EM-Prognosen: Wissenschaft und Simulationen

3 06 2012

Wenn es um Voraussagen zur Fußball-EM geht muss man sich nicht unbedingt ein Orakeltier suchen oder Astrologen befragen, es gibt auch andere Möglichkeiten, die Ergebnisse vorherzusagen. Neben einfachem Raten versuchen es Wissenschaftler und Spielefreaks mit mehr oder weniger aufwändigen Simulationen und Berechnungen. Hier ein paar der aktuellen Versuche zur EM:

Eher wissenschaftlich orientierte Fußballfans in Deutschland würden sich freuen wenn sich diese Studie, die ein Sport- und ein Wirtschaftswissenschaftler zusammen gestellt haben,  als richtig erweist. Auch die Presse vermeldete stolz, dass gemäß diesen Berechnungen Deutschland als Sieger (im Finale gegen Spanien) des Turniers hervorgeht.

Die Simulationen dieses Spiele-Herstellers lassen die deutschen Fans ebenfalls hoffen, denn danach soll die Niederlande im Finale mit 1:2 gegen Löws Truppe verlieren. Immerhin sollen mit ähnlichen Simulationen bereits andere Spiele richtig vorausgesehen worden sein – allerdings fehlt die Information darüber, wie treffsicher die Methode überhaupt ist.

Bei Sponsor Castrol kann man sich – ebenso wie bei der letzten WM – wieder viele Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Spiele ansehen (… und übrigens auch für Spiele, die gar nicht stattfinden wie z.B: Deutschland – Ukraine). Die Topfavoriten auf den Titel sind aktuell Spanien (24,5%), Niederlande (15,6%), Deutschland (12,2%) und England (8,4%). Wie gewohnt werden diese Wahrscheinlichkeiten im Turnierverlauf angepasst. Der nach aktuellem Stand prognostizierte Turnierverlauf sieht dabei Spanien im Finale gegen die Niederländer siegen.

Ebenfalls auf Spanien setzten diese Innsbrucker Wissenschaftler. Die Siegeswahrscheinlichkeiten unterscheiden sich jedoch deutlich von denen bei Castrol: Spanien (25,8%) liegt nur knapp vor Deutschland (22,2%), die Niederlande (11,3%) bereits weit zurück. Die Wahrscheinlichkeit für eine Wiederholung des Endspiels von 2008 wird mit 8,9% angegeben.

Auf dieser Seite gibt es ebenfalls Wahrscheinlichkeiten – und einen darauf basierenden Turnierverlauf. Danach würden die Löw-Kicker im Finale – wieder – den Spaniern unterliegen. Die Quellen für die Berechnungen  sind hier  das (offizielle) Fifa-Ranking, die (inoffiziellen) Elo-Ratings und die Siegquoten am internationalen Sportwettenmarkt, jeweils mit dem Stand vom 03. Mai 2012.

Ein interessantes Projekt wird während der EM an der TU Dortmund laufen. Verschiedenen Prognosemethoden und eine Gruppe von Studenten treten gegeneinander an und tippen jeweils die Ergebnisse der einzelnen Spiele. Vorab wurde leider noch keine Prognosen veröffentlicht, aber es wird spannend, ob die Maschinen besser tippen als die Menschen.

Update vom 6.6.:

Bei der DEKA-Bank landet die deutsche Mannschaft mit ihrer Titelgewinnwahrscheinlichkeit von 22% nur auf Platz 3 – hinter Spanien (33%) und Niederlande (24%). Wer’s genauer nachlesen will: hier herunterladen!


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2 responses

7 06 2012
Sixten

Moin, Michael. Ich bin über gwup zu deinem Blog gekommen. Ausnehmend gelungen. Die Sache mit der DekaBank habe ich gestern auch kurz in mein eigenes hochsubjjektiv gefärbtes Licht gerückt:
http://washierlosist.blogspot.de/2012/06/nicht-mal-bronze-fur-die.html
Schau mal rein, wenn du Lust hast.

8 06 2012
Enno, Evi, Sissi und Co: Die EM-Orakel 2012 @ gwup | die skeptiker

[…] der Deutschen, sondern natürlich auch die Prognosen der Astrologen und Hellseher sowie streng wissenschaftliche Versuche, ein Fußballergebnis […]

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