Ehrendoktor für esoterische Lehren: Das Dalai Lama kommt nach Marburg

29 07 2009

Nächste Woche ist es soweit. Die hessische Universitätsstadt Marburg kriegt Besuch von seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama, damit dieser sich einen Ehrendoktorhut abholen kann. Wie die Philipps-Universität in einer Pressemeldung mitteilt wird damit sein „wissenschaftliches Wirken“ gewürdigt – und außerdem

habe er viele westliche Wissenschaftler und Studierende auf den Gebieten der buddhistischen Philosophie und der esoterischen Lehren des tibetischen Buddhismus (die prinzipiell nur mündlich tradiert werden) belehrt, so dass sich sein Wissen maßgeblich auch in deren Veröffentlichungen niedergeschlagen hat.

Wissenschaftliches Wirken? Dann sollte die medizinische Fakultät auch gleich noch Papst Benedikt XVI. wegen seiner tiefgehenden Erkenntnisse zur Verbreitung des HIV-Virus, die er im März dieses Jahres auf seinem Afrika-Flug geäußert hatte, mit einer Ehrendoktorwürde auszeichnen. Die Lehren des rotbemützten Mystifex hat Colin Goldner bereits vor 4 Wochen in der Tageszeitung „Junge Welt“ treffend – und mit einem schönen Beispiel –  kommentiert:

Was der »Gottkönig« in seinen Vorträgen zum besten gibt, ist eine absurde Dialektik von Platitüde und Nonsens. Zum einen läßt er positiv-denkerischen Trivialkram ab, dessen Niveau nur selten über das der Glückskekse hinausreicht, die man nach dem Essen im Chinarestaurant bekommt, beispielsweise »Nur wer Leid erträgt, wird Glück erfahren«. Alle können dabei mit dem Kopf nicken und sich der Erleuchtung ganz nahe wähnen, auch wenn der Aussagewert gleich null ist. Zum anderen schwadroniert er endlos in pseudophilosophischer Metaphysik herum und reiht, begleitet von unmotiviertem Gekichere und sonstigen Hanswurstiaden, wie etwa dem Herumschaukeln auf seinem Thron, sinnleere Worthülsen aneinander.

In der heutigen Ausgabe der gleichen Zeitung gibt Goldner unter dem Titel „Der Phallokrat“ einen kurzen Überblick über die absurden  budhistischen Sexualregeln, der auch folgende schöne Beschreibung enthält:

Solange Mönch oder Lama nicht ejakulieren, können – und sollen! – sie sich durchaus verschiedenster sexueller Aktivitäten befleißigen, die »Benutzung des Sexualorgans«, sofern korrekt vorgenommen, sei ohne weiteres mit dem Gelübde des Zölibats vereinbar. Derlei sexuelle Praktiken, so der Dalai Lama spitzfindig, »sind in Wahrheit kein Sex, auch wenn es so aussieht«

Irgendwie erinnert das an einen amerikanischen Präsidenten, seine Praktikantin und eine Zigarre – wobei jener Präsident immerhin demokratisch legitimiert war, während der – übrigens in China geborene – Grinsemönch einfach auf Grund obskurer und absolut lächerlicher „Reinkarnationsregeln“ im zarten Alter von nicht einmal 3 Jahren in sein Amt gehoben wurde und noch heute in weiten Kreisen auch als legitimer weltlicher Herrscher Tibets (warum eigentlich????) gilt.

Wer mehr über den Dalai Lama wissen möchte, dem sei Goldners Buch empfohlen. Die über 700 Seiten sind nicht unbedingt leicht zu lesen:  Goldners kompromissloser Stil ist gewöhnungsbedürftig,  durch den Einbau diverser Exkurse gibt es viele Wiederholungen im Text und die Detailversessenheit des Autors (der seine Aussagen mit über 1500 Quellenangaben belegt!) nervt manchmal ein wenig, aber gerade im Angesicht dieser unsäglichen Dalaimania (der ja auch Politiker jeglicher Couleur anheim fallen) braucht es solche Bücher! Bitte lesen (und staunen)!

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Und schon wieder: Wahrsagerin verurteilt!

