen Untertitel „Learning is cool“) gibt es einen ausführlichen Artikel, in den als Highlight ein Video eingebettet ist, das einen selbst ernannten Pastor zeigt, der Teufelsaustreibungen mit Hilfe der Musik von Tom Jones durchführt:

Während bei Skepticblog.org nur ein kurzer Bericht zu finden ist, wird es bei den Yankee Skeptics wieder etwas  ausführlicher, und bei den Monterey Skeptics gibt es ein paar Lieblingsbilder (mit Begründung).

Am Ende zu meinen beiden Lieblingsberichten. Eddie Scott listet in seinem Blog „the skeptic in the room“ die Top Vorträge der Veranstaltung, und begründet seine Auswahl auch sehr schön. Erinnert hat mich dieser Bericht an einen Vortrag, den ich zu erwähnen vergessen hatte, nämlich den von Peter Boghossian mit dem Titel „Authencity“. Scott fast die Highlights wie folgt zusammen:

[Boghossian] offered three suggestions for how to find authenticity in oneself: 1) If questioned and you don’t know, say “I don’t know.” 2 ) Don’t apologize or mumble in defense of reason; apologize only if you’re genuinely sorry. 3. Be wary of labels. They make it hard to modify your beliefs.

Auch in dem Blog von Emily Dietle mit dem dem wunderschönen Namen emilyhasbooks spielt der Vortrag von Peter Boghossian eine wichtige Rolle. In ihrem Text how to effectively implement skepticism gibt es außerdem noch ein paar Bilder vom TAM2013.

Wer sich für die Vorträge selbst interessiert, der muss sich noch ein wenig vertrösten. Irgendwann werden alle Vorträge auf der Webseite der JREF verfügbar sein, aber wann ist wohl noch nicht ganz klar.





TAM2013: It’s showtime!

26 07 2013

Zum Amazing Meeting gehört natürlich immer auch eine Portion Showtime! Ab neun Uhr Abends gab es Donnerstag, Freitag und Samstag ein – extra zu bezahlendes – Showevent, und danach sogar noch ein wenig mehr.

Schade, dass ich erst Donnerstag anreisen konnte, denn die Show „What „THEY“ don’t want you to know“ soll klasse gewesen sein. OK, dafür hatte ich einen netten Abend an der Bar. Am Freitag kamen die „SATIRISTAS“, ein paar Comedians (und eine Sängerin), deren Programm mich mit einer Ausnahme (der Mann heißt Jon Dore) doch etwas ratlos zurückliess. OK, die Texte der Sängerin (Cynthia Carle) habe ich akkustisch nicht verstanden, die Homeshopping-Verarschung war – nun ja – irgendwie sehr platt und bei dem kettenrauchenden „Priester“ hatten wohl ebenfalls nur die Einheimischen Spaß. Immerhin Jon Dore, der Mann war klasse …

Am Samstag gaben sich unter dem Titel „Magic, Mayhem & Mentalism“ gleich mehrere Zauberkünster die Ehre. Diese Show war wirklich großartig und hat viel Spaß gemacht. Hätte gerne noch ein Stündchen länger dauern dürfen, aber es gab ja an allen Abenden noch ein „Late Night“-Programm, so war am Samstag noch ein skeptisches Pokerturnier angesetzt (da ich mir noch nie die Mühe gemacht habe, die Regeln dieses Spiels zu lernen hat mich dieses Event nicht interessiert).

Highlight der Showevents war der späte Freitag Abend: Penn Jillette’s Private Rock’n’Roll Bacon & Doughnuts Party. Mit seiner „No God Band“ rockte Penn Jillette (eine Hälfte von Penn & Teller, des bekannten Zauberduos, das vielen Skeptikern auch durch die Fernsehserie Bullshit! bekannt ist) die anwesenden TAMMER, und es gab tatsächlich das, was die Ankündigung auswies: ganz viel Bacon und sehr viele Doughnuts – und ein wenig Obszönität (oder was man in Las Vegas dafür hält). OK, einige der folgenden Fotos hatte ich schon auf Facebook gepostet, hier aber trotzdem noch eine kleine Auswahl:

P1000045Bacon ohne Ende …

P1000046… und gaaaaanz viele Doghnuts.

