Nein, in diesem Lied geht es nicht um Astrologie ..

25 06 2013

sondern um das Hobby von Mutter Stallone, deshalb heißt es ja auch „What About ASSTROLOGY?“:

Das Ganze ist übrigens ein Auszug aus der grandios besetzten Comedy-Show namens „What about Dick?“ von (und mit) Ex-Monty-Python Eric Idle.

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Das Problem skeptischer Singles …

23 06 2013

… insbesondere beim zweiten Date kann man in diesem wunderbaren Dilbert-Cartoon bewundern:

91352.strip

Gefunden im 2013-er Dilbert-Kalender – und im Archiv von Scott Adams.





Die vhs Mainz und ihr Leitbild: Epic Fail!

22 06 2013

In seinem Blogbeitrag Hokuspokus in der Wissenschaftsstadt hat scilogs-Autor Michael Kahn über einige fragwürdige Kurse an der Volkshoschschule Darmstadt geschrieben und – zurecht – gefragt, ob solche Kurse in der vhs einer Stadt, die sich seit 1997 mit dem Beinamen „Wissenschaftsstadt“ schmückt, nicht vollkommen deplaziert sind. Bei seiner Kritik bezieht er sich auf den Begriff „Wissenschaftsstadt“, und  kommentiert:

Ich meine allerdings, eine Wissenschaftsstadt erkennt man an anderen Dingen, vorrangig an der Wertschätzung, die den Wissenschaften dort in der Öffentlichkeit entgegengebracht wird.

Nicht erwähnt hat er, dass sich auch im Leitbild der vhs der Begriff Wissenschaftsstadt findet …

Wir sind die Erwachsenenbildungseinrichtung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und arbeiten im öffentlichen Auftrag.

… und dass der „Slogan“ der vhs ihren kritisierten Angeboten zur Homöopathie schon mal fundamental widerspricht:

Slogan: Übermorgen nicht von vorgestern sein! Heute noch zu Ihrer vhs!

Damit man übermorgen nicht von vorgestern ist werden also Kurse angeboten, deren „Wissen“ längst veraltet ist – den Slogan sollte die vhs Darmstadt schleunigst umformulieren.

Aber hier soll es ja um die vhs meiner Heimatstadt Mainz gehen. Dass es hier auch bisweilen recht zweifelhafte Kurse gibt hatte ich schon vor über drei Jahren angemerkt (als ich mal zeitweise nicht hier wohnte), und nachdem mir eine freundliche Mitarbeiterin der vhs letztes Wochenende nach dem Besuch auf dem wunderschönen Mainzer Wochenmarkt das aktuelle Programmbuch in die Hand drückte, habe ich natürlich sofort nachgeschaut, ob der von mir damals erwähnte Pendelkurs noch immer im Angebot ist. Und tatsächlich, er ist es, und das regte gleich eine diesbezügliche Nachfrage bei der Dame an.  Meinen Vorwurf, dass dies doch Betrug an ihren Kunden sei, wenn das, was in der Kursbeschreibung steht, gar nicht geleistet werden könne, konterte sie mit einem lockeren „man wolle eben für alle etwas bieten“. In den letzten Tagen habe ich dann ‚mal ein wenig im Programm gewühlt, immer die folgenden Sätze aus dem Leitbild der vhs Mainz vor Augen:

Die vhs orientiert sich an den Prinzipien der Aufklärung, Demokratie und Würde des Menschen.

Bedarfsgerechte, preisbewusste und qualitativ hochwertige Bildungsangebote sowie qualifiziertes und engagiertes Personal bilden die Basis, um als konkurrenzfähiges Dienstleistungsunternehmen auf dem  Markt zu bestehen und das in uns gesetzte Vertrauen zu bestätigen.

Tja, wie der Pendelkurs mit dem Begriff „Aufklärung“ und die – auf deutsch – Verarschung der Kursteilnehmer mit der „Würde des Menschen“ (ok, das ist jetzt bewusst etwas hochgestochen) in Einklang zu bringen sind, wissen wohl nur die Veratwortlichen der vhs Mainz. Es wäre ja auch wirklich zu vernachlässigen, wenn dies der einzige Kurs wäre, der jedweder Aufklärung widerspricht – aber das ist leider nicht so. Die Referentin des Pendelkurses hat noch ein zweites Thema im Angebot: Die Aura – eine ganz normale Erscheinung. Hier beginnt die Beschreibung schon mit einem Satz, der sich selbst widerspricht:

Seriöse Wissenschaftler beschäftigen sich bereits mit den feinstofflichen, meist nicht sichtbaren Energien von Lebewesen und Materie.