22 07 2009

Die Masche ist wirklich immer die Gleiche und ich wundere mich immer wieder, wie leicht es doch zu sein scheint, gutgläubigen Esoterikanhängern große Mengen an Bares abzunehmen. Dem Bericht des Bonner Generalanzeigers von heute ist eigentlich nichts hinzuzufügen – außer der Frage, wo denn die von der Täterin ergaunerten 33600 Euro (für die sich das Opfer verschuldete …) geblieben sind. Das Opfer wird in den nächsten 4 Jahren gerade Mal schlappe 50 Euro pro Monat (also insgesamt 2400 Euro) zurückerhalten was  wahrscheinlich nicht einmal die Zinsen für den aufgenommenen Kredit kompensieren dürfte. Ob das milde Urteil (7 Monate Haft auf Bewährung und Zahlung der erwähnten 50 Euro monatlich an das Opfer für 4 Jahre) nicht eher eine Ermutigung für Nachahmer darstellt? Hier die ganze Pressemeldung im Wortlaut:

Bonner Gericht verurteilt Wahrsagerin

Betrügerin kassierte 33 600 Euro für Fluchaufhebung mit Engelshilfe und verschwand

Von Rita Klein

Bonn. Als Wahrsagerin machte sich die Frau auf der Anklagebank im Sommer 2008 in der City an eine 27-jährige Frau heran – und bewies damit zumindest exzellente Menschenkenntnis: Die sensible und labile junge Frau befand sich gerade in einer gesundheitlich und emotional so verzweifelten Lage, dass sie für die Wahrsagerin leichte Beute war. Sie glaubte der Frau mit den angeblich übersinnlichen Kräften, dass ein Fluch auf ihr laste.

Und auch, dass die Wahrsagerin diesen Fluch mit Hilfe von Engeln vertreiben könne, wenn sie genug dafür zahle. Das tat die 27-Jährige, doch statt des Fluches war am Ende nur die angebliche Wahrsagerin mit insgesamt 33 600 Euro weg. Da suchte die 27-Jährige Hilfe bei höchst irdischen Instanzen, erstattete Anzeige und sieht die Frau, die ihre Hilfsbedürftig- und Gutgläubigkeit so schamlos ausgenutzt hat, nun vor Gericht wieder.

Schweigend hört sich die 28-jährige Angeklagte an, wie ihr Opfer schildert, was vor einem Jahr geschah: Wie die Frau sie als Wahrsagerin angesprochen und ihr auf den Kopf zugesagt habe, dass sie Hilfe brauche. Und da sie im Kontakt mit Engeln stehe, wisse sie, was zu tun sei, um den Fluch zu bannen. Das habe allerdings seinen Preis. Die verzweifelte junge Frau zahlte für drei angebliche Kerzen- und weitere Fluchbannungsrituale mit Engelsbeistand 2 600 Euro. Besser ging es ihr danach nicht.

Und so holte die Wahrsagerin am 27. August zum finalen Coup aus. Sie versprach der 27-Jährigen die endgültige Aufhebung des Fluches, wenn sie für ihre fünf Engel so viel Geld wie möglich bei der Bank leihe.

Aber wichtig sei: Eine blonde Bankmitarbeiterin müsse es ihr geben. Mit diesem Geld müsse sie in weißem Kleid und mit roten Rosen nach Saarbrücken kommen, ihr das Geld und zwei Ringe geben, damit sie, die Wahrsagerin, damit dreimal betend um die Kirche laufen könne.

Das Geld müsse die 27-Jährige dann zurück zur Bank bringen, wo sie es nur einer dunkelhaarigen Mitarbeiterin geben dürfe. Ihr Opfer lief von Bank zu Bank, bis ihr eine 31 000 Euro lieh, fuhr mit dem Geld nach Saarbrücken, gab es der Wahrsagerin – und sah es nie wieder.

„Hat Ihnen denn keiner Ihrer Engel gesagt, dass Sie das nicht tun dürfen?“ fragt Schöffenrichter Frank Liegat die Angeklagte süffisant. Die Mutter von vier Kindern, die von Sozialhilfe lebt, beteuert zwar, dass sie alles bereue.

Doch sie verzieht höchst verärgert das Gesicht, als das Gericht sie nicht nur wegen Betruges zu sieben Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, sondern auch vier Jahre lang zur monatlichen Zahlung von 50 Euro an das Opfer. Das ist mittlerweile völlig verschuldet.