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… und ich hab mich natürlich auch bedient!

P1000063  Penn Jilette singt

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… und das ist in Las Vegas irgendwie obszön …

Als eine Art nicht geplante Show hat nach dem Ende des offiziellen Teils beim TAM2013 der schon mehrfach erwähnte George Hrab noch ein kleines spontanes Konzert in der Lobby des Conference Centers gegeben – seeeehr unterhaltsam, wunderbar gespielte Pink Floyd Cover (z.B. „Us and Them“ oder „Dogs“, aber kein „wish you were here“) und natürlich einige seiner tollen eigenen Songs. Wer sich anschauen möchte, wie ein „richiger“ Soloauftritt von ihm aussieht, der wird auf YouTube bedient (sensationell!!!!):

Am folgenden Montag habe ich mir dann noch die Orignialsshow von Penn & Teller gegönnt. OK, das gehört jetzt nicht zum TAM, aber es war eindrucksvoll! Immerhin habe ich zum ersten Mal beim Trick mit der zersägten Frau (hier mit riesiger Kreissäge) Blut spritzen sehen (… natürlich kein echtes) und das Konzept, bekannte Zaubertricks einfach – mindestens – einen Schritt weiter zu treiben, fand ich superlustig. Auf youtube habe ich leider nur einen ihrer ruhigeren Tricks gefunden:

Wer nach Las Vegas fährt sollte diese Show auf jeden Fall nicht versäumen – und beide stehen übrigens nach der Show geduldig für Autogramme und Fotos zur Verfügung:

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TAM2013: Klasse Vorträge, spannende Diskussionen und (wieder) ein 1-Million-Dollar-Fail

24 07 2013

Nach dem ich auf das Wichtigste beim TAM2013 aus meiner Sicht bereit eingegangen bin, nun einmal ein Überblick über die Themen und Vorträge. Dabei gebe ich zu, dass ich einige Vorträge geschwänzt habe, da man irgendwann ja auch einmal schlafen muss … … und der Zeitplan war schon sehr eng!

Die „opening remarks“ von DJ Grothe, James Randi und den durch die gesamte Veranstaltung führenden George Hrab waren schon mal ein guter Appetizer (den Showpart kann man sich, mir einigen Erklärungen, auf George Hrabs sehr unterhaltsamem Geological Podcast – in Folge 322, ab ca. Minute 17 – anhören). Was dann folgte waren Vorträge und Podiumsdiskussionen, und die Namen auf der Bühne lesen sich wie das „who is who“ der Skeptikerszene. Dazu eine Liveaufnahme des „Skeptic’s Guide to the Universe“ (hier nachzuhören) und am Ende wurde dann noch eine 1-million-dollar-challenge live aufgelöst.

Neue Inhalte waren für einen langjährigen Skeptiker zwar nicht zu entdecken, aber es gab – neben ein paar wohl typisch amerikanischen Seltsamkeiten, insbesondere aus der religiösen Ecke – einfach eine große Menge an wirklich guten Vorträgen. Hier meine – subjektiven – Highlights:

Die Vorstellung des Films „An Honest Liar“ (über das Leben von James Randi), mit den beiden Filmemachern und Randi selbst, inclusive einiger sehr unterhaltsamer Filmausschnitte, die den Filmemachern beim Stöbern in Randis Archiven aufgefallen waren. Das wird auf jeden Fall ein Film, den man sich anschauen sollte – und wenn man den Filmemachern glauben will dürfte genug Material für mindestens zwei DVDs voller Outtakes vorhanden sein.