Entweder ein Wissenschaftler ist seriös, oder er beschäftigt sich mit feinstofflichen Energien. Und der nächste Satz ist dann eine glatte Lüge:

Die menschliche Aura umgibt den Körper in mehreren Schichten, deren Größe und Farben sich je nach Gesundheits- und Bewusstseinszustand verändern.

Nein, das sind Hirngespinste!

Es werden Möglichkeiten zu Reinigung, Stärkung und Schutz aufgezeigt.

Reinigung, Stärkung und Schutz von einem Hirngespinst? Doch, genau darum gehts, und man soll soweit „vorhanden, eigene Geräte (Pendel, Tensor, Rute) mitbringen„. Wenn irgendwelche Eso-Läden solche Kurse abnbieten, dann ist das ja ok (jede/r darf sich bescheissen lassen von wem er/sie will), aber wenn die vhs ein solches Angebot auch noch durch einen Kurs adelt, dann ist das schlicht lächerlich und alleine diese beiden Kurse wären ein Grund, den Verantwortlichen die Benutzung des Wortes „Aufklärung“ zu untersagen. Immerhin sind diese beiden Kurse dann doch in der vhs-Systematik unter („Mensch und Gesellschaft“ – „Neue Wege (Psychologie, Kommunikation, Astrologie, Esoterik)“ -) „Esoterik“ , unter der richtigen Überschrift einsortiert.

Dass es zusätzlich noch eine Rubrik Astrologie gibt macht das Leitbild noch lächerlicher. OK, es gibt nur einen einzigen Kurs (in Psychologischer Astrologie) aber dass die Sterndeutung Unsinn ist sollte sich doch eigentlich auch bis Mainz herumgesprochen haben. Viel interessanter ist, dass die Referentin des Astroquatschs auch noch einen anderen Kurs anbietet: Persönlichkeit – Partnerschaft – Beruf in der heutigen Zeit, und dieser wird in der vhs Systematik nebenan unter „Psychologie“ einsortiert. Gemäß ihrer Homepage benutzt die Referentin folgende Methoden: Magnetfeldtherapie, Psychologische Astrologie, Bioenergetische Energie und Spiritualität. Was das mit Psychologie zu tun haben soll, dürfte Geheimwissen der Verantwortlichen sein.

Auch andere Kurse aus dieser Rubrik scheinen sich nicht unbedingt an dem zu orientieren, was man normalerweise unter Psychologie versteht. Über dies und weitere zweifelhafte Kurse werde ich in einem zweiten Teil berichten.





Astrologie für ein Flugzeug (… und Peer Steinbrück)

18 06 2013

Auf meine Twitterfollower ist Verlass. Kaum findet eine/einer eine „interessante“ Prognose, schon kriege ich Nachricht. Dieses Mal geht es um Rolf Liefeld, einen Astrologen aus München, und seine Astrologische Untersuchung zum Jungfernflug des A350. Dass man als Astrologe tatsächlich auf die absurde Idee kommt den Zeitpunkt des Jungfernflugs eines Flugzeugs für eine astrologische Analyse zu nutzen, das wundert mich überhaupt nicht, das machen diese Leute ja des Öfteren. Und – wie nicht anders zu erwarten – kann der Mann mit wirklich tollen Prognosen zu diesem neuen Flugzeugmodell aufwarten. Das liest sich dann so:

Chiron im 8. Haus im Quinkunx zum Aszendenten, der noch dazu sehr exakt ist (nur drei Gradminuten), lässt allerdings eine Fehlerquelle oder ein späteres Unglück vermuten, das dem A350 sehr zu schaffen machen wird, jedoch ist dies nicht der hauptsächliche Eindruck, dieser bleibt positiv.

… oder …

Die Sonne in den Zwillingen, noch dazu im 11. Haus, scheint zu rufen: „Hinaus in die weite Welt, ich will überall hin und alles kennenlernen“. Angst davor, dass der A350 ein Ladenhüter bleibt, braucht man bei dieser Konstellation nicht zu haben.

… oder …

Nessus im Sextil zu Mond/MC deutet auf ein sehr ernstes Problem hin, das mit dem Flieger verknüpft ist, und das wohl derzeit noch nicht bekannt sein dürfte. Jedoch wird Airbus die Kraft haben, dieses Problem so zu lösen, dass hierdurch kein großer Imageschaden entstehen dürfte.