Artikel vom 22.07.2009





… und wieder keine SoFi-Katastrophe

22 07 2009

Heute morgen gab es eine Sonnenfinsternis in Asien und wie vor knapp 11 Jahren in Europa haben die üblichen Katastrophenpropheten mit ihren Voraussagen mal wieder nicht Recht gehabt. Waren es 1999 bei uns eine ganze Reihe von Nostradamusdeutern sowie die bekannte schweizer Sternverdeuterin Elisabth Teissier, die im Zuge der damaligen Sonenfinsternis gar schröckliche Katastrophen befürchteten so waren es hier ziemlich konkrete Voraussagen von Erdbeben und möglicherweise drohenden Tsunamis, über die Florian in seinem Blog Astrodictuicum Simplex berichtete. Die Prognose war dabei sogar überaus genau …

6+ Magnitude Quake on 22 July 2009 at 3:00 pm Local Japanese time. This will be follower by two level 5+ Earthquakes and a Tsunami between 5:00 pm and 7:00 pm. The tsunami will start out in the pacific ocean (to the South East of Japan … Along the fault line) and hit all the islands to the south west of Japan, Indonesia and even reach New Zealand. The major quakes will actually be along the fault lines inthe Ocean.

… und stützte sich übrigens nicht auf irgend einen alten oder neuen Propheten, sondern die Autoren beriefen sich auf Simulationen der Wirkungen der Gravitationskräfte auf tektonische Platten. Was die Autoren hier simuliert haben wollen ist jetzt egal, denn die Realität war es offensichtlich nicht. Viel spannender und schöner sind die ebenfalls bei Florian zu findenden Bilder der Sonnenfinsternis

Dass die Sonnenfinsternis auch hierzulande die esoterische Beraterbranche inspirieren soll zeigen die heutigen Pressemeldungen des Beraterportals viversum. Die auf Businessportal24.com und PresseEcho.de veröffentlichten Werbetexte sollten ja eigentlich gleich sein, doch scheinen den für die Veröffentlichung zuständigen Mitarbeitern nicht bekannt zu sein, wie man Links in eine Pressemeldung setzt. So liest sich das Ganze jetzt bei Businessportal24 eigenartiger Weise so …

Einer der führenden Anbieter für Astrologie viversum, Horoskope viversum und Esoterik viversum ist viversum.“

… während bei PresseEcho wenigstens noch die – sicher beabsichtigten – Links zu erkennen sind …

Einer der führenden Anbieter für Astrologie http://www.viversum.de/astrologie.php, Horoskope http://www.viversum.de/horoskop.php und Esoterik http://www.viversum.de/esoterik.php ist viversum.

… die jedoch nicht funktionieren. Die Beschreibung der Sonnenfinsternis ist auch ein wenig seltsam geraten – oder erinnert sich irgendjemand an einen aus der Sonne herausbrechenden Mond im August 1999?

Das besondere an einer Sonnenfinsternis ist, wie am helllichten Tag das Sonnenlicht seine Kraft verliert und die Farben langsam verblassen, bis hin zu dem Moment, wo aus der leuchtenden Sonnen heraus der Mond hervorbricht.

Immerhin stimmt das Ende irgendwie:

Der faszinierende Anblick der zart leuchtenden Sonnenkorona ist überwältigend.

Was das mit dem folgenden Werbeblabla über Astrologie zu tun haben soll, das ist den Autoren der viversum-Meldung wohl ebenso schleierhaft wie das Setzen von Links in Texten …





Polizei warnt vor Betrugsmasche vermeintlicher Wahrsagerin …

20 07 2009

Die bayerische Polizei warnt vor einer vermeintlichen Wahrsagerin, die in den letzten Tagen in Günzburg und Kempten geschätzte 40.000 Euro ergaunert hat. Auch wenn der erste Teil der Masche der Täterin alles andere als neu ist (dass man seinen Opfern Angst vor irgend einem Unheil einredet um dieses dann gegen Entgeld irgendwie zu beseitigen, das kennt man von einer Vielzahl esoterischer Abzockangebote), so ist der dann folgende „Trick“ älteren Kinofans aus der Anfangssequenz des 1974 mit 7 Oscars prämierten Filmklassikers „Der Clou“ bestens bekannt:

