Eine Scharlatanin wirbt mit vermissten Kindern: WIDERLICH!

5 08 2015

Ja, es kommt vor, dass in diesem unserem Lande Kinder verschwinden. War es ein Unfall, ein Verbrechen gar? Solange man keine weiteren Informationen hat sollte man sich mit Einschätzungen zurück halten – aber für die betroffenen Eltern ist diese Zeit der Ungewissheit mit Sicherheit die totale Hölle. Lebt mein Kind noch? Wurde es entführt? – Die entscheidende Frage ist aber eigentlich: Was ist passiert?

OK, man weiß es eben nicht. Aber da gibt es ja Scharlatane wie Evelyn Stötzner, eine selbst ernannte Hellseherin, die behauptet den Aufenthaltsort von gleich zwei derzeit vermisster Kindern zu kennen. Aber in zumindest einem Fall sagt sie ja nicht einmal der Polizei Bescheid:

Auch im Fall des vermissten Elias, erhält die Hellseherin Evelyn Störzner Bilder von einem Ort, an welchem er sich aufhält. In diesem Fall war sie noch nicht bei der Polizei, denn was soll das bringen, wenn dies solange dauert und dann doch nicht nachgesehen wird?

Warum sollte man eigentlich nachsehen, wenn die Frau nicht nachweisen kann, dass ihre Hellsehereien richtig sind? Wenn sie das könnte, dann wäre es ein Leichtes hier diverse Belege zu bringen, aber das scheint sie ja nicht zu machen – klar, und gut so, dass dann die Polizei nicht anspringt

Sie möchte sich nirgends aufdrängen, sie hielt sich hierbei lieber zurück. Jedoch lässt sie auch das Schicksal der Kinder und deren Angehörigen nicht los und sie möchte gerne helfen. Was wäre denn so schlimm, einfach mal nachzufragen ob die Eltern einem Telefonkontakt zustimmen?

Warum sollten die Eltern mit ihr reden? Entweder sie weiß es – als Hellseherin – oder eben nicht! Und schon kommen weitere Lügen:

In Amerika ist es normal das die Polizei mit einem Medium zusammenarbeitet, nur hier in Deutschland ist es noch nicht soweit.

Äh nein, ist es nicht! Ich war ja gerade erst in den USA, dort kennt man auch nur die entsprechenden Behauptungen selbsternannter Hellseher … … aber vielleicht kann die Dame das ja irgendwie belegen? Ich frage mal auf Facebook nach … … aber Belege gibt es natürlich nicht!

Aber die Dame redet ja noch weiter:

Frau Evelyn Störzner sagt: „Ich verstehe es ja, der Mensch braucht Beweise. Wenn die Polizei meine Dokumentationen möchte, aus welchen hervorgeht, dass meine Ortsbeschreibungen und Entfernungsangaben zu vermissten Personen zu 98% übereinstimmten, als man sie fand, so können sie diese gerne haben. Hauptsache es geht endlich mal jemand diesen Hinweisen nach.

98% Übereinstimmung? Das wüsste ich doch gerne genauer, nein – ganz genau! Bitte, Frau Stötzner, zeigen Sie uns ihre 98%-Übereinstimmungsdokumentationen! Ich bin schon mal neugierig! Auf ihrem Facebookprofil haben sie ja Rückfragen dieser Art ziemlich brüsk abgewehrt … … also los: Hellseherin oder Scharlatanin? Es liegt an ihnen wie sie eingeschätzt werden! Belegen Sie doch einfach ihre behaupteten Erfolge – falls nicht müssen sie sich als schamlose Scharlatanin bezeichnen lassen, die die Verzweiflung der Eltern der vermissten Kinder auf widerlichste Art ausnutzen möchte um für sich zu werben. Sie sind dran! Zeigen Sie uns was sie zu können glauben bzw. was sie zu können behaupten – wenn sie das nicht können sollten sie einfach schweigen (ich habe übrigens diverse Facebooksätze von ihnen per Screenshot gesichert …).

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11 12 2015
Prognosen-Check: Was hat die blinde bulgarische Seherin Baba Vanga zum IS gesagt? @ gwup | die skeptiker

[…] Scharlatanin wirbt mit vermissten Kindern: WIDERLICH! Wahrsagerchecks-Blog am 5. August […]

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