… oder …

Insbesondere bei Konjunktionen zu Chiron durch Langsamläufer, oder durch Mars, wenn gleichzeitig schwierige Langsamläuferaspekte exakt sind, kann zu einer schmerzhaften Katastrophe mit dem Airbus führen.

Ein grandioses Sammelsurium von Konjunktiven – und neben Katastrophen, Unglücken und Problemen immer mal wieder der Hinweis auf den Erfolg des neuen Fliegers: der sprichwörtliche Hahn auf dem Mist hätte es nicht besser ausdrücken können.

OK, ob der neue Airbus ein Erfolg wird, das wird sich erst später zeigen, aber der Mann hat auch eine Prognose für 2013 auf Lager. Es geht um die Bundestagswahl im Dezember, und Herr Liefeld fragt: Hat Peer Steinbrück eine Chance gegen Angela Merkel?

Und was fand er (der Artikel datiert vom 28. April 2013)? Analog der damals aktuellen Umfragen sieht sein Fazit für den SPD-Vorsitzenden düster aus:

Aus Sicht der bekannten Progressionen lässt sich sagen: Der wird es ganz bestimmt nicht. Es müssten schon starke Aspekte zu Aszendent oder Medium coeli, die ja leider nicht bekannt sind, vorhanden sein, um Steinbrück hier noch einen Wahlsieg prophezeihen zu können. In Hinblick auf die Transite wird der Wahlabend für ihn unangenehm bis belanglos.

Nun ja, selbst wenn er Recht hätte wäre diese Prognose kaum geeignet um irgend jemanden hinter dem Ofen hervor zu locken. Aber immerhin hab‘ ich jetzt eine weitere Seite, die man in regelmäßigen Abständen nach Prognosen durchsuchen kann.

(Das war Nummer 36 Astrologen / Wahrsager / Hellseher für 2013)





Wow!

7 06 2013

Dieses YouTube-Video ist wirklich einfach klasse (wie auch der Titel schon sagt):





Astrologische Schönrechnerei

4 06 2013

Die Seite astrax.de beobachte ich schon seit vielen Jahren. Der Autor hatte 2001 bis 2004 immer wieder Tage definiert, ab denen die Börse nach unten gehen sollte und sich eine Trefferquote von 84% bescheinigt, die sich bei näherem Hinsehen allerdings als eher lächerlich entpuppte – dass seine Trefferquote genau der Zufallserwartung entsprach, konnte man leicht zeigen.

Später dann hatte ich eine Zeit lang ganz konsequent sein Experiment verfolgt, mit dem er – immer einen Monat im Voraus – prognostiziert ob der DAX an einem Handelstag steigt oder fällt. Immerhin, das Vorgehen ist hier aus wissenschaftlicher Sicht vollkommen in Ordnung. Treffer sind eindeutig definiert, und das Berechnen der Trefferquote ist wirklich sehr leicht. Es war wieder einmal leicht zu zeigen, dass dieses Experiment eben keine auffälligen Trefferquoten lieferte, und auch in diesem Jahr sieht es bei diesem Experiment eher mau aus. Wobei ich die Tatsache, dass seine Trefferquote in 2013 im Moment gerade mal bei 46% liegt, als normale statistsche Schwankung ansehe.

Herr K. macht aber seit 2011 noch eine weitere Vorhersage, und um die soll es jetzt gehen. Was er da prognostiziert klingt so:

Wann geht die Börse runter? Psychologische Stimmung, Grundhaltung:
Jahresprognose (veröffentlicht am 09.01.2013) Börse weltweit in 2013

Dieses Mal versucht er also eine Art psychologische Stimmung astrologisch zu beurteilen – und er „misst“ seinen „Erfolg“ an Hand der Börsenindices DAX und DowJones. Mal sehen wie gut das bisher geklappt hat und wie gut seine Trefferquote ist. Beginnen wir im Jahr 2011 (auf der Webseite unter „Börse / Rückblick“ zu finden):

Januar:        anfangs unruhig, auf und ab, ab 13. abwärts, ab 25. aufwärts
DAX: 6990 -> 7077 • DOW: 11.671 -> 11.879 richtig