Chicago 1936: Der junge Trickbetrüger Johnny Hooker und sein erfahrener Kollege Luther Coleman betrügen einen Gangster namens Mottola. Luther täuscht als reicher Mann verkleidet einen Diebstahl seiner Brieftasche vor. Er bittet Mottola, einen größeren Betrag als Schutzgeld bestimmt für ihn schnell an einem bestimmten Ort abzuliefern. Johnny zeigt ihm, dass er sein Geld, in einem Taschentuch eingewickelt, in der Hose verstecken soll. Dabei tauscht er das eingewickelte Geld von Mottola geschickt gegen ein Päckchen mit wertlosem Papier aus. Mottola steigt in ein Taxi und wundert sich, dass ihm jemand so viel Geld anvertraut hat. Er fährt, anstatt das Geld wie vereinbart abzuliefern, in die entgegengesetzte Richtung und bemerkt, dass die beiden ihn reingelegt und um elftausend Dollar erleichtert haben.

In Günzburg lief das ganz ähnlich ab:

Am 14.07.09, gegen 10.30 Uhr, begab sich eine 54-jährige Frau auf den Wochenmarkt in Günzburg. Dort wurde sie von einer ihr unbekannten Frau mit vermutlich osteuropäischer Herkunft angesprochen, die sich als Wahrsagerin ausgab und der Frau einredete, dass sie sehr krank sei und die Ärzte ihr nicht helfen könnten. Eine zweite Täterin kam hinzu und bekräftigte die Heilkraft der Wahrsagerin.

Soweit so gut, aber mit dem bischen Geld, das man normalerweise beim Besuch des Wochenmarkts in der Tasche hat gaben sich die Betrügerinnen nicht zufrieden, denn …

Die Frau wurde überredet, ihr ganzes Bargeld in Scheinen von zu Hause zu holen, wobei ihr versichert wurde, dass ihr Geld bei ihr bleibt und es nur zur Heilung benötigt würde. Die Frau ging mit einer Täterin nach Hause, holte ihr ganzes Bargeld und die beiden Frauen trafen sich anschließend mit der zweiten Täterin im Stadtzentrum.

… sie wollten – natürlich – mehr, bekamen es auch und verschafften sich 3 Tage Vorsprung:

Auf einer Parkbank packte nun eine der Täterinnen das Geld in ein von ihr mitgebrachtes neues Geschirrtuch, verschnürte das Päckchen und gab es der Frau. Diese sollte das Päckchen nun 3 Tage unter ihr Kopfkissen legen, nicht öffnen und dann wollte man sich an gleicher Stelle wieder treffen. Als die Geschädigte am 18.07.09, um 05.00 Uhr, zuhause das Päckchen öffnete, befanden sich darin nur Papierschnipsel. Sie hatte nicht bemerkt, wann die zwei Päckchen miteinander vertauscht wurden.

Wie die Polizei weiter berichtete scheinen die Betrüger schon länger unterwegs zu sein:

Ein vergleichbarer Fall hatte sich bereits vor wenigen Tagen in Kempten ereignet. Auch hier wurde einer Frau eine Erkrankung suggeriert. In den beiden Fällen konnten die vermutlich identischen Täterinnen insgesamt rund 40.000 Euro ergaunern. Offensichtlich handelt es sich um überregional agierende Täterinnen. Ähnliche Fälle wurden aus anderen Regionen Schwabens ebenfalls gemeldet. Die Polizei warnt dringend davor sich auf entsprechende „Geschäfte“ einzulassen. Bei Antreffen der Personen wird um umgehende Verständigung der Polizei gebeten.

Schon im April dieses Jahres hatte der Ratgeber-News-Blog von einer ähnlichen Warnung berichtet, nachdem eine einschlägig vorbestrafte „Fluchaustreiberin“ 2 Jahre nach ihrer Verurteilung wieder im Raum Aalen aufgetaucht war…





Vermischtes vor dem Urlaub

6 07 2009

Da ich in den letzten Wochen im Job ziemlich eingespannt war musste der Blog ein wenig darben. Jetzt ist endlich Urlaub, und morgen früh wird das Auto gepackt und dann ist 2 Wochen Frankreich angesagt. Vorab noch ein paar Kleinigkeiten und Fundsachen:

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie Alternativmediziner in der Notaufnahme arbeiten kann sich über Kritisch gedacht einen wunderbaren Sketch aus England ansehen. Neben dem – erfolglosen – Versuch die Lebenslinie des eingelieferten Patienten mit einem Kugelschreiber zu verlängern finde ich das „homoeopathic Lager“ am Ende einfach grandios. Die beiden Comedians haben zumindest noch einen weiteren Sketch für Skeptiker auf Lager und auch der ist absolut shenswert.

