Fußball-WM 2014 – vor dem Halbfinale: Statistiker für Brasilien, Mehrheit der Orakeltiere sieht Deutschland vorne (mit Updates, einem Blutegel und Voodoo!)

7 07 2014

Updates vom 8.7., 15:00 Uhr in rot!

Updates vom 8.7., 17:30 Uhr in grün!

spätere Updates in blau!

Morgen Abend steigt das erste Halbfinale der Fußball-WM, und nach den bisherigen Ergebnissen waren die Statistiker mit ihren Simulationen gar nicht so schlecht. OK, Spaniens Scheitern in der Vorrunde war eine Überraschung, aber mit Brasilien, Argentinien und Deutschland haben es drei Favoriten unter die letzten vier Mannschaften geschafft – nur die Holländer waren zu Beginn nicht so ganz auf der Rechnung der verschiedenen statistischen Spielereien. Für das erste Halbfinale sind sich die drei von mir betrachteten Simulationsrechnungen aber einig:

Brasilien gewinnt!

Die Wahrscheinlichkeiten für einen brasilianischen Sieg werden mit 63% (WorldCup-Simulator), 66,2% (Roger Kaufmann) und 62,11% (Fußballmathe.de) angegeben. Beim 2. Halbfinale ist das Ergebnis nicht ganz so eindeutig, denn während beim WorldCup-Simulator und bei Roger Kaufmann Argentinien die Favoritenposition innehat (65% bzw. 55,8%) setzt Fußballmathe auf einen holländischen Sieg (61,43%). Die Titelwahrscheinlichkeiten sehen jetzt übrigens so aus:

R.Kaufmann Fussballmathe WorldCup-Simulator
Brasilien  43,1%   32,15%   41%
Deutschland  16,9%
  20,58%   20%
Argentinien  23,9%
  19,52%   28%
Niederlande  16,3%   27,74%   10%

Außer bei Fußballmathe ist die Reihenfolge also klar: Brasilien vor Argentinien und Deutschland – nur bei Fußballmathe haben die Niederlande eine Chance. Dienstag und Mittwoch Abend werden wir sehen ob eine große Wahrscheinlichkeit auch dieses Mal wieder ein Indiz für einen folgenden Sieg ist.

Dass die Tiere – wie üblich – mehrheitlich auf die deutsche Mannschaft setzen ist keine Überraschung, hier ist natürlich der Wunsch der Fans Vater des zu deutenden Geschehens. Bei den Nasenbären von Sport-Bild hat man dieses Mal irgendwie  einen Sieg nach Verlängerung und Elfmeterschießen aus dem Geschehen gedeutet, ebenso bei Werbemops Berta. Bei Rentier Dancer entscheiden die völlig unparteiischen „Orakelschiedsrichter“ beim aus beiden Näpfen fressenden Tier auf einen deutschen 2:1 Sieg, Hund Canela frißt das deutsche Leckerchen (das brasilianische möchte er auch noch, aber das wird ihm verweigert), die Pinguine haben irgendwie einen deutschen Ball erwischt, die Puchheimer Möpse sind sich einig, Kuh Faironika, diese Schildkröten (warum eigentlich?), Hase Püppi (mit Hilfe eines zweiten Viehs),  Hund Kimberly, die SüdwestpressemöpseEisbär Anori, Gürteltier Tatu und Pferd Schimmelchen. Auch das gespannte Warten auf den Orakelspruch von Gürteltier Taka hat inzwischen eine Ende: eine weitere Stimme für Deutschland!

Noch mehr Tipps auf Deutschland von Hund Tiffie, Gürteltier Arnold, Polarfüchsin Ronja, ein Blutegel (!!), Hund Otto, Hund Lucky, Igel Sonic, Junghund Schreddi, Katze Lucky, Hund Coco (dauert sehr lange, das Tier musste ja erst geweckt werden, obwohl zwei laute und nervige Typen die ganze Zeit irgendwelchen Blödsinn erzählen), Fluffy & Elton, die Eichhörnchen Flipsi und Flapsi (nach Verlängerung!), Mops Winston, ein namenloser Hund, Hund Kira (braucht lange um den brasilianischen Ballon zu zerstören, aber am Ende klappt’s dann doch) und Gürteltier Flitz (na ja, irgendwie werden beide Bälle beschnuppert, aber nur der deutsche gekickt – ins Finale?).