In search of the light“ von Susan Blackmore war eines der ersten skeptischen Bücher, die ich mir damals in den späten Neunzigern angeschafft hatte. Deshalb war ich auf ihren Vortrag „Fighting the Fakers – and Failing“ sehr gespannt, und wurde nicht enttäuscht. Es ging darum, dass es Esoterikern nach einem gescheiterten Experiment immer wieder gelingt, die Ergebnisse durch neu gefundene „Erkenntnisse“ dann doch irgendwie in ein gelungenes Experiment umzuinterpretieren. In diesem Fall waren es die Hersteller kleiner Kristalle, die sich zum Beispiel auch die Gattin des ehemaligen britischen Regierungschefs gerne um den Hals hängte, und deren Hersteller (selten genug!) sich tatsächlich auf einen Test einliess. Keine neue Erkenntnis, aber der Vortrag war einfach klasse … … und ich hab mich natürlich gefreut, dass sie sich mit mir fotografieren liess:

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Den Namen Dan Arielly hate ich bis dato noch nicht gehört, obwohl es seine Bücher sogar auf deutsch gibt (… und die Titel sind wirklich cool). Sein Ausflug in die Welt der alltäglichen Lügen (mit wirklich herrlichen Tests, häufig in Kneipen …) war herzerfrischend, spannend, lehrreich und ein tolles Beispiel für extrem unterhaltsame Wissenschaft. Für die Details des Vortrags „The honest truth about dishonesty: how we lie to everyone-especially ourselves“ muss ich jetzt natürlich erst mal das entsprechende Buch lesen (… und die anderen wohl auch).

Marty Klein präsentierte ein wohl eher spezifisch amerikanisches Problem, das er in seinem Vortrag („Junk Science, moral panics, and sex„) so spannend darlegte, dass ich mir das dazugehörige Werk gleich kaufen musste. In seinem Buch „america’s war on sex“ beschreibt er „the continuing attack on law, lust and liberty“, also den Angriff religiöser Gruppen auf die Gesetzgebung und die menschliche Freiheit in dem man mit sexuellen Themen argumentiert (dass dies ein Angriff auf die Lust ist versteht sich von selbst). Beispiele sind die in den USA üblichen Selbstverpflichtungen Jugendlicher, vor der Ehe abstinent zu leben (… die übrigens von 88% der Jugendlichen gebrochen werden).

Michael E. Mann ist einer der weltweit profiliertesten Klimawissenschaftler, und einer der Menschen, die von den Leugnern einer von Menschen verursachten globalen Erwärmung am härtesten bekämpft werden. In seinem Vortrag „The Hockey Stick and the Climate Wars“ zeigte er eindrucksvoll, wie die andere Seite lügt, trickst und täuscht – und sich eben nicht um die in immer größerer Menge vorhandenen Daten schert.

Der absolute Superstar von TAM2013 war aber Sanal Edamaruku. In seinem Vortrag „Indian Gurus: From flying fakirs and starving saints“ ging er auch auf seine beiden bekanntesten „Enthüllungen“ ein, die Entzauberung eines Gurus, der ihn vor laufender Kamera umbringen wollte (hier ein paar Ausschnitte) …

… und die Entzauberung eines christlichen „Wasserwunders“ (eine Jesusstatue tropfte – wegen des Abwassers einer nahe gelegenen Reinigung sowie des Kapillareffektes). Letzteres hat ihm übrigens eine Klage wegen Blasphemie eingebracht, und um der Verhaftung zu entgehen lebt er inzwischen in Helsinki.

Zum Schluß ganz kurz zur diesjährigen 1-Million-Dollar-Challenge. Eine solche „Veranstaltung“ ist wenig unterhaltsam, ja geradezu langweilig – aber ich denke, dass man auch genau das zeigen muss. Eine Behauptung (dieses Mal ging es um ein remote-viewing-Experiment) zu prüfen ist weniger „sexy“ als kurz und – möglicherweise unterhaltsam – über das Ergebnis zu berichten. Ich finde es gut, dass auch ein solches Experiment im Rahmen des TAM2013 statt fand.