Dass der Tod von Michael Jackson natürlich auch unter Astrologen diskutiert wird war zu erwarten. Die Frage, ob er in den Prognosen des Jahres 2009 vorkam auch. OK, Jacko war in der Liste „deatch and health watch“ von Nikki Pezaro verzeichnet, aber das war er auch schon  2003/2004, 2005 und 2008  (alles auf der gleichen Webseite).

Questico soll  möglicherweise einen Preis kriegen – natürlich nicht für seine „einfühlsamen Berater“ und deren treffsichere Zukunftsprognosen sondern für die von ihnen eingesetzte Technik. Die nicht unbekante Firma Dell vergibt alljährlich den „Small Business Award“ und laut der dazugehörigen  Pressemeldung geht der Preis an

kleine und mittlere Unternehmen aus, die IT besonders innovativ in ihren Geschäftsprozessen einsetzen, um die Kundenzufriedenheit zu steigern.

Schön für Questico, dass alleine die Tatsache, dass das Unternehmen auf der Auswahlliste ist, irgend einemVorstand bereits ein neues Notebook sichert.

Beim astrologischen Lottotest von Herrn Wolters sind die ersten 17 Ziehungen vorbei. Die Trefferquoten bewegen sich – wie erwartet – im Rahmen der Zufallswahrscheinlichkeit. Herr Wolters hat bisher 2 Treffer, 6 meiner 10 zum Vergleich erstellten Zufallszahlenreihen auch. Bei 2 meiner Zufallsreihen gab es noch keinen und eine hat einen Treffer. Klar und deutlich in Führung liegt meine 5. Zufallsreihe mit sage und schreibe 5 Treffern. Zur Erinnerung: Herr Wolters hat für jede Ziehung bis zum Jahresende jeweils 10 Zahlen mit einem auf Basis astrologischer Konstellationen arbeitenden Computerprogramm berechnet und veröffentlicht und er erzielt einen Treffer, wenn unter den 10 Zahlen mindestens 3 Richtige sind (die Zusatzzahl zählt dabei nicht dazu, denn die erhöht nur die Quote). Rein rechnerisch beträgt die Wahrscheinlichkeit bei diesem Setting einen Treffer zu erzielen ca. 9% bzw. 1/11.

Florian Freistetter hat nicht nur einen guten Artikel über Erich von Däniken im aktuellen Skeptiker veröffentlicht, er hat auch ein weiteres Nonsens-Angebot aus dem Bereich der Astrologie gefunden und die Verhaftung eines Astrologen in Sri Lanka kommentiert. Dieser wanderte nicht etwa wegen falscher Voraussagen ins Kittchen, sondern weil er dem Präsidenten das nahende Ende seiner Amtszeit prognostiziert hatte.

Novch mehr Astrologie gibt’S bei Penn&Teller. Die haben sich in ihrer Bullshit-Reihe – endlich – der Sterndeutung angenommen und inzwischen ist war das Ganze in drei kleine Teile zerlegt auf YouTube zu finden. „War“, weil der 3. Teil auf Grund eines „Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube“ entfernt wurde. OK, es gibt andere Orte im Web, von denen man die Bullshit-Folge in voller Länge anschauen (… wenn man deren Player herunterlädt) oder herunterladen kann.

Jetzt muss ich aber so langsam mal meine Taschen packen und meine Urlaubslektüre vorbereiten: Colin Goldner’s Dalai Lama Buch, eine Portion Terry Pratchett, Joe Jackson’s „cure for gravity“  und Donald O’Shea „The Poincare Conjecture“ – aber ich vermute ja, dass ich höchstens eines der Bücher schaffe und ansonsten die hoffentlich reichlich vorhandene Sonne, die schöne Landschaft, das gute Essen und den ortsüblichen leckeren Rotwein geniessen werde.








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