 

Auf Brasilien setzen hingegen Hund Billie, Artgenosse Aggi und sein Kollege Sherloki, letzterer lag allerdings bisher bei allen Tipps zu 22:00 Uhr Spielen daneben, so dass dieser Orakelspruch fast schon wieder Hoffnung gibt. Schafbock Hansi ist dieses Mal auch mehr auf Samba eingestellt, das brasilianische Meerschweinchen sowieso und auch Zwerghamster Erwin mag sein Futter lieber brasilianisch. Dazu kommen noch Hilde aus Bonn, die Schweinchen von Bayern3 (Niederlage per Eigentor nach 10 Sekunden!) und noch zwei Möpse: dieser und Marvin. Auch dieser Hahn, Kaninchen Lulu, eine Schildkröte namens Herr Lehmann, ein Hund namens Anton (der bisher eine ganz miese Quote hatte: 1 Treffer bei 5 Versuchen) und vertrauen eher dem WM-Gastgeber.

Bis jetzt (15:00 Uhr) (17:30 Uhr) sieht es also so aus:

10 x Sieg (davon 2 x im 11m-Schießen) – 6 x Niederlage

15 x Sieg (davon 2 x im 11m-Schießen) – 10 x Niederlage

30 31 x Sieg (davon 2 x im 11m-Schießen) – 14 15 x Niederlage

Da fehlen natürlich noch eine ganze Menge von Orakeln, aber die werden morgen im Laufe des Tages laufend ergänzt. Besonders interessant ist natürlich weiterhin Taka, das Gürteltier, das bisher noch den allerbesten Eindruck aller Orakeltiere machte – auch wenn die Deuter sich beim Ghana-Spiel offensichtlich vertan hatten und aus Quotengründen auf einen Sieg für Deutschland tippten, obwohl Taka die Nahrungsaufnahme vollständig verweigert hatte.

Nicht mitgezählt wurde Orakelhund Ginger aus Rosenheim, denn das der lieber zum Futter mit der deutschen Fahne rennt, wenn es an der brasilianischen gar nichts zum Schnabulieren gibt hat ja wohl nichts mit Orakelei zu tun. Noch schlimmer ist es bei Meerschweinchen Schweini von Radio Gong: Der Weg zur brasilianischen Höhle wird einfach verbarrikadiert – und auch der Kommentar ist eher unlustig.

Spannend war es bei der von der Rhein-Zeitung in Bad Kreuznach initiierten „Simulation“ mit zwei Schülermannschaften. OK, ein richtiges WM-Orakel ist das ja nicht, aber das Ergebnis wäre durchaus im Sinne der hiesigen Fans: Deutschland siegt im 11m-Schießen mit 4:2 nachdem es in der regulären Spielzeit einen 2:0 Vorsprung verspielt hatte … … insbesondere der Ausgleich kurz vor Schluß wäre Garant für reichlich Nervenkitzel und ein Wechselbad der Emotionen!

Bleibt noch das Lemurakel, aber irgendwie scheint das Durcheinander nicht deutbar zu sein. OK, allzu lustig war das eh nicht. Eine traurige Nachricht für den Orakelzoo kommt aus Remscheid: WM-Orakel „Özil“ musste leider eingeschläfert werden – aber natürlich nicht wegen falscher Prognosen sondern ganz profan wegen einer schweren Krankheit.

Aus dem Kölner Restaurant Delphi wird ein Sieg des deutschen Lorbeerblatts über das brasilianische gemeldet – ob man diesem Orakel vom Delphi wirklich trauen kann? Oder doch lieber dem – gleichen – Ergebnis des SpiegelOnline Staubsaugers? Natürlich würde ein solches Ergebnis den Menschen in Brasilien nicht allzu gut gefallen, und damit das nicht passiert hat Voodoo-Priester Helio Sillman schon die richtige Taktik parat, mit der er die deutsche Mannschaft zu verhexen gedenkt:

„Ich nehme die Führungsspieler und binde ihre Beine zusammen, damit sie auf dem Rasen nicht laufen können“

Dass das wirken wird ist ja klar, denn im Spiel gegen Kolumbien hat es ja auch „geklappt“:

Vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien hatte sich Sillman deren Toptorschützen James Rodríguez und dessen Mitspieler Juan Cuadrado herausgepickt. Er machte zwei Vodoo-Puppen und zog ihnen ihr gelbes Nationaltrikot an, dann band er ihre Beine zusammen. Bei der Nationalhymne zündete er zwei Kerzen an, um den Fluch zu verstärken. „Das muss für das ganze Spiel ausreichen“, sagte Sillman.

Blöd nur, dass er dem Spieler der Superstar Neymar im Viertelfinale foulte nicht die Beine zusammengebunden oder dem Schiedsrichter die gelben Karten weggezaubert hatte …

… und wer Lust auf einen Liveticker der besonderen Art hat, der möge diesem Link folgen: dort wird das ganze Spiel „astrologisiert“ …


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