OK, das Häkchen soll also einen Treffer anzeigen. Aber war das wirklich so? Man kann ja die historischen Indexstände zum Beispiel bei yahoo-Finanzen einsehen, was ich natürlich auch gleich getan habe. Besonders unruhig war der Börsenmonat ja nicht, irgendwie „auf und ab“ geht es immer, dass es ab dem 13. Januar abwärts ging war nicht so ganz richtig und das mit dem „aufwärts“ ab dem 25. Januar ebenfalls nicht (DAX: am 13.1. 7075; am 25.1. 7059 und am 31.1. 7077; DowJones am 13.1. 11731; am 25.1. 11977 und am 31.1. 11891). Dass die Märkte über den Monat hin steigen hatte er nirgends vorausgesagt – wofür also das Häkchen? Aber weiter zum Februar:

Februar:       ein „schwarzer Monat“
DAX: 7184 -> 7272 • DOW: 12.040 -> 12.187
Der „schwarze Monat“: 21.02.-18.03.2011, DAX verlor 9 %, DOW 4 % richtig

Das am Ende der letzten Zeile zu findende Häkchen ist eine absolute Frechheit! Wie man an den Daten sieht war der Februar eben kein „schwarzer Monat“ – beide Indices sind leicht gestiegen …

März:           Erholung
DAX: 7223 -> 7041 • DOW: 12.058 -> 12.320 richtig

Und wieder ein Häkchen … … obwohl es beim DAX einen Verlust von über 2,5% gab. Bestenfalls ein halbes Häkchen wäre angebracht gewesen – und zwar für die bisherigen drei Monate. Während sich in der Logik des astrologischen Prognostikers also quasi bereits 3:0 Treffer ergeben haben sieht der gesunde Menschenverstands bestenfalls das Verhältnis 0,5:2,5. Von April bis November kann ich dem Herrn sogar zustimmen, bei 5 von 8 Monaten gestehe auch ihn ihm Treffer zu, dazu 3 Nieten – fehlt nur noch der Dezember:

Dezember:    unstet, instabil, auf und ab, seitwärts
DAX: 6036 ->5898 • DOW: 12.020 -> 12.218 richtig falsch

Hmmm – wenn der DAX also um etwa 2% fällt ist das „seitwärts“, wenn der DOW um weniger als 2% steigt ist das nicht seitwärts???? Und wie war das im Mai?Weniger als 2% Verlust im DOW waren ein Beleg für „abwärts“? Also irgendwie sind die Trefferdefinitionen doch sehr widersprüchlich. Mehr als 50% Trefferquote kann man ihm für 2011 nicht zugestehen.

Und 2012? Da geht es eigentlich genau so weiter. Immerhin gibt er jetzt auch eine Gesamtperformance an:

Monatsprognosen: 2 x unentschieden, 3 x falsch, 7 x richtig = 70 % richtig.

Na ja, die 2* Unentschieden addieren sich zu 8 aus 12 statt 7 aus 10 – dann wären es also nur 66%. Aber die einzelnen „Treffer“ sind auch ein wenig zweifelhaft, insbesondere wenn man sie mit denen aus dem letzten Jahr vergleicht. So hatte er sich im April einen „Abwärts-Treffer“ auch für den DOW gutgeschrieen, obwohl der Index nur um etwas mehr als 0,3% fiel (im Jahr vorher fiel das noch unter „seitwärts“). Änliches ist das im Dezember (da fiel der DOW um weniger als 0,2%) und auch der vermeintliche DAX-Aufwärtstreffer im November ist mit weniger als 1% eher zweifelhaft.

Aber das zeigt schon das Hauptproblem dieser Prognosen. Eine genaue Definition von „aufwärts“, „abwärts“ oder „seitwärts“ sucht man vergebens und die von Herrn K. selbst getroffenen Abgrenzungen sind widersprüchlich. Sow erden seine vermeintlichen Treffer einfach nur noch lächerlich.

Und für 2012 macht der Mann genau so weiter:

Januar:        unruhig, abwärts
DAX: 7779 -> 7776 • DOW: 13.332 -> 13.861 richtig/ falsch

Eine Differenz von ganzen 3 Punkten beim DAX ist also ein Beleg für „abwärts“?

März:           ruhig, aufwärts
DAX: 7742 -> 7795 • DOW: 14.054 -> 14.579 richtig

Eine Differenz von weniger als einem Prozent beim DAX ist also ein Beleg für „aufwärts“? Nicht doch „seitwärts“?

Nein, so kann man nicht zeigen, dass irgendwelche astrologischen Analysen sich für die Voraussage von Aktienmärkten eignen. Dafür müsste Herr K. sich schon vorher ein wenig genauer dazu äußern, was denn nun als Treffer für seine Prognosen anzusehen ist – und was eben nicht!








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