Was habe ich mitgenommen? Nun ja, viele Bücher, viele tolle Erinnerungen und ganz viel Lust auf TAM2014. Mal sehen ob ich das hinkriege … (… und zu dem Showprogramm schreib‘ ich auch noch was).





Das Wichtigste vom TAM2013: Del-Mar-Experience und T-Shirts

18 07 2013

Zurück aus Las Vegas möchte ich ein wenig vom TAM2013 erzählen. Und ja, das Ganze war wirklich die Reise wert. Der Veranstaltungsort – das South Point Hotel, Casino & Spa – war ideal, denn durch seine Lage ein paar Kilometer entfernt vom berühmten Las Vegas Strip ging es dort ziemlich ruhig zu. Natürlich gab es tolle Vorträge (dazu später mehr), interessante Informationsstände und ein Showprogramm (auch dazu später mehr), aber das Wichtigste waren die zahllosen Gespräche mit Gleichgesinnten aus aller Welt.

Auf einem Schild am Eingang zum TAM2013 war die Aufforderung zu lesen, man solle doch lächelnd durch die Konferenzzone gehen,  damit man mit den anderen leichter in Kontakt kommt. Ob diese Aufforderung wirklich notwendig war möchte ich vehement bezweifeln, denn da sowieso jeder seinen TAM-„Ausweis“ umgängen hatte waren spontane Gespräche nicht zu vermeiden. Schon am Abend meiner Ankunft, am Donnerstag, machte ich die Erfahrung, dass man sich nicht einfach so ‚mal für fünf Minuten alleine an einen Tisch setzen kann um seine Mails zu checken. Kaum hatte ich mich – ziemlich übermüdet nach einem langen Flug – hingesetzt, schon kam die Aufforderung von nebenan: „Hi, won’t you like to join us?“. Mit verantwortlich war natürlich auch der kleine Anstecker, der mich als „First TAMMER“ auswies, und den Neulingen steht man beim TAM immer hilfsbereit zur Seite.

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Diese erste Episode fand im Epizentrum des TAM-Socialising, in der „Del-Mar“ Bar statt, einem Bereich des South-Point Casinos, der normalerweise so aussieht:

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An den TAM-Abenden jedoch war hier die Hölle los. Menschen aus aller Welt saßen zusammen, diskutierten, feierten und hatten einfach riesigen Spaß. Ein paar Bilder gefällig? Bitteschön:

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Und als am Ende der Veranstaltung noch der unvergleichliche George Hrab seine Gitarre mit in die Del-Mar Bar brachte …

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… war dies der Auftakt zu einer unvergesslichen Feier, in der sich die Skeptikergemeinde bei einer ganzen Reihe von Popklassikern sehr textsicher zeigte.

Und was war jetzt mit den T-Shirts? Nun ja, es gab reichlich – und diese zwei sind meine liebsten:

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Der Grund dafür: Der Skeptics Guide to the Universe ist immer noch mein Lieblingspodcast und die United Church of Bacon darf sich seit dem TAM über ein neues Mitglied freuen …





Really Amaz!ng

10 07 2013

Seit 2003 gibt es The Amazing Meeting, ein Treffen von Skeptikern, organisiert von der James Randi Educational Foundation. Seit vielen Jahren hatte ich vor, zumindest ein Mal dabei zu sein – und jetzt ist es soweit. Am Donnerstag fliege ich nach Las Vegas und freue mich auf drei Tage unter ca. 1000 skeptischen Gleichgesinnten. Vorträge, Diskussionen – und vor allem das Showprogramm, insbesondere Penn Gillette’s Rock’nRoll, Bacon & Donuts-Party, wenn es nur halb so gut wird wie ich denke wird es grandios. Und am Montag folgt noch eine Zugabe in Form eines Besuchs der Penn & Teller-Show. Ich werde wohl ein wenig berichten müssen …








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